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Übersetzungsfehler: "Futtern Sie die Affen nicht!"
Wenn das Essen fad ist und der Liebste lahm, erheitern im Urlaub wenigstens die Übersetzungsfehler der Gastronomen und Hoteliers - mit "Snake Shakes" oder "gekochtem Eis" zum Beispiel.
Ungarn ist bekannt für Spezialitäten, deren Zubereitung absolut mysteriös ist. Kein Nicht-Ungar weiß, wie man aus Bäumen Baumkuchen macht oder wie aus Geflügel die Hühnerbeinnudeln gewonnen werden. Auch das Kochen von Eis bleibt ein Rätsel - wie schaffen die Ungarn das bloß, ohne dass alles schmilzt?
Es ist gar nicht so einfach, Wasser zu schmeißen. Es ist ja nicht einmal möglich, es länger als eine Minute in den Händen zu halten. Experten behelfen sich mit Luftballons, die sie am Wasserhahn füllen und dann in hohem Bogen wegwabbeln. Über professionelle Wasserwerfer verfügt nur die Polizei, also lässt man das Wasserschmeißen als Laie besser, das kommt auch der Umwelt zugute.
Jahrtausendelang hat der Mensch den Affen zum Deppen gemacht. Er hat seinen entfernten Verwandten in Käfigen ausgestellt, ihm drollige Kunststückchen beigebracht und sogar sein Gehirn als Delikatesse verspeist. Jetzt ist damit finito! Wenn irgendjemand nun noch Appetit auf Affe hat, bitte, aber wir haben das entsprechende Warnschild veröffentlicht.
Die Speisekarte dieses Lokals in Changchun ist extrem hübsch gestaltet, und es ist nett, dass einen der Wirt auf die Ästhetik seiner Gerichte hinweist.
Wie werden Nudeln zu "ausgedrückten Sockeln"? Durch eine tragische Verkettung von falschen Übersetzungen. "Primi Piatti" werden auf Englisch zu "Express-Tellern" - und auf Französisch und Deutsch zu ersten ausgedrückten Tellern. Und dann wird auch noch 1 Euro "an die bedecktem Topf" angewandt ("coperto" heißt hier Gedeck, nicht bedeckt). Also besser Hut ab beim "ausgedrückten Sockel"!
In diesem originellen Restaurant in Tunesien wurde die Erlebnisgastronomie neu erfunden. Gemischten Schiefer zu knuspern setzt schließlich eine gewisse Abenteuerlust voraus. Hoffentlich muss man sich in diesem Restaurant nur um seine Zähne, nicht aber um das geviertelte "Hänhschen" Sorgen machen.
Die Terrorgefahr in Europa kann dem Tourismus schaden. Das darf nicht sein, denn dann hätten die Terroristen schon einen Teilsieg errungen. Es gibt deshalb unterschiedliche Versuche, mit der Bedrohung umzugehen. In Bozen hat man sich für die radikale Variante entschieden: Es herrscht generelles Anschlagverbot. Es schein nicht zu gelten für offizielle Anschläge der Stadtverwaltung.
Eine hinterhältige Touristenfalle, der nur Deutsche zum Opfer fallen sollen. Aus dem Auto heraus kann man in diesem Safaripark Giraffen, Nashörner, Geparde und Hyänen beobachten. Italiener und Englisch sprechende Gäste werden gebeten, aus Sicherheitsgründen Türen und Fenster geschlossen zu halten. Deutsche werden aufgefordert, bitte aus dem Auto zu steigen. Wirklich todwitzig!
Das schöne Hobby des Stempelns ist leider etwas aus der Mode gekommen. Es gibt immer weniger Stempelgeschäfte, Stempelverkäufer müssen wegen mangelnden Umsatzes selbst stempeln gehen. In Frankreich gibt es einen der letzten speziellen Stempelläden - leider handelt es sich aber nur um einen Kiosk, der Briefmarken (Englisch: stamps) verkauft.
Das Tischabwischen ist eine Wissenschaft für sich. Man braucht dazu "Gasen", "Klinen" und "Lienen" - sowie eine explizite Anleitung, die sich gewaschen hat. Wichtig ist es auf jeden Fall, die "fiege"zu "brüntzen", dann wird garantiert alles rein. Nicht ganz sauber scheint nur der Übersetzer gewesen zu sein.
"Futtern Sie die Affen nicht - Übelsetzungen - ultimative Sprachpannen aus aller Welt"
Alle Übersetzungsfehler stammen aus dem Buch "Futtern Sie die Affen nicht - Übelsetzungen - ultimative Sprachpannen aus aller Welt" (Langenscheidt 2011, 9,99 Euro).
Autorin Kirsten Wulf war für ein BRIGITTE-Toskana-Special in unserer italienischen Lieblingsregion unterwegs und hat diese Spezialitäten mitgebracht... mehr
Für die große Südtirol-Geschichte in BRIGITTE 8 war Annette Rübesamen in Südtirol unterwegs. Damit der Abschied nicht ganz so schwer fiel, hat sie... mehr
Alle Beispiele aus "Futtern Sie die Affen nicht - Übelsetzungen - Ultimative Sprachpannen aus aller Welt" (Langenscheidt, 9,99 Euro); Texte: Titus Arnu