Zum Glück gibt's Hohenlohe!

Im Süden Deutschlands haben wir ein Paradies entdeckt. Wo Wiesen nach Blumen und Kräutern duften, Fürstenstädte sich über die Berge ziehen, Kühe zufrieden in die Gegend gucken und Gourmets so richtig begeistert sind.

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Irgendetwas ist hier anders. Vielleicht dieser Anflug von Stolz, mit dem die Kronenwirtin in Eschental "Hohenloher Spätzle" serviert. Wobei die Betonung auf "Hohenloher" liegt. Und das bedeutet: vier Eier auf 250 Gramm Mehl und nicht nur ein halbes wie bei den schwäbischen Nachbarn. Oder die gewisse Feierlichkeit, mit der zu vorgerückter Stunde eine leicht bezechte Runde in der Bächlinger Mosesmühle der CD vom "Houalouer Mouschd" zuhört, einem Lied über das regionale Lieblingsgetränk, den Most. Dass dieser Blues - selbstverständlich nur in der Version der Mundart-Rockband "Praxis" - hierzulande Kult ist, wird spätestens klar, wenn man die glitzernden Augen der Zuhörer sieht. Und wer nicht selbst aus Hohenlohe stammt, fragt sich nun erst recht, was denn hier so anders ist als im Rest der Welt.

Die Antwort ist zunächst einfach: Dieses Ländchen mit seinen tief eingeschnittenen Tälern von Tauber, Jagst und Kocher ist einfach wunderschön. Eduard Mörike, der viele Jahre seines Lebens hier auf verschiedenen Pfarrstellen verbrachte, nannte es "eine besonders zärtlich ausgeformte Handvoll Deutschland", und für den Vater des Grünen Rezzo, den Pastor und Heimat-Poeten Rudolf Schlauch aus Bächlingen, war es schlicht "seelisches Naturschutzgebiet".

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  • Text: Ulrike Matthei
    Fotos: Cordula Kropke
    BRIGITTE 15/08
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