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Mehr als ein Kilometer voller schöner Dinge: Wenn Kopenhagen der Shopping-Himmel ist, dann ist die Strøget die Milchstraße. Hier ballen sich Kaufhäuser, internationale Ladenketten, Cafés. Die Fußgängerstraße zieht sich vom Rathausplatz bis zum Kongens Nytorv und ist ein Sammelname für Frederiksberggade, Nygade, Vimmelskaftet, Amagertorv und Østergade.
Ganz Kopenhagen ist entspannt. Die Stadt hat zwar eine mit Menschen voll gestopfte Einkaufsmeile, einen großen Vergnügungspark mitten im Zentrum und im Winter Minusgrade und nur wenige Stunden Tageslicht - warum wirkt sie dennoch hell, warm und ruhig auf mich?
Vielleicht liegt es an der Gelassenheit der Kopenhagener. Sie begegnen allem und jedem mit einem leichten Lächeln, es scheint, dass nichts sie so schnell aus der Ruhe bringt. Selbst in der Fußgängerzone wird nicht gedrängelt oder geschubst. Und wenn es sich doch mal irgendwo staut, bilden sich akkurate Warteschlangen. So wie bei "Perch's", der traditionellen Teehandlung. Dort stehen die Leute bis auf die Straße, mit einer Nummer in der Hand, und harren geduldig aus, bis sie dran sind.
Duft nach Zimt und Glühwein
Ich schwimme mit im Menschenstrom durch die Fußgängerzone, vorbei an nicht endenden Schaufensterreihen. Wenn es mir zu viel wird, biege ich ab und lande nach wenigen Metern zum Beispiel in der schmalen, ruhigen Læderstræde mit ihren kleinen Boutiquen. Am Nyhavn, der Kulisse
aus bunten Fassaden und schaukelnden Holzbooten, stehen Buden, aus denen es nach Zimt, Nelken und Schafwolle duftet. Die Stadt bietet überall solche Ruhe-Oasen. Und im Winter, wenn die Kälte ins Gesicht schneidet und die Dunkelheit früh einbricht, werden es noch mehr: das Café unter der Glaskuppel der Glyptothek, die Bank im Hinterhof des berühmten Blumendesigners Tage Andersen, das "Tea Time" in Nørrebro, die Lounge aus alten Kinosesseln im Tiefparterre des "Designer-Zoo" in Vesterbro.












