Tomaten-Artischocken-Salat à la Linster

Was Spitzenköchin Lea Linster liebt und wie sie es verarbeitet. Diesmal: Salat mit Kirschtomaten und gebratenen Artischocken.

  • 0 Kommentare
  •  
  •  

Ich habe ziemlich lange nach einer Methode gesucht, kleine Kirschtomaten so perfekt zuzubereiten, dass man sie wirklich leicht essen kann. Denn wir wissen ja, dass sie nichts lieber mögen, als auf dem Teller wegzuflutschen. Und wenn man es dann endlich geschafft hat, sie aufzuspießen, spritzen sie gern mal gegen die weiße Bluse. Wenn sie allerdings so zubereitet sind wie hier, haben sie dazu keine Chance mehr!

Zuerst kümmere ich mich also um die Tomaten. Ich wasche 300 Gramm kleine Strauchtomaten, die Roma schmecken am besten. Danach pflücke ich sie ab. Mit einer Pinzette oder einem kleinen scharfen Messer hole ich die Stielansätze heraus und lege die Tomaten auf ein Kuchengitter. Darunter stelle ich ein Backblech, um die Arbeitsfläche zu schonen, denn nun brenne ich die Tomatenhaut kurz mit einem kleinen Bunsenbrenner an.

Ich drehe die Tomaten um und mache es genauso mit der anderen Seite. Die Haut platzt durch die Hitze auf und lässt sich ganz leicht abziehen. Die Tomaten bleiben dabei herrlich rot und ganz wunderbar in Form. Man kann sie aber auch normal enthäuten: einritzen und kurz mit kochendem Wasser überbrühen. Die enthäuteten Kirschtomaten lege ich nebeneinander in eine feuerfeste Form.

Inzwischen habe ich den Backofen auf 80 Grad vorgeheizt. Ich bestäube die Tomaten noch mit etwas Puderzucker, salze sie kräftig mit Meersalz aus der Bretagne und gieße Olivenöl in die Form, so dass die Tomaten ganz bedeckt sind. Die Form gebe ich für zehn bis 15 Minuten in den vorgeheizten Ofen, um die Tomaten zu erwärmen und ein bisschen zu garen.

Ich schäle jetzt für jeden Gast eine oder zwei ganz kleine Artischocken, am liebsten nehme ich die violetten aus Nizza. Ich schneide alle harten Teile ab und hole dann mit einem kleinen Melonenausstecher das Stroh auf der Unterseite heraus. Übrig bleiben nur die Artischockenherzen, die ich in schmale Scheiben schneide.

Ein Tipp: Artischocken putze ich immer mit Küchenhandschuhen, denn sie hinterlassen gern schwarze Spuren an den Händen - und können auch ganz schön stechen!

Seite:

  1. 1
  2. 2
  • BRIGITTE 16/08
    Fotos: Thomas Neckermann
Letzte Kommentare
  • Noch kein Kommentar vorhanden. Möchten Sie einen Kommentar schreiben? Das können Sie im Eingabefeld unten.
Kommentar schreiben
Wird nicht angezeigt.
Unter diesem Namen erscheint Ihr Kommentar
Bitte schreiben Sie den Sicherheitscode ab * Andere Zeichenfolge
noch 1000 Zeichen übrig!
Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder, alle anderen sind optional.
BRIGITTE im ABO