Gnocchi selber machen - in rot und grün

Lea Linster zeigt Ihnen, wie Sie Gnocchi selber machen: grün mit Spinat und rot mit Paprika. Italienisch köstlich - egal ob solo, zu Kalb oder zu Huhn.

Gnocchi selber machen macht natürlich ein bisschen Arbeit, daher empfehle ich Ihnen, den Teig in der doppelten Menge zu machen. Für das Rezept brauche ich nur 500 Gramm vom Teig, aber die andere Hälfte können Sie wunderbar einfrieren.

Für die Gnocchi bringe ich einen halben Liter Wasser mit einem Teelöffel Salz und 150 Gramm Butter zum Kochen. Ich ziehe den Topf kurz vom Feuer und gebe dann 300 Gramm Mehl in einem Schwung hinein, verrühre das Mehl kräftig. Wenn sich alles gut verbunden hat, nehme ich den Topf wieder auf die heiße Herdplatte und rühre so lange weiter, bis ich einen dicken, festen, glatten Klumpen bekommen habe. Nun arbeite ich acht Eier darunter. Dafür gebe ich den Teig in die Küchenmaschine und die Eier dazu. Der Teig wird geschlagen, bis er schwer reißend vom Löffel fällt. Erscheint er Ihnen noch zu fest, können Sie gern noch ein Eigelb darunterziehen.

Voilà. Ich messe nun die Hälfte vom Brandteig ab und gebe einen kleinen Klacks in kochendes Salzwasser, um zu probieren, ob der Teig perfekt ist. Ist das der Fall, halbiere ich meine Teigmenge noch einmal.

Für die grünen Gnocchi hacke ich dann etwa 100 Gramm Blattspinat (ein kleiner Ziegel TK-Spinat) und presse die Flüssigkeit gut aus. Ich schneide frisches Basilikum klein. Vier bis fünf Esslöffel gebe ich mit dem fein gehackten Spinat unter die eine Hälfte der Teigmenge, dazu vier Esslöffel frisch geriebenen Parmesan.

Für die roten Gnocchi nehme ich spanische rote Dosen-Paprika (Pimientos del piquillos). Das Öl gut abtupfen! 50 Gramm Paprika schneide ich sehr fein, mische fünf bis sechs Esslöffel von den Würfelchen und vier Esslöffel frisch geriebenen Parmesan unter die zweite Teighälfte.

Ich probiere die Teige noch einmal und gebe eventuell etwas Salz hinein. Meine Gnocchi kann ich jetzt in kochendem Salzwasser garen. Eleganter ist es, sie auf Dampf zu machen, dann werden sie nicht so weich und nass. Ich gebe also die Masse jeweils in einen Spritzbeutel, belege ein kleines Blech mit Backpapier und spritze die Gnocchi- Masse in langen Streifen darauf.

Das Blech gebe ich für etwa acht Minuten bei 90 Grad in den Dampfgarer - so werden die Gnocchi perfekt. Wie gesagt, wenn Sie keinen Dampfgarer haben, geht es auch im Topf. Dann gibt man die Gnocchi- Masse einfach vom Spritzbeutel auf einen Teelöffel und dann ins Wasser - so wird's schön und schön gleichmäßig.

Zu den roten Gnocchi mache ich eine Tomaten-Beilage: Ich gebe zwei Esslöffel Olivenöl in die Kasserolle, schneide eine kleine Zwiebel und 200 Gramm Tomaten fein, gebe zwei Knoblauchzehen, eine große Prise Zucker und eine kleine Prise Salz dazu und lasse alles köcheln. Die roten Gnocchi hole ich aus dem Dampf und schneide sie schräg in etwa fünf Zentimeter lange Stücke. Oder ich gare sie im Topf, fische sie mit der Schaumkelle heraus und lasse sie gut abtropfen. Die rote Soße passiere ich durchs Sieb, gebe noch ein paar fein geschnittene Kirschtomaten dazu und mische die Soße dann mit den roten Gnocchi.

Zu den grünen Gnocchi gibt's noch ein Basilikumsößchen: Ich brauche fünf bis sechs Esslöffel frisches Basilikum, wie immer fein geschnitten. In eine kleine Pfanne gebe ich dann sechs bis acht Esslöffel Wasser und bringe es zum Kochen. Darin zerlasse ich eine gute Nuss kalte Butter und etwas Zitrone - so wird es eine Emulsion, in der ich die grünen Gnocchi schwenke. Das frische Basilikum darüber, fertig!

Rote und grüne Gnocchi in ihren Soßen drapiere ich auf vier Teller oder in kleine Schälchen. Die Gnocchi schmecken solo oder auch zu hellem Fleisch - Kalb oder Huhn - absolut köstlich. Genießen Sie's!

So gelingen Lea Linsters Gnocchi

1. Brandteig machen, er muss schwer reißend vom Löffel fallen.

2. Für rote Gnocchi: Paprikaschoten (in Öl) sehr fein schneiden.

3. Die fertig gemischten Gnocchi-Teige füllt Lea in Spritzbeutel, gibt sie in langen Streifen aufs Blech.

4. Im Salzwasser gegarte Gnocchi herausfischen und gut abtropfen lassen.

Fotos: Thomas Neckermann Ein Artikel aus BRIGITTE

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