Ich liebe die aromatischen Steinpilze, die jetzt wieder Saison haben. Zum Beispiel, weil ich sie einfach dünn geschnitten in Butter gebraten und mit etwas fein gehackter Petersilie oder Majoran bestreut als Vorspeise servieren kann. Und sie sind auch ganz wunderbar im Risotto und roh mariniert im feinen Salat.
Fürs Steinpilz-Risotto spüle ich zuerst 200 Gramm speziellen Risotto-Reis, den Arborio, gut unter fließendem Wasser ab und lasse ihn abtropfen.
Inzwischen putze ich eine kleine Schalotte und würfele sie - wie immer mit Liebe und einem scharfen Messer - ganz fein. Ich zerlasse eine gute Nuss Butter im Topf (etwa 30 Gramm), dünste die Zwiebelwürfel darin an und gebe den Reis dazu. Salzen - und immer schön umrühren! Wenn der Reis glasig ist, lösche ich das Ganze mit einem guten Schuss Champagner oder Winzersekt ab.
Dann kommen etwa 600 Milliliter heißer Hühnerfond zum Reis. Den aber schön nach und nach dazugießen, neuer Fond kommt immer erst dann zum Reis, wenn die Flüssigkeit fast gänzlich verdampft ist. Aufgepasst: Beim Risotto muss man danebenstehen und immer wieder gut umrühren!
Nach etwa 20 Minuten habe ich ein wunderbar cremiges Risotto, zum Schluss hebe ich nur noch zwei bis drei Esslöffel geriebenen Parmesan darunter und in diesem Fall auch noch zwei bis drei Esslöffel geschlagene Sahne. Ich schmecke mit Meersalz und frisch gemahlenem Pfeffer aus der Mühle ab. Noch cremiger wird das Risotto, wenn Sie zum Schluss eine Schnitte Butter unterrühren. Wie immer: Machen Sie's ganz nach Geschmack und Lust und Laune.
Die Steinpilze bereite ich extra zu: Ich lasse eine gute Nuss Butter in der Pfanne heiß werden, dass sie schäumt, aber nicht braun wird. Dann sautiere ich 250 Gramm Steinpilze, die ich geputzt und klein geschnitten habe, kurz darin. Nur noch salzen und pfeffern, ein bisschen Majoran hinein und zusammen mit der geschäumten Butter über das Risotto geben. Voilà! Genauso können Sie es übrigens auch mit Pfifferlingen machen.














Ich möchte mich ganz herzlich für all die tollen Rezepte bedanken und natürlich gelingen sie noch einmal so gut, wenn sie mit Liebe gekocht werden.
Besonders gefällt es mir, dass die Rezepte nicht tausend Zutaten enthalten, wie so oft bei Sterneköchen, die dann oft auch schwer zu beschaffen sind, sondern einfache Zutaten enthalten, die das Gericht unterstreichen, statt es total zu verfälschen.
Es ist seit Jahren überfällig das zu sagen.