- In diesem Artikel:
Als wir zu Hause abgeflogen sind, hatte es gerade einen Schneesturm gegeben. Jetzt sind wir am Wendekreis des Krebses, nördlicher Breitengrad 23,5, auf derselben Höhe wie Havanna, die Sahara und Hawaii. Wir steigen in unseren kleinen roten Wagen, kurbeln die Scheiben herunter, setzen die Sonnenbrillen auf - und alles ist, wie es sein soll. Wir halten unsere Gesichter in den Wind, er schmeckt nach Salz und Staub.
Wo Rallyefahrer stoppen: Bei Mama Espinosas in El Rosario
In den nächsten zehn Tagen wird die Mex 1 unsere Straße sein. Ein staubiger Highway auf der Baja California, einer Halbinsel vor der Westküste Mexikos. Von Cabo San Lucas im Süden bis nach Tijuana an der US-amerikanischen Grenze zieht sich die Straße. An vier Gebirgsketten entlang, die sich zwischen Pazifik und Kalifornischem Golf aneinander reihen. Wie ein knochiger Finger ragt die Baja (sprich: Bacha) ins Meer: 1300 Kilometer lang, an der schmalsten Stelle gerade mal 50 Kilometer breit.
Kilometer 221
Sandstrände und Felsklippen, einsame Badebuchten und Lagunen. 4300 Kilometer Wasser säumen die Baja California. Nur drei Stunden im Auto sind es vom Flughafen nach Cabo San Lucas. Am Strand weht uns der Wind Sandkörner um die Knöchel. Und Gelächter und laute Stimmen vom Ufer herüber. Nirgendwo sonst hat Baja zwei so unterschiedliche Gesichter wie hier am Südkap. Cabo San Lucas ist der Ballermann der Nordamerikaner. Am Hauptstrand, der Playa Médano, liegt eine Bar neben der andern. Während der Spring Break, der Frühlingsferien amerikanischer Colleges, sind sie voller Studenten, auf der Suche nach genau dem richtigen Margarita-Rausch.













