Handgepäck: Haargel im Gefrierbeutel

Foto: Puderbaer/photocase.com

Was darf mit an Bord? Die EU hat Regeln fürs Handgepäck festgelegt - sie sollen Anschläge mit Flüssigsprengstoff verhindern. Was Sie beim Packen wissen müssen.

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Seit 2006 dürfen Fluggäste nur noch sehr eingeschränkt Flüssigkeiten mit an Bord nehmen. Die Vorschriften gelten für alle Flüge, die in Europa starten - also auch für Flüge innerhalb Deutschlands:

Eine Plastiktüte pro Person

Flüssigkeiten dürfen nur noch in Behältern mitgenommen werden, die maximal 100 Milliliter fassen. Diese Behälter müssen in durchsichtige und wiederverschließbare Plastiktüten ("Zipper") verpackt und an den Sicherheitsschleusen vorgezeigt werden. Die Beutel dürfen nicht mehr als ein Liter Fassungsvermögen haben, pro Person ist nur einer erlaubt. Ideal sind ganz normale Gefrierbeutel, wie sie im Handel erhältlich sind.

Was sind "Flüssigkeiten"?

Die Bestimmungen betreffen Flüssigkeiten und Gele aller Art, neben Getränken auch Pflege- und Kosmetikprodukte wie Hautcreme, Zahncreme, Haargel, Lotionen, Flüssigseife, Parfüm, Nagellack, Rasierschaum oder Deos.

Ausnahmen: Medikamente und spezielle Nahrung

Von den Regelungen ausgenommen sind Medikamente, spezielle Nahrungsmittel für Diäten und Babynahrung, sofern sie während des Fluges benötigt werden. Sie dürfen außerhalb des Plastikbeutels transportiert werden, müssen aber trotzdem bei der Sicherheitskontrolle vorgelegt werden. Hier kann ein Nachweis verlangt werden, dass die Produkte aus gesundheitlichen Gründen tatsächlich gebraucht werden. Wer sicher gehen will, dass er durchkommt, sollte ein ärztliches Attest in englischer Sprache mit sich führen.

Duty-Free-Waren: Ja, aber ...

Flüssigkeiten, wie Spirituosen oder Parfüm, die nach der Bordkartenkontrolle im Duty-Free-Laden erworben wurden, dürfen weiterhin mit an Bord genommen werden, sofern ein Kaufbeleg vom selben Tag vorliegt. Die Waren werden im Laden in Tüten versiegelt.

Bitte nur das Nötigste

Artikel und Beutel, die diesen Vorgaben nicht entsprechen, dürfen nicht mit an Bord genommen werden. Um unnötige Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen zu vermeiden, sollten Passagiere für den Flug nur das Nötigste einpacken.

  • Artikel vom 06.11.2006
    sar; Foto: photocase.com
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