Unvergesslich gut: Käsekuchen

Lea Linster schreibt heute über die Kunst, Käsekuchen zu backen.

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Ich gehöre zu der Gruppe Menschen, die Käsekuchen über alles lieben. Und dabei kommt es mir manchmal so vor, als hätten Käsekuchenesser ein geheimes Erkennungszeichen, sie ziehen sich an und sind sich auf Anhieb sympathisch. Überall, wo ich auf der Welt hingekommen bin, habe ich deshalb Käsekuchen gekostet und manche Überraschung dabei erlebt. New York hat mich zum Beispiel sehr beeindruckt, zwar nicht mit dem berühmten Lindy's Cheesecake, der war mir zu kompakt. Aber der auf der 5th Avenue bei Saks hatte es mir angetan. Gott, war der schön cremig und nicht mal zu fett oder zu schwer. Ein kleines Wunder in Amerika, denn dort wird er ja mit Philadelphia-Käse gemacht, der ist etwas salziger und mächtiger als Quark.

Ich finde, in den Käsekuchen darf kein falscher Geschmack hinein, weder Zitrone noch Rosinen oder sonstwas. Käsekuchen soll nach Käse schmecken! Etwas süß darf er sein, nicht zu viel, einen Hauch Salz darf der Geschmack haben und sonst einfach pur. Für mich hat Käsekuchen die subtilste und interessanteste Fadheit der Welt! Dafür müssen Konsistenz und Geschmack harmonieren. Leicht schaumig und etwas cremig muss die Füllung sein, auf keinen Fall gipsig. Genauso ist es mit Teig und Füllung: Geschmack und Konsistenz müssen harmonisch sein. Ich persönlich liebe einen etwas krossen Zuckerteig oder eine Pâte brisée, einen Mürbeteig, wie ihn die Franzosen machen.

Richtig guten Käsekuchen kann man einfach nicht vergessen, der bleibt ewig im Gedächtnis. Nach meinem Abiturexamen nahm ich einen Ferienjob an, um zu trainieren, ob ich es allein im Ausland aushalten könnte. Fürs spätere Studium war das wichtig. So kam ich im Sommer in die Schweizer Berge nach Pontresina. Es war wohl schöner da als in Frisange, aber so weit weg von meinem geliebten Umfeld. Meine gewohnte Lebensfreude wollte sich nicht so richtig einstellen, ich hatte Heimweh und tat lustlos, was ich eben zu tun hatte. Doch dann kam Emile, der Chef der hauseigenen Konditorei, und rettete mein geliebtes Leben mit einem wunderbaren Stück Käsekuchen! Meine Stimmung änderte sich schlagartig: Sein Käsekuchen war sooo gut, dass ich blieb und die zwei schönsten Monate meiner Studentenzeit verbrachte.

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Letzte Kommentare
  • BRIGITTE.de-Team
    am 21.02.11 um 09:56
    Liebe Nicki,

    Ihre Anmerkung können wir nicht ganz nachvollziehen: Wie auch im Artikel oben zu lesen ist, soll der Kuchen 20 Minuten bei 200 Grad und dann etwa 35 Minuten bei 170 Grad gebacken werden. In die Füllung kommen 120 bis 150 Gramm Zucker (siehe oben).

    Herzliche Grüße,
    Ihr BRIGITTE.de-Team

  • Nicki
    am 19.02.11 um 16:10
    Beim im Heft abgedruckten Rezept fehlt die Angabe bei welcher Temperatur und wie lange der Kuchen gebacken werden soll. Nur 1 EL Zucker für den ganzen Kuchen erscheint mir etwas wenig.
    Spitzenköchin vielleicht - Spitzenkonditorin nein!
  • olivenoel
    am 24.01.10 um 14:13
    Ich bin auch ein grosser Fan vom Käsekuchen.
    Letztes Jahr habe ich den besten Käsekuchen auf einer Geburtstagsfeier gegessen.Ich konnte nicht mehr aufhören,so gut schmeckte er.Nach 3 Stückern stellte ich den Kuchen weit weg.
 
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