Das Glück ist eine Insel. Ein Fels mitten im Atlantik. Ein Haus hoch über dem Meer. Wie ein Traumschiff schwebt die Quinta Alegre frühmorgens zwischen Himmel und Erde, Wasser und Wolken - beides unermesslich von hier oben, aus halber Berghöhe betrachtet. Um diese Zeit, wenn nichts die Stille stört, gibt es kaum etwas Schöneres als ganz entspannt am Pool zu liegen und über das türkisfarbene Glitzern hinweg einfach nur aufs Meer zu blicken. Mit den Augen das Weite suchen, ein bisschen schwerelos sein, ein bisschen träumen - so kann es sein auf Madeira, der makaronesischen - der glückseligen Insel.
Doch nicht zum Faulenzen, sondern zum Wandern haben wir uns im gelben Herrenhaus im Inselort Calheta einquartiert - Regina und Almut, Karin und Claudia, Brigitte, Maren, Lothar, Gerd, Siggi und Moni. Zu Fuß wollen wir den Inselwesten erkunden, durch stille Dörfer laufen und entlang der meerumtosten Steilküste. Wir werden den Levadas folgen - dem Labyrinth der Bewässerungskanäle. Werden im dichten Lorbeerwald verschwinden und schließlich über den Wolken gehen bis ganz hinauf zum höchsten Inselgipfel. Und immer wieder werden wir überrascht und berauscht sein von der Blütenpracht, den Namen "Blume im Atlantik" trägt Madeira nicht von ungefähr.
Ausflüge in die Botanik
Prächtige Bougainvilleen
Links gefüllte Fuchsien, Fackellilie und Storchschnabel, rechts Kamelien, Bougain-
villeen und Strelitzien - beim Blick in die Gärten wünscht man sich schon mal, Hacke und Schaufel anstatt des Wanderstocks zur Hand zu haben. Doch weil ein blühendes Mitbringsel Zuhause kaum eine Überlebens-
chance hätte, bleibt die transparente Schönheit der Hibiskusblüten unangetastet, steht man ungläubig mit den Füßen im rosaroten Blütenteppich der Kamelien und schaut ehrfürchtig an deren haushohen Stämmen empor, staunt über den selbstverständlichen Größenwahn von Magnolien, Dahlien, Weihnachtssternen und genießt die ausladende Pracht von Engelstrompete oder protziger Protea.











