Plätzchen
Zimtsterne: Das perfekte Rezept

Das klassische Rezept für Zimtsterne plus tolle Varianten und Tipps von unseren Back-Profis. Damit werden Ihre Zimtsterne perfekt.

Zimtsterne

Foto: Thomas Neckermann

Zimtsterne gehören zu den beliebtesten Plätzchen auf dem bunten Teller. Doch ungeübte Bäckerinnen verzweifeln oft an ihnen: Der Teig klebt, der Guss glänzt nicht, die fertigen Zimtsterne sind steinhart. Die Back-Profis aus der BRIGITTE-Küche wissen, was schief laufen kann, und verraten ihre Profi-Tipps für perfekte Zimtsterne.

Der Teig klebt beim Ausrollen und Ausstechen?

Sind die Eier zu groß, stimmt das Verhältnis zwischen festen und flüssigen Zutaten nicht mehr. Wenn nicht anders angegeben, brauchen Sie für BRIGITTE-Rezepte Eier der Größe M! Zimtsterne-Teig ist allerdings immer relativ klebrig. Mit diesen Tricks können Sie besser mit ihm arbeiten.

Nehmen Sie einen großen Gefrierbeutel (sechs Liter) und geben Sie eine Portion Teig hinein. Nun rollen Sie den Teig im Gefrierbeutel aus - so klebt nichts am Nudelholz fest. Teilen Sie den Teig am besten in kleinere Portionen auf, das macht Ihnen die Arbeit später leichter.

Gut gekühlter Teig klebt weniger. Daher legen Sie die Teigplatte nach dem Ausrollen am besten im Gefrierbeutel in den Kühlschrank. Später dann einfach den Gefrierbeutel an einer Seite aufschneiden, die obere Folie wegklappen und die Zimtsterne ausstechen. Den Ausstecher zwischendurch in Puderzucker zu drücken, damit der Teig nicht daran festklebt. Der Teig ist immer noch zu klebrig? Dann noch mal zurück in den Kühlschrank damit!

Mit einer Palette lassen sich die ausgestochenen Plätzchen gut von der Arbeitsplatte aufs Blech bugsieren. Wer keine hat: Mit einem breiten Küchenmesser geht's auch.

Die Zimtsterne werden zu dunkel?

Wie alle Plätzchen sollten Sie auch Zimtsterne auf der mittleren Schiene backen und möglichst immer nur ein Blech in den Ofen schieben. Wenn Sie direkt vorher andere Plätzchen gebacken haben, müssen Sie den Ofen eventuell erst abkühlen lassen - denn Zimtsterne brauchen nicht viel Hitze.

Da jeder Ofen unterschiedlich schnell aufheizt, können die Backzeiten etwas variieren. Falls Sie sehen, dass die Zimtsterne zu dunkel werden: am besten mit Backpapier bedecken oder eine Schiene höher ein leeres Backblech einschieben.

Die Zimtsterne glänzen nicht?

Eischnee und Puderzucker dürfen nicht zu heftig verrührt werden. Den Puderzucker nur vorsichtig unterheben, der Guss wird sonst zu fest. Die Mischung sollte homogen und zähflüssig sein.

Die Zimtsterne sind hart?

Weich und mürbe essen wir Zimtsterne am liebsten - warum nur werden sie manchmal steinhart? Das kann passieren, wenn die Zimtsterne zu lange im Ofen waren und ausgetrocknet sind. Also immer gut vorheizen! Zimtsterne sind fertig, wenn der Boden anfängt braun zu werden. Nicht wundern, wenn die Zimtsterne dann noch sehr weich sind - beim Abkühlen werden sie fest.

Der Grund kann auch sein, dass Sie zu viel Eiweiß-Puderzucker-Mix für den Guss beiseite gestellt haben und deshalb zu wenig davon im Teig gelandet ist. Halten Sie sich genau ans Rezept!

Außerdem mögen es Zimtsterne gar nicht, wenn man sie in luftdicht schließenden Dosen lagert. Darin fehlt ihnen die Luftfeuchtigkeit. Zimtsterne immer in Blechdosen mit lose aufgelegtem Deckel aufbewahren. So verpackt sind sie etwa einen Monat haltbar.

Sind die Zimtsterne hart, ist nicht alles verloren: Wenn Sie ein Stück Apfel oder Brot in die Dose legen, werden sie etwas weicher. Den Apfel aber regelmäßig austauschen, er kann schimmeln! Oder Sie nehmen die Zimtsterne einfach aus der Dose heraus und lassen sie ein bis zwei Tage mit einem Tuch bedeckt offen stehen.

Resteverwertung: Was mache ich mit dem Eigelb?

Beim Zimtsterne-Backen bleibt immer Eigelb übrig. Gut verbrauchen lässt es sich bei Plätzchen-Rezepten, für die nur Eigelb gebraucht wird - beispielsweise Mürbeteig-Plätzchen.

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  • Text: Angelika Unger
    Fotos: Thomas Neckermann, Heino Banderob
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