Fatih Akin lebt zwischen Hamburg und Istanbul
Drei- bis viermal im Jahr verbringe ich ein paar Wochen in Istanbul. Dort passiert ständig etwas, heftige Schlägereien, leidenschaftliche Umarmungen - alles. Ich gehe in ein Café und gucke einfach, stundenlang.
Die meisten meiner liebsten Plätze sind in Beyoglu. Ich mag den Stadtteil, weil er kosmopolitisch und gemischt ist. Alles dort ist extrem. Extrem reich oder extrem arm, extrem schön oder extrem hässlich, extrem globalisiert oder extrem nah an den türkischen Wurzeln. Alle Extreme knallen da aufeinander. Dabei entsteht Reibung. Und daraus schöpfe ich viele Ideen.
Shoppen ist mir nicht wichtig. Wenn, dann kaufe ich eine Flasche Raki. Oder Wasserpfeifen, Teppiche, Backgammon-Bretter. Ich sammle Backgammon-Bretter. Das sind alles Sachen, die man am besten auf einem Basar kauft.












Auch das Babylon lohnt sich, wenn man entsprechend des eigenen Musikgeschmacks wählt (wir hatten einen Fehlgriff getätigt und leider passte die Musik nicht wirklich zu uns. Dafür aber findet man ein interessantes und pulsierendes Publikum vor.
Erwähnen möchte ich unbedingt die Appartements von Erdogan das "Manzara" (der Ausblick). Hier lässt es sich bestens leben! Restaurierte und von Künstlern mit Ausstellungen bedachte Appartements inmitten uralter Häuser (die Wohnungen sind teilweise im echten istanbuler Stim erhalten und mit modernen Elementen vereint wurden). In allen Wohnungen hat man phantastischen Ausblick. Erdogan ist ein herzlicher Mensch, er spricht zudem Deutsch.
In Taksim lässt es sich bestens shoppen, bei fast westlicher At