Königin-Pastete: Ein königlicher Genuss

Spitzenköchin Lea Linster bereitet Königin-Pastete zu - aber was für eine: Sie füllt die große Pastete mit Hähnchenfleisch und Pilzen.

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Ach, Königin-Pastete finden Sie langweilig, weil Ihre Großmutter die beim Stadtbummel im Café aß? Dann probieren Sie doch einfach einmal meine Variante: eine große Pastete, gefüllt mit Hähnchenfleisch und Pilzen.

Für die Pastete nehme ich sechs Scheiben Tiefkühl-Blätterteig (450 Gramm) und lasse sie auftauen. Dann gebe ich ein wenig Mehl auf die Arbeitsfläche und rolle jeweils zwei Scheiben zu einem Quadrat von etwa 24 cm Seitenlänge aus. Daraus schneide ich je einen Kreis von 22 cm Durchmesser - am besten mit einem Topfdeckel. Nun nehme ich einen kleineren Topfdeckel von 20 cm Durchmesser und schneide aus zweien der Teigkreise noch einen kleineren Kreis aus, so dass ich zwei schöne Blätterteig-Ringe von zwei Zentimeter Breite erhalte.

Die große Teigplatte steche ich mehrmals mit einer Gabel ein. Ich nehme dann ein Eigelb und bestreiche den Rand etwa zwei Zentimeter breit mit Eigelb. Darauf lege ich den ersten der Teigränder und drücke ihn leicht fest. Ich steche ihn mit einer Gabel mehrmals ein, bestreiche ihn mit Eigelb und lege den zweiten Teigring darauf. Den Rand kerbe ich mit einem Messer mehrmals ein. So, nun habe ich schon einmal den Pastetenboden und den Rand, der nachher im Ofen gut aufgehen soll.

Alle Reste lege ich übereinander, rolle sie nochmals aus. Ich schneide daraus einen Kreis (22 cm), bestreiche ihn mit Eigelb und verziere mit dem Messer von der Mitte aus - das wird der Pastetendeckel. Ich heize den Backofen auf 220 Grad (Umluft 200 Grad) vor, um sie in einer halben Stunde luftig und goldbraun zu backen. Danach lasse ich sie bei 120 Grad im Ofen nachtrocknen.

Inzwischen widme ich mich der Füllung: Ich gebe zwei Esslöffel geklärte Butter in die Pfanne, dazu zwei bis drei halbierte Knoblauchzehen und einen Zweig Thymian. Darin dünste ich vier Hähnchenbrustfilets (à ca. 175 Gramm), die ich vorher mit Salz und Pfeffer würze. Das Fleisch soll kaum Farbe annehmen, ich lasse es zugedeckt auf dem ausgeschalteten Herd.

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  • Fotos: Thomas Neckermann
    Ein Artikel aus der BRIGITTE 09/09