Foto-Workshop im Urlaub
Italien: Florenz - ein Bild von einer Stadt

Florenz: Wo man geht und steht - Schönheit, die man festhalten möchte. BRIGITTE-Redakteurin Doris Ehrhardt machte einen Foto-Workshop und sah die toskanische Metropole mit neuen Augen.

Vom Piazzale Michelangelo ist Florenz buchstäblich überschaubar: Highlights wie der Turm des Palazzo Vecchio (Mitte) und der Dom (rechts) aus Profi-Sicht

Vom Piazzale Michelangelo ist Florenz buchstäblich überschaubar: Highlights wie der Turm des Palazzo Vecchio (Mitte) und der Dom (rechts) aus Profi-Sicht

Die amerikanische Urlauberin hat einen Schatten. Sie steht auf dem kleinen Platz neben dem Piazzale degli Uffizi und dreht sich langsam um die eigene Achse. Den Kopf im Nacken, blickt sie auf den Prachtbau der Uffizien, auf die Skulpturen der Bogenhalle Loggia del Lanzi, dann taxiert sie mit Kennermiene den knackigen blanken Hintern von David, Michelangelos berühmter Statue. Tief versunken in die Kunst, merkt sie nicht, dass ein Straßenclown wie ein Schatten jede ihrer Bewegungen mitmacht. Er kommt ihr so nah, dass er um Haaresbreite ihre Ohren und Schultern berührt. Aber sie nimmt ihn nicht wahr. Sie hört auch nicht das Kichern der rund 50 Spontan-Zuschauer, die alles beobachten - und sich in der Frau wiedererkennen: Jaja, so sind wir Florenz-Touristen, sehen vor lauter Skulpturen die Menschen nicht.

Eine lustige Szene, leider hab ich sie nicht im Kasten. Seit einer Viertelstunde fotografiere ich den quirligen Clown von rechts nach links, aber keine Aufnahme passt. Mal fehlt seine weiße Nasenspitze, mal hab ich nur ein rotes Haarbüschel. Kein Zweifel: Im Umgang mit meiner Kamera brauche ich Nachhilfe.

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  • Fotos: Monika Höfler, Doris Ehrhardt
    BRIGITTE 20/2012
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