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Reiseservice
Telefon: Vorwahl für Frankreich: 00 33, dann die 0 weglassen.
Hotels
Le Grimaldi: 23 elegant eingerichtete Zimmer mit allem Komfort, im Herzen der Neustadt, fünf Minuten von der Promenade des Anglais (15, rue Grimaldi, Tel. 04 93/16 00 24, Fax 04 93/87 00 24).
Windsor: nobel und leicht verschroben, verwunschener Garten fürs Frühstück an bunt gefliesten Tischen unter Palmen und Oleander (11, rue Dalpozzo, Tel. 04 93/88 59 35, Fax 04 93/88 94 57).
Restaurants
L'Escalinada: Das kleine Restaurant in der Altstadt schmückt sich mit dem Gütesiegel "cuisine nissarde - le respect de la tradition" und das zu Recht. Probieren: Stockfisch, gefüllte Sardinen und zum Nachtisch die berühmte tourte de blette (Mangold-Kuchen mit Pinienkernen und Rosinen). (22, rue Pairolière, Tel. 04 93/62 11 71).
L'heure bleue: Wenn die Wirtin morgens ihren ersten Café getrunken hat, überlegt sie, worauf sie heute Appetit hat. Die Zutaten holt sie frisch vom Markt, dann stellt sie sich in die total voll gestopfte Küche ihres winzigen Restaurants im Herzen der Altstadt. Das Ergebnis: deftige Hausmannskost. So. und Mo. geschlossen (4, rue Zanin, Tel. 04 93/92 19 59).
Grand Café de Turin: Geduldig stehen die Leute hier Schlange für die besten Schalen- und Krustentiere von Nizza: Austern, Seeigel, Krebse, Muscheln, Meeresschnecken, Crevetten, Hummer und Langusten. Dazu Schwarzbrot mit Butter und ein schönes Glas Muscadet. Eine Institution! (5, Place Garibaldi, Tel. 04 93/62 29 52).
L'Albert's: ein Tresen aus dem Jahre 1905, Fotos von Marilyn Monroe, Audrey Hepburn und Lauren Bacall. Hier trifft sich tout Nice zu einem gepflegten Déjeuner. So.mittag geschlossen (1, rue Maurice Jaubert, Tel. 04 93/87 30 20).
Le Comptoir: wenige Schritte vom Opernhaus entfernt, Art-déco-Stil, an den Wänden Werke von Tamara de Lempicka, traditionell provenzalische Küche. Spezialität: gegrillter Fisch (20, rue St. François-de-Paule, Tel. 04 93/92 08 80).
Indyana: Wer House-Musik nicht mag oder sich von klingelnden Handys gestört fühlt, ist in dem Trend-Schuppen fehl am Platz. Die Bedienung ist so multikulti wie das Publikum, die Einrichtung ein Stilmix aus Lateinamerika, Fernost und Europa. Entsprechend bunt die Speisekarte, vom Filet in Morchel-Rahmsoße bis zum Sushi-Teller. So. geschlossen (11, rue Gustave de Loye, Tel. 04 93/80 67 69).
Coco Beach: Bei seiner Gründung im Jahre 1936 durch einen gewissen Herrn Coco hieß das Lokal noch "Les Mouettes" und war kaum mehr als ein Holzkohlengrill. Die Soldaten der britischen Marine, die nach dem Krieg im Hafen von Nizza lagen, sagten: "Let's go to Coco Beach!" Später gehörten Matisse und Chagall zu den Stammgästen, Picasso feierte seine Geburtstage hier. Wunderschön dekoriertes Fischrestaurant, herrlicher Blick von der Terrasse, legendäre Bouillabaisse (nur auf Vorbestellung); 2, av. Jean Lorrain, Tel. 04 93/89 39 26).
Kleiner Hunger zwischendurch
Thérésa: Die Frau klopft gute Sprüche und verkauft nebenbei Spezialitäten wie socca und pissaladière. Täglich bis 13 Uhr (Markt auf dem Cours Saleya).
Pipo: kleine Kneipe im Hafenviertel und angeblich das beste socca der Stadt. Täglich außer Mo. ab 17.30 Uhr (13, rue Bavastro, Tel. 04 93/55 88 82).
Les Ponchettes: Brasserie, vor allem bei jungen Leuten beliebt; nette Kleinigkeiten wie Salat, croque monsieur oder crêpe, Sonnenterrasse mit Ausblick auf den Cours Saleya (3, place Charles Félix).
Le Québec: Brasserie mit beheizter Terrasse mitten auf der Nizzaer Shopping-Meile, wunderbar zum Leutegucken. Ein weiteres Plus: Hier werden gnadenlos die alten Chansons von Jacques Brel, Juliette Greco und Serge Gainsbourg gespielt (43, rue Masséna).
Shopping
Double Vie: Nichts gegen ein kleines Chanel-Kostüm. Nur: Wer soll das bezahlen? Kein Problem in der Secondhand-Boutique von Michèle und Franka, wo die Haute Couture der letzten Saison zum halben Preis über den Ladentisch geht: Markenklamotten von Christian Dior, Saint Laurent, Max Mara, Agnès B. und Accessoires von Hermès und Vuitton (7, rue Défly; täglich 10 bis 19 Uhr, Mo.morgen geschlossen).
