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Vanessa bereitet den Salat vor
16 Uhr: Lollo Rosso, Romana, Chicoree: Ich wasche Unmengen Salat, halbiere Cocktailtomaten, umwickle Lachsstücken mit Parmaschinken. Vor drei Tagen habe ich die E-Mail mit unserer Dinner-Route für das Jumping Dinner bekommen. Wir wurden für die Vorspeise eingeteilt. "Dreierlei Fischkonfekt an sommerlichem Salatbouquet mit Mango-Chili-Dip" wollen wir servieren. Der Name macht auf jeden Fall schon mal etwas her.
18 Uhr: Tisch gedeckt, Dressing angerührt, Fisch gewürzt. Meine Freundin Vanessa und ich sind soweit - nur unsere Gäste beim Jumping Dinner lassen auf sich warten. Und ich bin ein bisschen nervös. Schon komisch, wildfremde Menschen in der eigenen Wohnung zu bekochen.
18.20 Uhr: Inzwischen sind alle da, der Aperitif - Prosecco mit Erdbeeren - schmeckt und wir unterhalten uns nett. Letitia kommt aus Madrid, ihre Kochpartnerin fotografiert gern und tut auf ihrem T-Shirt das Motto "Schöne Männer und Weltfrieden" kund. Das kann man nur unterstützen. Als zweites Team sitzen Nils und Nina mit am Tisch. Sie alle kannten sich vorher nicht. Wer sich einzeln anmeldet, dem wird ein Kochpartner zugeteilt.
18.45 Uhr: Höchste Zeit für den ersten Gang. Wir braten Lachs, Pangasiusfilets und Riesengarnelen an. Schön auf dem Salat drapieren, Kresse und Dill darüber streuen, dann wird serviert. Wir trinken Weißwein und reden über stolze Spanier, die Wohnungssuche in Hamburg und Schrottwichteln an Weihnachten. Gesprächspausen gibt es zum Glück keine.
19.30 Uhr: Offenbar hat das Jumping Dinner geschmeckt: Die Teller sind leer und wir erleichtert. Die Vorspeise ist schon mal geschafft. Die anderen wollen langsam los, sie sind gleich mit dem Hauptgang dran. Fürs Aufräumen bleibt wenig Zeit. Zwischen uns und dem zweiten Gang liegen noch 20 Minuten Fahrt mit der U-Bahn.
20.20 Uhr: Mist, wir sind zu spät. Laut Plan des Jumping Dinner sollten wir jetzt bei Peer die Hauptspeise essen. Stattdessen stehen Vanessa und ich einer Frau gegenüber, die uns skeptisch mustert. "Hallo, wir wollen zum Jumping Dinner" - "Ja, aber bestimmt nicht bei mir!" Wir haben uns in der Hausnummer geirrt und bei den Falschen geklingelt. Peinlich.













