Serie Winterurlaub: Ab in den Schnee!

Crans Montana: Skifahren in der Schweiz

Es war ihre erste Gruppenreise, und es ging in die Schweiz. Skifahren, Party, Fondue, Massage... Alles prima, fand BRIGITTE-Mitarbeiterin Tinka Dippel. Na ja - fast alles.

  • 0 Kommentare
  •  
  •  
In diesem Artikel:

Der Morgen versteckt sich noch hinter den Bergen, aber der Schnee leuchtet uns den Weg. Immer bergauf, die Piste hoch, zwei Stunden lang. In unseren Rucksäcken stecken Skischuhe und Kurzskier für die Abfahrt zum Hotel - später. Jetzt wollen wir zur Ski-Bar oberhalb von Crans Montana, und wir wollen da sein, bevor die Sonne aufgeht. Unsere Schneeschuhe kratzen in den Rillen, die die Pistenraupe hinterlassen hat. Ein schwaches, bläuliches Licht kriecht über die Berge. Kurz vor der Mittelstation wird es hell - die Sonne war doch schneller. Als wir uns um sieben in die Liegestühle fallen lassen, steht sie schon über der Spitze des Matterhorn und der Kuppel des Mont Blanc.

Wenn es nicht so kalt wäre so früh am Morgen, würde ich einfach sitzen bleiben und den Liegestuhl nicht mehr hergeben. Meine Beine sind nach dem Aufstieg eigentlich zu müde für eine Abfahrt mit schnellen Kurzskiern. Und nach allem, was sie sonst so geleistet haben in den letzten Tagen - jeden Morgen Skikurs, nächtliche Wanderungen, auf Tüten die Piste runterrutschen, die erste Langlauftour meines Lebens.

Und gestern Abend die Fackelwanderung, mit 30 Leuten bis zu einer Hütte, wo das Käsefondue schon in den Töpfen blubberte. Wir saßen an langen Tischen, in denselben Gruppen wie sonst im Speisesaal unseres Hotels. Neben mir Immo, braun gebrannt, gut gelaunt, frisch von der Massage. Gegenüber Eva vor einem Schnitzel, die Hilde erklärte, wie ungesund Käsefondue ist. Ich hab kurz "Typisch Eva" gedacht und mich dann über mich selbst gewundert, weil ich sie vor drei Tagen zum ersten Mal gesehen habe.

90 Leute sind wir insgesamt, Durchschnittsalter Mitte 30, viele Akademiker. Familien sind dabei, Ehepaare, Cliquen und einige, die allein reisen. Linda und Dörthe zum Beispiel. Am Tag, an dem wir alle auf einmal hier ankommen, stehen sie neben mir an der Rezeption und warten auf die Ausgabe der Leihskier. Sie albern herum wie gute Freundinnen. Sie kennen sich seit ihrer gemeinsamen Anreise im Bus vor ein paar Stunden. Das Kennenlernen passiert hier im Zeitraffer.

Seite:

  1. 1
  2. 2
  3. 3
  • Fotos: Bethel Fath; Stand: Oktober 2009
  • 0 Kommentare
  •  
  •  
Sie interessieren sich für unsere Themen? Kostenlosen Newsletter bestellen

BRIGITTE im Abo

Jetzt bis zu 30% sparen
und Geschenk sichern