Bali

Fragen Sie Leute, die ein bisschen herumgereist sind auf der Welt: Wo ist es am schönsten? Die meisten werden antworten: auf Bali. Wahrscheinlich haben sie Recht.

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Reisterrassen an steilen Hängen, Bäche und Flüsse in tiefen Schluchten. Immer ist es um die 30 Grad warm, überall blühen dekorative Blüten, und die Balinesen haben an nahezu jede Wegkreuzung Tempel gesetzt, 20000 sind es wohl. Nur 30 Minuten Taxifahrt liegen zwischen Ubud, dem kulturellen Zentrum der Hindus, in dem täglich prächtige Zeremonien stattfinden, und den modernen Badeorten Kuta und Legian. Künstler wie Walter Spies liebten Bali schon in den 20er Jahren. 50 Jahre später kamen die Globetrotter, ihnen folgten Reisekonzerne und Hotelgesellschaften. Heute sind die meisten der drei Millionen Einwohner auf den Tourismus angewiesen. Nach dem Terroranschlag auf die Diskothek in Kuta im Oktober 2002 gingen die Besucherzahlen dramatisch zurück. Langsam kommen die Gäste wieder. Bali ist ein Juwel geblieben.

Unterkunft

Nusa Dua ganz im Süden besteht vor allem aus Hotels. Kuta und Legian: prima für Surfer, aber das Nachtleben dauert bis Sonnenaufgang. Ubud: keine Discos, gut 300 Bungalow-Anlagen, der nächste Strand liegt 30 km südlich. Sanur: der älteste, kleinste Touristenort - ruhig, auch am Strand, kaum Wellen.
Nordbali. Gaia Oasis: 17 deutsche Idealisten schufen am Kieselstrand von Tejakula auf einem riesigen Terrain ökologisch konzipierte Bungalows. Pool, Meditationszentrum, Malkurse, Wellness. Ideal für Familien. Doppelbungalow-Hälfte für zwei Personen 46 Euro, drei Mahlzeiten (kein Fleisch, aber Fisch) am Büfett 14,50 Euro (Tel. in Deutschland 07 00/424 26 27 47, Fax 086 54/46 98 72, www.gaia-oasis.com).
Candi Dasa. Asmara Dive Resort & Spa: neue Bungalow-Anlage, schlichte, geschmackvolle Zimmer, Wassergarten, ideal für Taucher. Bungalows ab 60 Euro (Tel. 00 62/363/419 29, Fax 77 54 39, www.asmarabali.com).
Ostbali. Cabe Bali: vier große Bungalows zu Füßen des Vulkans Agung. Swimmingpool und Restaurant, herrlicher Garten. Die Münchnerin Barbara Soetarto hat hier ihren Lebenstraum verwirklicht. EZ 40/DZ 50 Euro (Tel. in Deutschland 081 71/92 98 08, Fax 92 98 07, www.cabebali.com).
Ubud. Oka Wati’s Sunset Bungalows: ruhig, grün, mitten im Ort. Besitzerin Oka Wati gehörte in den 70er Jahren zu den Pionieren des Ortes. Doppelstöckige Bungalows rund um den Pool, traditionell eingerichtet. DZ ab 45 Euro (Tel. 00 62/361/97 33 86, Fax 97 50 63, www.okawatihotel.com).
Ein privater Tipp: Die Autoren dieses Artikels haben in Penestanan, 20 Geh-, 10 Autominuten von Ubud, ein einfaches Häuschen. Keine Aircondition, kein TV, keine verglasten Fenster, aber fließend Wasser und Strom. Drei Schlafräume, kleine Küche, Terrasse. Für Asien-erprobte Individualisten. 20 Euro/Nacht (E-Mail: GU@reise-know-how.de).

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  • Text: Gunda Urban/Peter Rump
Letzte Kommentare
  • Oliver Kern
    am 20.09.10 um 13:32
    Bali wird überschätzt - das zumindest war mein Eindruck von der Insel. Ich will nicht sagen, dass es nicht schön ist. Es ist aber nicht das mystische Paradies, was man üblicherweise suggeriert bekommt. Größtenteils liegt das sicher an dem nicht vorhandenen Umweltbewusstsein der Balinesen. Müll an jeder Straßenecke, Müll im Dschungel, Müll im Meer. Wenn ich im lauwarmen indischen Ozean um Plastiktüten und Styropor rumschwimmen muss, dann fällt es mir schwer, das mit einem Paradies in Einklang zu bringen. In den Hotelanlagen freilich findet man seinen Inseltraum und wem das genügt, der wird Bali als Paradies bezeichnen. Aber wer einen Schritt vor die Tür macht und dabei die Augen öffnet, findet sich im echten Bali wieder und dafür benötigt mancher Westeuropäer dann doch eine nicht unerhebliche Toleranz. Es gibt versöhnliche Ecken, aber die finde ich auch an Orten, die nicht 14 Flugstunden entfernt sind.
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