Wochenendtrips: 14 Ideen für die Brückentage

Wochenendtrips sind kurz, wirken aber lange nach: Mit unseren 14 Tipps können Sie wunderbar aus dem Alltag ausbrechen.

Couchsurfing: Bei fremden Menschen unterkommen

Donnerstagnacht kommt mir am Bahnhof in München eine Frau in einem roten Mantel entgegen. "Soll ich dich abholen?", hatte sie auf meine Frage gemailt, ob ich bei ihr übernachten könne. Sie lacht, weil ich so müde aussehe, und ich muss auch lachen, da sie mir kein bisschen fremd vorkommt in ihrer offenen Art. "Ich bin die Katharina", sagt sie. Außerdem erfahre ich, dass meine erste Couchsurfing-Gastgeberin zwei Kinder hat und Strafverteidigerin ist. Neben dem Gästebett stehen Wein und Obst auf einem Tischchen.

In fremde Häuser gehen, in fremden Betten schlafen - Couchsurfing ist ein Abenteuer. Das Prinzip der Gastfreundschaft: Ich biete dir eine Übernachtungsmöglichkeit an. Koche für dich oder zeige dir meine Stadt. Ein andermal bin ich selbst unterwegs und schlafe bei einem anderen Mitglied der Community mit zigtausend kostenlosen Schlafplätzen.

Am nächsten Wochenende bin ich die Gastgeberin: Jiao und ihr Freund Cheng sind ein junges chinesisches Paar. Abends stehen sie schüchtern vor meiner Tür. Teilen sich eines der angebotenen Handtücher und trinken heißes Wasser. Am nächsten Tag schlendern wir durch Hamburg, das für chinesische Verhältnisse recht klein ist. Aber es gibt überall Schokolade, das begeistert Jiao. Sie erzählt, wie rasant sich das Leben in China verändert hat: Früher teilte die Familie ihrer Großmutter sich sonntags ein Ei. Heute reist die Enkelin durch Europa.

Info: www.couchsurfing.org ist mit über zwei Millionen Mitgliedern das größte Portal (Schwerpunkt USA). - www.hospitalityclub.org hat etwa 600 000 Mitglieder.

Paula Roosen

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  • Texte: Barbara Schaefer, Susanne Arndt, Juditz Liere, Paula Roosen, Bernhard Lill Teaserfoto: Fotolia.com
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