Cupcakes: Rezepte für Teig und perfektes Frosting

Cupcakes sind kleine Törtchen aus lockerem Teig mit einer Haube aus zarter Buttercreme. Unsere besten Cupcake-Rezepte aus der BRIGITTE-Versuchsküche.

Cupcakes sind in aller Munde. Denn die ursprünglich amerikanischen Mini-Kuchen schmecken auch den Europäern immer besser. Ihr Ursprung reicht weit ins 19. Jahrhundert zurück, ihr Name rührt wahrscheinlich von der "cup", einer schweren Steingutform, in der sie gebacken wurde. Das Besondere an den tassenförmigen Cupcakes liegt in der Haube aus farbiger Buttercreme - dem Frosting - und an den Dekorationen.

Bekannt wurden Cupcakes durch die Schriftstellerin Jane Austen, die eine ihrer Figuren im Roman "Sinn und Sinnlichkeit" (1811) über die erotisierende Wirkung der kleinen Kuchen nachdenken lässt. Schließlich gelang den Cupcakes vor vielen Jahren der Sprung in eine Folge der beliebten Serie "Sex and the City" - und damit war der Trend endgültig gesetzt.

Cupcakes oder Muffins?

Das ist schon ein Unterschied! Cupcakes werden immer mit hellem Mehl gebacken. Sie sind feiner als Muffins und immer süß. Isst man Muffins gern zum Kaffee, passen Cupcakes besser zum Tee. Ein netter Vergleich, um den Unterschied zu verdeutlichen: Zum Muffin würde man sagen "Hey, Honey", zum Cupcake "My Dear". Muffins sind für jeden Tag - Cupcakes für besondere Anlässe.

Cupcakes backen: Rezepte für die Mini-Törtchen

Das Frosting: Tipps für die perfekte Buttercreme

Alle Zutaten für die Buttercreme sollten beim Verarbeiten Zimmertemperatur haben, damit es beim Rühren keine Klümpchen gibt. Die Butter darf auf keinen Fall zu hart sein. Wer keinen Spritzbeutel für die Creme hat: macht nichts! Dann wird sie einfach mit einem Löffel auf die Cupcakes gestrichen.

Die Buttercreme kann nach Belieben auch noch anders abgewandelt werden. Zum Beispiel statt Lavendel mit Instant-Kaffeepulver, fein gehacktem Nougat oder abgeriebener Schale von unbehandelten Zitrusfrüchten.

Cupcakes nach dem Bestreichen mit der Buttercreme für eine Stunde in den Kühlschrank stellen, damit das Frosting wieder schön fest wird.

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Backtipps

  • Teige mit Backpulver am besten sofort backen, durch zu langes Stehen kann der Teig sonst an Backkraft verlieren.
  • Für Eischnee immer eine fettfreie Schüssel nehmen, sonst gelingt er nicht.
  • Mürbeteig immer gründlich verkneten, bis keine Fettflöckchen mehr sichtbar sind. Die schmelzen beim Backen und geben kleine Löcher.
  • Wird eine größere Menge Sahne mit dem Handrührer geschlagen, am besten in zwei Portionen aufteilen. Sonst dauert es zu lange und die Sahne wird nicht richtig fest.
  • Biskuit immer über Kopf in der Form auf dem Kuchengitter abkühlen lassen, damit von unten Luft an den Teig kommt und sich die Feuchtigkeit nicht staut.
  • Für abgeriebene Zitronenschale nur die gelbe Schale abreiben und möglichst nicht die darunterliegende weiße Haut. Diese weiße Haut schmeckt oft etwas bitter.
  • Mürbeteig vorm Backen mehrmals mit einer Gabel einstechen, damit sich keine Luftblasen bilden können.
  • Buttercreme beim Abkühlen gelegentlich umrühren, damit sich keine Haut bildet, oder Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche legen.
  • Eier, Zucker und Salz für Biskuit mindestens 8 Minuten dickcremig schlagen. Die Eimasse sollte ganz feinschaumig und nicht mehr flüssig sein.
  • Beim Eiertrennen darauf achten, dass kein Eigelb zum Eiweiß in die Schüssel kommt. Selbst mit wenig Eigelb lässt sich das Eiweiß nicht mehr richtig steif schlagen.
  • Für Rührteig erst Butter, Zucker und Salz hell und cremig schlagen, dann die Eier unterrühren und Mehl und Backpulver am Schluss nur ganz kurz rühren. So bleibt der Teig schön locker.
  • Eischnee hat die richtige Festigkeit, wenn sich an den Schneebesen kleine Eischneespitzen bilden und der Eischnee beim Umdrehen der Schüssel standfest bleibt.
  • Mürbeteig nach dem Kneten kalt stellen. Er wird durch den hohen Fettanteil schnell weich - kalt lässt er sich besser ausrollen.
  • Blattgelatine immer einzeln in kaltem Wasser einweichen. Werden die Blätter als dicker Stapel ins Wasser gelegt, können sie außen verkleben und quellen dann in der Mitte nicht mehr.
  • Für Biskuitteig Mehl sieben und mit einem Schneebesen unterheben. Dabei nicht so viel rühren, weil der Teig sonst seine Luftigkeit verliert und nicht mehr schön aufgeht.


Rezepte für das perfekte Cupcake-Frosting

Chili-Schoko-Creme Je 1?4 TL gemahlenen Kardamom und Chilipulver und eine Prise feines Meersalz unter die Butter-Frischkäse-Creme rühren. Die Creme mit 1 EL gesiebtem Kakaopulver bestäuben, dabei nicht verrühren. Mit einem Löffel einen Klacks Butter-Frischkäse-Creme auf die Cupcakes geben, so marmoriert sich die Creme.

Kokos-Vanille-Creme Das Mark von einer Vanilleschote und 30 Gramm Kokosraspel unter die weiche Creme rühren. 30 Minuten kalt stellen, damit sie sich anschließend besser spritzen lässt. Erst dann auf die Cupcakes spritzen. Mit Kokoschips oder -raspeln dekorieren.

Minzcreme & Himbeertupfen Die Creme mit einigen Tröpfchen grüner Speisefarbe einfärben und mit einer Prise feinem Meersalz und Pfefferminzöl (aus der Apotheke) abschmecken. Dabei vorsichtig dosieren, damit es nicht zu intensiv wird. Mit einem Teelöffel rote Tupfen aus glatt gerührtem Himbeergelee oder passierten Himbeeren auf die Creme träufeln.

Ricotta-Fruchtcreme Statt mit Frischkäse die Creme mit 175 Gramm Ricotta zubereiten. Obendrauf kommen pürierte Früchte, Konfitüre oder Fruchtaufstrich (enthält weniger Zucker). Bei unseren Cupcakes (siehe oben) haben wir Maracujamark verwendet.

Lavendelcreme 1 bis 2 EL getrocknete Lavendelblüten fein hacken, unter die Butter-Frischkäse-Creme rühren. Im Kühlschrank fest werden lassen, dann auf die Cakes spritzen. Mit Zuckerperlen bestreuen.

Produktion: Marion Swoboda Styling: Dörthe Schenk Fotos: Thomas Neckermann Ein Artikel aus BRIGITTE

Kommentare (1)

Kommentare (1)

  • Anonymer User
    Anonymer User
    In Amerika habe ich entdeckt, dass Der Teig von Cupcakes immer nahezu weiß ist und auch nur das Eiweiß und nicht das Eigelb verwendet wird. Haben Sie hierzu Original-Rezepte?

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