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Käsekuchen: Bewährte Familien-Rezepte

Der beste Käsekuchen der Welt ist natürlich nach einem Familien-Rezept gebacken. Die schönsten Rezepte für Käsekuchen - präsentiert von ihren größten Fans: den Töchtern und Enkelinnen der Bäckerinnen.

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Die Käsekuchen-Bäckerinnen: Ameli Uhlig, Anne Petersen, Nadine Lohmann, Birgit Jalonen, Imke Zöllner (von links nach rechts)

Die Käsekuchen-Bäckerinnen: Ameli Uhlig, Anne Petersen, Nadine Lohmann, Birgit Jalonen, Imke Zöllner (von links nach rechts)

Klar, ohne Butter, Zucker, Eier, Mehl als Grundlage geht nichts. Aber schon bei der Käsemasse, der der Käsekuchen seinen Namen verdankt, scheiden sich die Geister: Sie kann aus Schichtkäse gemacht sein, aus Mascarpone, Ricotta oder einfach aus Quark. Und bei dem muss man sich auch noch zwischen Vollfettstufe, Halbfett- und Magerquark entscheiden.

Auch um den richtigen Teig für Käsekuchen gibt es Glaubenskriege: Die einen schwören auf Käsekuchen mit Keksboden, die anderen bevorzugen einen schlichten Mürbteig, mit oder ohne Kakao. Puristinnen machen ihren Käsekuchen sogar ganz ohne Teig - für den ultimativen, schnörkellosen Käsekuchen-Genuss. Sie würden ihren Käsekuchen nie mit Streuseln, Rosinen oder Beeren aufpeppen, wie experimentierfreudigere Bäckerinnen es tun.

Egal ob raffiniert oder ganz pur: Mit Puddingpulver oder Käsekuchenhilfe lässt sich verhindern, dass die Käsecreme in der Mitte des Kuchens einsinkt. Eischnee macht die Masse locker und cremig. Wer es noch fluffiger mag, hebt geschlagene Sahne unter. Die macht den Käsekuchen aber noch gehaltvoller, als er ohnehin schon ist: Ein Stück Käsekuchen kann es schnell auf 400, 500 Kalorien oder mehr bringen.

Auch in anderen Ländern ist Käsekuchen beliebt, etwa in Amerika. Die Amerikaner machen ihren Cheesecake mit Doppelrahmfrischkäse - daher ist die Käsemasse kompakter als beim deutschen Käsekuchen üblich.

Die Rezepte für Käsekuchen werden in vielen Familien seit Generationen überliefert. Und die Töchter und Enkelinnen sind sich sicher: Keine backt so einen guten Käsekuchen wie Mama oder Oma. Wir haben fünf junge Frauen gebeten, uns ihr Familienrezept für Käsekuchen zu verraten.

Backtipps

  • Teige mit Backpulver am besten sofort backen, durch zu langes Stehen kann der Teig sonst an Backkraft verlieren.
  • Für Eischnee immer eine fettfreie Schüssel nehmen, sonst gelingt er nicht.
  • Mürbeteig immer gründlich verkneten, bis keine Fettflöckchen mehr sichtbar sind. Die schmelzen beim Backen und geben kleine Löcher.
  • Wird eine größere Menge Sahne mit dem Handrührer geschlagen, am besten in zwei Portionen aufteilen. Sonst dauert es zu lange und die Sahne wird nicht richtig fest.
  • Biskuit immer über Kopf in der Form auf dem Kuchengitter abkühlen lassen, damit von unten Luft an den Teig kommt und sich die Feuchtigkeit nicht staut.
  • Für abgeriebene Zitronenschale nur die gelbe Schale abreiben und möglichst nicht die darunterliegende weiße Haut. Diese weiße Haut schmeckt oft etwas bitter.
  • Mürbeteig vorm Backen mehrmals mit einer Gabel einstechen, damit sich keine Luftblasen bilden können.
  • Buttercreme beim Abkühlen gelegentlich umrühren, damit sich keine Haut bildet, oder Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche legen.
  • Eier, Zucker und Salz für Biskuit mindestens 8 Minuten dickcremig schlagen. Die Eimasse sollte ganz feinschaumig und nicht mehr flüssig sein.
  • Beim Eiertrennen darauf achten, dass kein Eigelb zum Eiweiß in die Schüssel kommt. Selbst mit wenig Eigelb lässt sich das Eiweiß nicht mehr richtig steif schlagen.
  • Für Rührteig erst Butter, Zucker und Salz hell und cremig schlagen, dann die Eier unterrühren und Mehl und Backpulver am Schluss nur ganz kurz rühren. So bleibt der Teig schön locker.
  • Eischnee hat die richtige Festigkeit, wenn sich an den Schneebesen kleine Eischneespitzen bilden und der Eischnee beim Umdrehen der Schüssel standfest bleibt.
  • Mürbeteig nach dem Kneten kalt stellen. Er wird durch den hohen Fettanteil schnell weich - kalt lässt er sich besser ausrollen.
  • Blattgelatine immer einzeln in kaltem Wasser einweichen. Werden die Blätter als dicker Stapel ins Wasser gelegt, können sie außen verkleben und quellen dann in der Mitte nicht mehr.
  • Für Biskuitteig Mehl sieben und mit einem Schneebesen unterheben. Dabei nicht so viel rühren, weil der Teig sonst seine Luftigkeit verliert und nicht mehr schön aufgeht.




Käsekuchen mit Amarenakirschen von Ameli Uhlig

Ameli Uhlig tritt an mit einem Käsekuchen-Rezept ihrer Mutter - verfeinert durch Kirschen, wie in Amelis geliebtem Clafoutis. Die Grundlage ist ein Kakao-Mürbteig, obendrauf kommen Schichtkäse und Mascarpone.

Zum Rezept:
Käsekuchen mit Amarenakirschen

Käsekuchen mit Streuseln von Anne Petersen

Anne Petersens Rezept für den Käsekuchen mit Streuseln stammt von ihrer Großmutter aus Flensburg. Annes Oma rührt Rosinen, Orangenlikör und ein halbes Pfund Butter in die Quarkmasse - das macht den Käsekuchen so üppig und gut.

Zum Rezept:
Käsekuchen mit Streuseln

Käsekuchen mit Blaubeeren von Imke Zöllner

Imke Zöllner liebt den Käsekuchen, den sie als Kind bei ihrer Tante bekam: mit Blaubeeren oder anderen Beeren. Einen Boden braucht dieser Käsekuchen nicht: Etwas Dinkelmehl und Puddingpulver geben der Masse genug Stand.

Zum Rezept:
Käsekuchen mit Blaubeeren

Käsekuchen von Nadine Lohmann

Freundinnen reißen sich um Nadine Lohmanns klassischen Käsekuchen nach Mamas Art. Denen verraten wir lieber nicht, dass 500 Gramm Sahne das Geheimnis seines guten Geschmacks sind...

Zum Rezept:
Käsekuchen

Käsekuchen mit Limette von Birgit Jalonen

Birgit Jalonen backt Käsekucnen so wie in ihrer finnischen Familie: mit Keksbröselboden, Limette und Ricotta.

Zum Rezept:
Käsekuchen mit Limette

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  • Text: Angelika Unger
    Fotos: Mark Seelen
BRIGITTE
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