Façonnable: Traditionsreicher Herrenausstatter; der Großvater des heutigen Besitzers, ein polnischer Jude, begann als einfacher Schneider. Heute exportiert das Familienunternehmen sein edles Tuch in alle Welt (7/9 & 10, rue Paradis).
Aratto: Ganze Mädchenklassen drängen sich nachmittags im Vorraum der winzigen Schmuckboutique in der Neustadt. Um dem Ansturm zu begegnen, werden, wie bei der staatlichen Krankenkasse, Nummern vergeben. Neben Ketten, Halsbändern und anderem Modeschmuck kramt Marie-Christine Bensard Haarspangen und Häkeltäschchen aus unzähligen kleinen Schubladen hervor. Branché und sympa, zu Deutsch: voll angesagt. Dazu konkurrenzlos billig (18, rue Masséna).
Les Néréides: Nereiden sind Meernymphen. Entsprechend fröhlich, verspielt und aufgekratzt geht es hinter der holzgeschnitzten Fassade in der vornehmen rue Paradis zu. Aus den Lautsprechern dröhnt House-Musik. Christine und Nataly verbreiten gute Stimmung und verkaufen nebenbei Parfüms und Fantasieschmuck aus Silber und Halbedelsteinen (12, rue Paradis).
Rontani: Papeterie aus dem Jahre 1895: Künstlerkreiden, kostbares Briefpapier, Bastellbögen, Ordner aus Pappe, Pinsel, Buntstifte, Landkarten, Stadtpläne und was Schulkinder und Liebhaber schöner Schreibwaren sonst noch so begehren (5, rue Alexandre Mari).
L'atelier des jouets: Blechtrommeln und Schaukelpferde, Spieldosen, Murmeln in allen Farben und Größen, Mobiles, Puppengeschirr und Wunderlampen. Kurz: Spielzeug-Klassiker, die seit Jahrhunderten bei Kindern ankommen (7, rue Jules Gilly).
Auer: wunderschöne alte Konditorei. Thierry Auer bereitet die kandierten Früchte, für die Nizza berühmt ist, nach wie vor auf die traditionelle handwerkliche Art zu (7, rue Saint-Francois-de-Paule, www.maison-auer.fr).
Alziari: Wer in Nizza auf sich hält, schwört auf das Olivenöl von Alziari und bringt dieses grundsätzlich nur in der berühmten gelb-blauen Flasche auf den Tisch. Die kauft man nur einmal im Leben und lässt sie in dem 1930 von Nicolas Alziari gegründeten Laden in der Altstadt immer wieder nachfüllen. Außerdem gibt es hier noch Seife aus Oliven- und Lorbeeröl, Lavendelhonig und was die Provence sonst noch an guten Dingen zu bieten hat (14, rue Saint-François-de-Paule).
Sehenswert
Musée Matisse: Das Museum auf dem Hügel von Cimiez zeigt Henri Matisses künstlerische Entwicklung von der realistischen Maltradition hin zu einer immer größeren Einfachheit (164, av. des Arènes de Cimiez, täglich außer Di. von 10 bis 17 Uhr).
Musée des beaux-Arts: italienische meister, Impressionisten und Karneval-Exponate (33, av. des Baumettes, täglich außer mo., mittags geschlossen).
Buchtipps
Die Stadt wird in der Regel in Reiseführern mitbehandelt, die der Region gewidmet sind. Recht informativ und ausführlich in "Côte d'Azur" (DuMont Reise-Taschenbuch) oder im Merian-Heft "Côte d'Azur". Wunderbar zum Schmökern: Heinke Wunderlich, "Spaziergänge an der Côte d'Azur der Literaten" (Arche Verlag).
Karneval
Seit mehr als 700 Jahren wird in Nizza Karneval gefeiert. Ursprünglich handelte es sich um ein derbes Volksfest, eine Zeit der erlaubten Exzesse, die der Fastenzeit vorausging. Der erste Umzug fand im Jahre 1830 statt. Heute ist der Fasching ein perfekt inszeniertes Mega-Event, das vor allem Touristen in die Stadt locken soll.
Der Karneval beginnt mit der Ankunft "seiner Karnevalsmajestät". Fester Programmpunkt sind die Blumenschlachten (Samstag und Mittwochnachmittag): Zwanzig über und über mit frischen Blumen geschmückte Prunkwagen fahren auf der Promenade des Anglais an den Zuschauertribünen vorbei. Samstagabend erleuchtet ein Lichterumzug die Stadt. Jeweils am Sonntagnachmittag findet der große Karne-valskorso mit Folkloregruppen aus aller Welt statt. Am Fastnachtsdienstag (27. Februar) Abschlussumzug am Nachmittag, Verbrennungsumzug am Abend und großes Feuerwerk um 22 Uhr.
Info
Französisches Fremdenverkehrsamt Maison de la France, Westendstr. 47, 60325 Frankfurt, Tel. 069/97580131, Fax 74 55 56.
In Nizza: Office de Tourisme, Acropolis 1, Esplanade Kennedy, BP 4079, 063 02 Nice Cedex 04, Tel. 00 33 (0)493 92 82 82, Fax (0)493 92 82 98.
Internet: frankreich-info.de und botschaft-frankreich.de.













