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Wer ist die Schönste im ganzen Land? Schwer zu sagen, aber die Piazza Grande in Arezzo - hier in piccolo für meinen Kühlschrank - gehört zu den Favoriten. Roberto Benigni drehte hier seinen Film „Das Leben ist schön“, auf seiner Piazza, in seinem Arezzo und vermachte seiner Heimat damit einen Oskar. Selbst der Barista aus dem Café "La Dolce Vita" an der Piazza Grande spielte als Komparse mit: "... bin sozusagen Oskarpreisträger!" Was sich Dora, Guido und ihr kleiner Sohn Giosuè auf der Piazza Grande zu sagen hatten, kann man auf Schildern wie in einem Fotoroman nachlesen und ihnen zu anderen Drehorten durch Arezzo folgen. Ein filmreifer Stadtrundgang - ziemlich schön!
Cantucci und Vin Santo - krachend knusprige Mandelkekse in "heiligen Wein" gestippt, das absolute Dessert für alle, die nicht so auf schwergewichtige, cremige Dolci stehen ...
... erst knusprig, dann weich, dann mischt sich das Mandelaroma mit dem Vin Santo, der an einen halbtrockenen Sherry erinnert - ein Gesamtkunstwerk, dessen Geheimnis darin liegt, in aller Schlichtheit die richtigen Dingen zusammen zu fügen. Und darin sind Italiener einfach Weltmeister.
Toskana aus der Tüte: eine Ribollita aus getrockneten Bohnen und Gemüsen ist das perfekte Souvenir für graue Regentage. Diese toskanische Bohnensuppe mit Kohl und einigem anderen Gemüse, kann man vertrauensvoll überall bestellen: In jeder Osteria, mittags oder abends, steht schnell auf dem Tisch, mit etwas Olivenöl und Brot - eine wunderbar kräftige Suppe, die umso besser schmeckt, wenn sie aufgewärmt wird! Schließlich heißt Ribollita: noch einmal gekocht. Schmeckt auch zuhause noch Wochen nach dem Toskana-Urlaub ...
... und falls der Koffer schon zu schwer ist, passen zumindest noch einige Tütchen dieser Pastasoßen ins Handgepäck: Kräuter, Tomaten, Peperoncino, Knoblauch - alles getrocknet, gehackt und gemischt. Ein Löffelchen davon in etwas Olivenöl (das aus dem schweren Koffer) wärmen (nicht zu heiß werden lassen!), mit den Spaghetti mischen - buon appetito!
Toskana, allerletzte Ecke, Val di Garfagnana nördlich von Lucca. Hier ist Schluss mit Hügelchen, hier stehen Berge. Bis 2.000 Meter hoch. Ein abgelegenes Tal mit verlorenen Dörfern und Weilern. Wie die Bewohner sich selbst versorgten und vermutlich lange ohne Geld aber mit nachbarschaftlicher Hilfe lebten, wird in dem kleinen "Museo Etnografico" in San Pellegrino in Alpe lebendig. Ein Pilgerort auf 1.500 Metern mit fantastischer Aussicht, 13 Einwohnern, einer Kirche, zwei Bars, einem Restaurant und eben jenem Völkerkundemuseum. Zu sehen sind Wohnräume, Werkstätten, Gebrauchsgegenstände des Alltag bevor Maschinen das Leben übernahmen. Und es schleicht sich nebenbei noch das klamme Gefühl ein, dass wir uns ziemlich weit von den einfachen, wahrhaftigen Dingen entfernt haben.
Diese Mönche sind echte Schleckermäuler! Schokolade aus der Apotheke des Benediktiner-Klosters von Camaldoli - ein Heilmittel im weitesten Sinn. "Ora et labora" ist das Lebensmotto der Mönche, die sich seit der Gründung des Klosters vor rund 1000 Jahren selbst versorgen und so ist einer der Brüder eben auch für die Gesundheit der Gemeinschaft verantwortlich. Aber Camaldoli ist nicht nur wegen seiner Apotheke, in der es natürlich auch heilende Kräutertees und Liköre, Lotionen und Seifen gibt, einen Besuch wert. Das Kloster liegt einsam und in aller Schönheit in den ursprünglichen, wilden Wäldern des Casentino Tals bei Arezzo und wer in der Toskana noch wahrhaftig Ruhe und Besinnung sucht, ist hier (www.casentino.it) genau richtig.
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