Bolognese: So wird sie perfekt!

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Bolognese - die Zutaten

Möhren: Karotten, Wurzeln, Mohrrüben, gelbe Rüben, Möhren - Namen gibt es viele für das Allround-Talent. In der Bologenese sorgen sie für die feine Süße, nach langer Schmorzeit auch für die fein-sämige Konsistenz. Beim Einkauf auf feste glatte Möhren achten. Mit oder ohne Grün ist egal, und in Bio-Qualität schmecken sie am besten.

Sellerie: Vom Staudensellerie bleibt garantiert etwas übrig, denn für unsere Bolognese brauchen wir nur zwei Stangen. Der Rest macht sich wunderbar in feinen Würfeln auf Tomatensalat oder noch einfacher auf Butterbrot. Ganz schlau: würfeln und für die nächste Bolognese einfrieren.

Zwiebeln: Normale Haushaltszwiebeln sind prima für die Bolognese. Nehmen Sie eine große, dann gibt es nicht so viele Tränen. Dagegen hilft nachweislich, einen Schluck Wasser im Mund zu behalten, wenn Sie die Zwiebel schälen und schneiden.

Knoblauch: Damit sind wir sparsam, wir nehmen nur eine Zehe. Je frischer der Knoblauch ist, desto besser. Von älteren Zehen den inneren grünen Keim entfernen.

Hack: Wir haben uns auf zwei Sorten geeinigt: Schweinemett liefert den nötigen Fettanteil und ist schon mit Salz und Pfeffer gewürzt. Beefhack, das edle unter den Hackfleischsorten, ist am magersten und von Super-Qualität. Diese spezielle Mischung ist besser, als von vornherein gemischtes Hackfleisch zu nehmen.

Tomaten: frisch oder aus der Dose? Wenn es sonnengreifte frische Tomaten gibt, sind das die Tomaten unserer Wahl. Wenn nicht, sind Dosentomaten allemal besser als die blassen Verwandten aus dem Treibhaus. Für die richtige Konsistenz sorgt bei unser Bolognese auch noch fertiger Tomatensaft. Und Tomatenmark kommt am Anfang zum Hack und gibt die fruchtige Richtung an.

Speck: Speck sorgt für den feinen Rauchgeschmack, den die Bolognese liebt. Wir haben uns nur für ein Stück Speckschwarte entschieden. Die gibt bloß einen Hauch vom Speckaroma in die Soße und wird am Ende herausgefischt. Wir finden, das reicht.

Kräuter: Thymian und Lorbeer geben der Bolognese das typische Aroma. Zum Schluss kommt gern noch frisch gehackte glatte Petersilie dazu. Wirklich erst zum Schluss!

Gewürze: Salz, Pfeffer, Edelsüßpaprika. Denken Sie an die gute Qualität der Gewürze, man schmeckt's! Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, Fleur de Sel und frisches, duftendes, dunkelrotes Paprikapulver.

Die Pasta

Bombardoni: Die raue Oberfläche der großen Nudeln nimmt schön viel Soße auf.

Mafaldine: Sehen aus wie breite Bandnudeln mit Wellenrand. Hübsch, abwechslungsreich und ideal zur Soße.

Tagliatelle: Noch sind's Nester, nach dem Kochen lange Bandnudeln, die Soße lieben.

Spaghetti: Einfach klassisch.

Penne Rigate: Überall zu haben und gut für alle, die viel Soße mögen, weil sie sich auch im Nudel-Inneren versteckt.

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  • Text: Katja Jührend
    Fotos: Thomas Neckermann
    Produktion: Marion Swoboda
    Ein Artikel aus der BRIGITTE
Letzte Kommentare
  • SabineRSA
    am 26.05.12 um 12:51
    Hi, also das Rezept ist definitiv die "ultimative" Bolonaise Sauce. Ich hab schon so viele verschiedene Arten ausprobiert, aber keine hat mich 100%ig zufrieden gestellt. Was den Zucker angeht muss ich bolgna_de leider widersprechen, es hat nix damit zu tun, dass die Möhren süß genug sind. Jeder Haubenkoch wird bestätigen, dass durch Zucker der Geschmack von Tomaten intensiviert und der Geschmack des Gerichtes dadurch "runder" wird. Also bitte Zucker beibehalten! Allerdings würde ich die Sahne bzw. die Milch rauslassen, die hat meiner Meinung nach nix in einer Bolonaise zu tun.
    LG aus Kapstadt
  • bologna_de
    am 13.04.12 um 10:41
    Wer das wirkliche original Rezept sucht, der muss es mindestrens 1000 Mal kochen und jedes mal etwas mit den Zutaten und den Gewürzen variiren. Denn die Bolognese ist eine Hausmannssoße. Ich stamme auch aus Bologna, deshalb weiss ich das. Jede Hausfrau kocht die soße etwas anders, die eine mit viel, die andere mit wenig Tomaten, die einen mit viel Gemüse, bei anderen überwiegt der Fleichanteil. Oder mit Rindhack, die anderen mischen Pancetta oder Salsiccia dazu (große Schweinewurst, ausgelöst).
    Ich bevorzuge doppelt so viel Gemüseeinlage wie Fleisch (Möhren, beide Sellariearten, ev. Pastinaken, je nach Saison), Zwiebel, Knoblauch, gemischtes Hack, genug Rotwein, grobes Küchensalz, etwas Kräuter, Peperoncino, Lorbeer, etwas Rosmarien. Und mindestens 2-3 Stunden köcheln, bis die Farbe auf einen Braunton umstellt (wie aus dem zweiten Foto ersichtlich). Zum schluss moch etwas Muskatnuss, kein Zucker!! (die Karotten sind ja süß genug).
    Nudeln natürlich selbstgemacht, oder L
  • nudelesser
    am 12.04.12 um 13:51
    Hi , ich finde das oft weniger mehr ist ! Sahne , Milch ,Tomatensaft , 1000 Gewürze - oh Mann .
    Also mein Rezept : Gemischtes Hack anbraten , grob gewürfelte Zwiebel mit anschwitzen , Lorbeerblatt - Peffer - Salz und ein Gewürz ( Oregano oder Thymian ) zufügen - mit einer Dose Tomaten ( Roma am Stück ) auffüllen - Brühe ( machs mit Würzel , Mann ) dazu und Knoblauchzehe am Stück ! Mindestens 1 Stunde kochen lassen - besser 2 !! Mit Tomatenmark abbinden , gepresste Knoblauchzehe dazu ( 2 min vor Kochende ) und einen ORDENTLICHEN Schluck Olivenoil zufügen . Mahlzeit !!
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