Zwei schöne große Artischocken sollen es heute sein, so wie sie auf den Feldern in der Bretagne wachsen. Ich brauche für die beiden Artischocken einen sehr großen Topf, in dem ich mehrere Liter Wasser zum Kochen bringe.
Inzwischen putze ich die Artischocken - dazu ziehe ich mir auf jeden Fall Einmalhandschuhe an, denn die Hände werden sonst schwarz, und Artischocken können auch ziemlich piksen. Zunächst schneide ich mit einem scharfen Brotmesser die Spitze großzügig ab - das obere Drittel wird es auf jeden Fall. Dann ziehe ich die großen äußeren Blätter komplett ab, schön der Reihe nach. Ich schneide rundherum alles gerade und schneide auch den Strunk glatt. Aufgepasst: Für all das braucht man ein wirklich scharfes Messer!
Rundherum reibe ich dann die Artischocke mit Zitrone ab. Ich nehme aber immer nur sehr wenig Zitrone - die blaugraue Farbe der Artischocke ist kein Problem, sie schmeckt einfach besser, wenn keine oder nur wenig Zitrone dran ist. Anschließend hole ich das Heu mit einem Melonenausstecher aus der Mitte heraus. Geschafft! Die Artischocken gebe ich so vorbereitet in das sprudelnd kochende Salzwaser.
Nach etwa einer halben Stunde sind die Artischocken gut, ich hole sie mit der Schaumkelle aus dem Topf und gebe sie zum Abschrecken in eiskaltes Wasser. Ich nehme dann das Stroh ab, schön vorsichtig mit Liebe, und alle verbliebenen Blätter, so dass ich nur noch die puren Artischockenherzen habe. Den Rest hole ich mit dem Löffel heraus, auch den Stiel. Nebenbei habe ich 150 Gramm grüne Bohnen gekocht und ebenfalls in Eiswasser abgeschreckt. Die Bohnen schneide ich in kleine Stückchen von etwa einem halben Zentimeter Länge. Ich enthäute jetzt noch eine schöne Roma-Tomate, entkerne sie und würfele das Tomatenfleisch fein.
Und in einer kleinen Pfanne röste ich noch Pinienkerne, etwa zehn Gramm. Sie brauchen ein wenig Aufmerksamkeit, denn sie sollen braun, aber nicht schwarz werden.













