Madagaskar
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Meinen Maki
... haben wir dann doch noch in natura gesehen. Mausmakis sind nachtaktive Tiere. Mit einer Taschenlampe in der Hand stampft Felix vor uns her in den Urwald. Pechschwarz stehen die Bäume da. Der schmale Lichtkegel schält Lianen wie Gespensterfäden aus dem Dunkel, wandert über die geschraubten Stämme des Pandanuss-Baums und über die ausladenden Dächer der Farne. Jede Form leuchtet scharf auf und verschwindet, wenn das Licht wandert, wieder im Schwarz. Vorsichtig tasten unsere Füße über die Wurzeln. Wir schleichen, atmen flach, lauschen dem Zirpen der Grillen und dem fernen Rollen der Brandung. Angst? "Blödsinn", sagt Felix. "Hier gibt es so gut wie keine gefährlichen Tiere." Immer wieder bleibt er stehen, lauscht, wir lauschen, er leuchtet mit seiner Lampe die Baumkronen ab. "Normalerweise", flüstert er, "sind die Makis so neugierig wie wir Menschen", aber gerade jetzt rührt sich keins, sie haben sich zurückgezogen in ihr nächtliches Reich. Da, plötzlich, ein Knacken im Geäst. Felix schickt sein Licht einen Baumstamm hoch, und wirklich, zwei Augen gucken uns an, ganz aufmerksam und freundlich. Mein Herz pocht. Der Maki!
Eine Piroge am Strand der Halbinsel Masoala
Und die Buddel voll Rum
... die musste sein. Schließlich ist Madagaskar die Pirateninsel schlechthin, und Rum das Lieblingsgetränk dieser Gesellen. Ihnen ist es so ähnlich gegangen wie uns: Nach einer Reise durch Madagaskar hatten sie überhaupt keine Lust zurückzukehren in den Alltag. Sie haben Kolonien gegründet, sich eingerichtet und es sich gut gehen lassen. Im Falle der Piraten war das um 1700. Allerdings hielt ihr Glück nicht lange an - dann wurden sie von anderen Seeräubern überfallen. In unserem Fall haben wir an die Expedition ein paar faule Tage drangehängt. Der Rum in meinem kleinen Museum erinnert an diese letzten Tage. Das Etikett leuchtet bunt. Es zeigt eine Insel, Strand, Palmen, blaues Meer: Sainte Marie, die Ferieninsel von Madagaskar vor der Ostküste. Hier konnten wir uns von unseren Abenteuern erholen. In einem Hotel mit Bungalows und Cocktailbar. Mit Korallenriff-Schnorcheln, Sonnenbad, Schwimmen im Pool. Und abends lassen wir im Liegestuhl den Tag ausklingen. Und sehen zu, wie der Ozean immer tiefer blau schimmert. Dazu etwas trinken, Rum aus Eichenfässern, versetzt mit köstlicher Vanille. Wann mein Flieger geht? Keine Ahnung.














danke für den sehr interessanten Beitrag über Madagaskar.Ich werde diese Insel erstmalig vom 08.12.10-05.01.10 bereisen.Ich bin noch auf der Suche nach der besten Reiseroute.Als grösstes Problem sehe ich mal wieder das schmale Zeitfenster.In 4 Wochen ist es ja unmöglich die gesammte Insel zu bereisen.Ich werde mir wahrscheinlich den südlichen Teil der Insel vornehmen.Sollten sie noch ein paar Tipps haben,immer her damit.Besten Dank, Frank