Lebensmittel-Lieferservice
"KommtEssen!": Familienleben aus der Tüte

Ein Gefühl von Feierabend und Frieden

Nichts, was ich sonst kochen würde, aber schauen wir mal. Schauen wollen jetzt auch die Kinder, sie stehen neben dem Herd und möchten wissen, was drin ist in der Tüte. Fünf Minuten später zersäbelt Bonnie den Lauch, Finn hackt die Zwiebeln. Als ich gerade den Fisch in Würfel schneide, ruft meine Freundin Julia an, sie hat nichts vor heute Abend, "komm zu uns", sage ich vergnügt, "es gibt was richtig Gutes".

Nach einer halben Stunde ist Julia da und die Pfanne fertig. Wir sitzen zu viert am Tisch, wir essen und lachen, und plötzlich macht sich ein Gefühl in mir breit, das ich in die Welt der Bullerbü-Romantik und Eltern-Ratgeber-Klugscheißerei verbannt hatte: der Segen einer gemeinsamen Mahlzeit. Ein Gefühl von Feierabend und Frieden. Mini-Pizzen aus der Tiefkühltruhe lösen das nicht aus.

Wir kochen und mampfen uns durch den Wochenplan. Die Frikadellen: der Knaller. Die bunte Schweinefilet-Pfanne mit Chorizo: "Ganz okay." Das Hühnchen mit buntem Ofengemüse: "Oberlecker." Ich finde alles super. Und bin fünf Abende hintereinander in Hochstimmung. Weil ich, wenn mein Arbeitstag vorbei ist, noch was Schönes vorhabe: Kochen nämlich. Ich hatte ganz vergessen, wie viel Spaß mir das macht.

  • Text: Christine Hohwieler
    Fotos: Brita Sönnichsen
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