Fernreisen: Impfung nicht vergessen!

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Gelbfieber, Cholera, Typhus: Gefahr auf Trekking-Touren

Ebenfalls durch Moskitos übertragen wird das Gelbfieber, die einzige Krankheit, für die im internationalen Reiseverkehr noch ein Impfnachweis gefordert wird. Allerdings nur, wenn man aus Risikoländern anreist. Wer sich infiziert hat, bekommt nach drei bis sechs Tagen Fieber, Rückenschmerzen und Erbrechen. Die Funktionen von Leber, Herz und Nieren sind gestört, jeder fünfte stirbt. Das Gelbfieber tritt hauptsächlich in Afrika und Südamerika auf.

Cholera-Bakterien stecken in verseuchtem Wasser, Milch oder anderen Lebensmitteln. Starker Durchfall mit Erbrechen und Kreislaufstörungen sind die alarmierenden Symptome dieser gefährlichen Infektionskrankheit. Cholera-Epidemien werden durch katastrophale hygienische Zustände verursacht und treten fast ausschließlich unter Einheimischen auf. Für Pauschalreisende besteht daher wenig Risiko, sich anzustecken. Trekking-Touristen sollten allerdings sorgfältig prüfen, wo und was sie essen und trinken und sich eventuell impfen lassen. Die Impfung bietet allerdings keinen vollständigen Schutz gegen die Krankheit.

Von verseuchten Speisen und Trinkwasser geht auch die Gefahr aus, sich mit Typhus zu infizieren, einer weiteren gefährlichen Durchfallerkrankung. Die Zahl der Typhus-Patienten in Deutschland ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Reisende in Risikogebiete (Afrika, Südamerika, Zentralasien) können sich aber vorsichtshalber impfen lassen - und sind dann gut geschützt.

Impfungen gegen Japanische Enzephalitis (Südostasien) und Meningokokken-Meningitis, (Südamerika, Afrika, Nordindien, Nepal), zwei schwere Formen der Hirnhautentzündung, oder auch gegen Tollwut empfehlen Tropenmediziner nur für Trekking-Reisende.

Selten gefährlich, immer lästig: Durchfall und Erkältungen

Magenprobleme und Durchfall erwischen jeden zweiten Urlauber, 30 Prozent der Erkrankten müssen sogar das Bett hüten. Ungewohntes Essen, die fremde Umgebung und der Reisestress tragen ebenso dazu bei wie Krankheitserreger, die im tropischen Klima bestens gedeihen. Viele Touristen leiden außerdem unter Erkältungen, weil sie aus der Hitze ins klimatisierte Hotel oder in den Supermarkt gehen.

Vorbeugung: Lassen Sie das große Abenteuer möglichst ohne Stress und mit viel Zeit beginnen. Nicht mehr als zwei Stunden der Zeitverschiebung kann der Körper pro Tag ausgleichen. Also nicht gleich nach der Landung ins schweißtreibende Getümmel von Bangkok stürzen, nicht stundenlang in der Sonne braten und den ersten Tauchgang ins türkisfarbene Wasser der Malediven lieber auf übermorgen verschieben. Klingt langweilig, garantiert aber die bessere Erholung.

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