Hausmannskost
Kohlrouladen wie von Muttern

Das beste Rezept für Kohlrouladen, step by step erklärt! So werden Kohlrouladen bodenständig und einfach gut: Kohlblätter mit Hackfleisch-Füllung schmoren und mit Tomatensauce servieren.

Foto: Slavica Stajic/shutterstock

Kohlrouladen sind ein echter Klassiker der deutschen Hausmannskost: einfach, preiswert und dabei doch soooo gut: ein deftiges Winteressen. In unserem Rezept werden die Kohlrouladen ganz klassisch mit einer Füllung aus Hack und Brötchen gefüllt. Senf macht die Kohlrouladen schön würzig.

Kohlrouladen kann man übrigens auch mit Wirsing oder Spitzkohl zubereiten - und statt mit Fleisch kann man die Kohlrouladen auch vegetarisch füllen, etwa mit Ei oder Bulgur. Neben dem klassischen Rezept für Kohlrouladen finden Sie hier auch einige köstliche Varianten.

Kohlrouladen - Zutaten für 4 Personen

1 kleiner Weißkohl, Salz, 1 Brötchen vom Vortag, 1 Zwiebel, 4 Stiele Petersilie, 500 g gemischtes Hackfleisch, 1 TL Senf, frisch gemahlener Pfeffer, 1 EL Butterschmalz, 200 ml Gemüsebrühe, 300 g passierte Tomaten (Dose oder Tetrapak), 1 EL heller Soßenbinder.

Kohlrouladen zubereiten

Für Kohlrouladen braucht man möglichst große biegsame Blätter. Dafür in einem großen Kochtopf (groß genug für den Kohlkopf) reichlich Wasser aufkochen. Den geputzten ganzen Kohlkopf mit einer großen Fleischgabel am Strunk aufspießen. Eine große Schaumkelle unter den Kohlkopf halten und den Kohl vorsichtig in das kochende Wasser halten.

Nach etwa 30 Sekunden das äußere Kohlblatt am Strunk mit einem kleinen Messer abschneiden und vorsichtig vom Kohlkopf abziehen.

Das abgelöste Kohlblatt aus dem Wasser heben. Nun das nächste jeweils äußere Kohlblatt nach kurzer Kochzeit wieder vom Strunk lösen und herausnehmen. Der Kohlkopf bleibt die ganze Zeit im kochenden Wasser. Durch das Kochen werden die Blätter weich und lassen sich, ohne kaputt zu reißen, vom Kohlkopf lösen.

Damit sich die Blätter gut aufrollen lassen, den harten Mittelstrunk keilförmig herausschneiden oder flacher schneiden.

Die Kohlblätter füllen: Brötchen in kaltem Wasser 10 Minuten einweichen und gut ausdrücken. Zwiebel abziehen und fein würfeln. Petersilie abspülen und trocken schütteln, Blättchen abzupfen und fein hacken. Brötchen, Zwiebel, Petersilie, Hackfleisch und Senf mit den Knethaken des Handrührers gut verkneten und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Jeweils ein Achtel der Füllung auf ein Kohlblatt geben, die Seiten einschlagen und zu einer Kohlroulade aufrollen.

Mit Küchengarn zusammenbinden. Das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Kohlrouladen darin von allen Seiten anbraten. Brühe zugießen und die Rouladen zugedeckt bei mittlerer Hitze 30 Minuten schmoren. Kohlrouladen herausnehmen. Tomaten in die Pfanne geben und aufkochen. Soße mit Soßenbinder binden und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Kohlrouladen mit der Soße servieren.

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Rouladen - das perfekte Sonntagsessen

Rouladen - das klingt immer ein bisschen nach Sonntag, nach Mittagessen bei Mama und Papa, bei Oma und Opa, nach Heimeligkeit und guter deutscher Hausmannskost. Grund genug, sich das Soul Food selber häufiger zu gönnen. Das ist viel einfacher, als man denkt, immer lecker und überraschend vielseitig. Denn wenn wir von Rouladen sprechen, dann sind nicht immer nur die klassische Kohlroulade oder die deftige Rinderroulade gemeint.

Das Wort Roulade bedeutet erstmal nichts anderes als "rollen". Der Begriff kommt aus dem Französischen und bezeichnet beim Kochen jegliche Art gefüllter Rollen - seien sie nun aus dünnen Scheiben Fleisch, aus Fisch, aus Kohlblättern oder aus jeder anderen Sorte Gemüse hergestellt. Hähnchenfilet kann genauso gut gerollt werden wie Wirsingkohlblätter, Zucchinistreifen und Rotkohl. Hier kann man sich einfach vom frischen Gemüse der Saison und den eigenen Lieblingszutaten inspirieren lassen. Es gilt die Faustformel: Ihr könnt es rollen - dann könnt ihr auch Rouladen daraus machen. In unserer Fotostrecke oben gibt es dafür schon einmal jede Menge Inspirationen.

Rinderroulade - den Klassiker selber machen

Die klassische Roulade, wie man sie von zu Hause kennt, ist eine Rinderroulade mit Gewürzgurke, Speck und Senf. Rinderrouladen sind wenig aufwendig in der Vorbereitung, müssen dann aber lange im Ofen schmoren. Lassen sich die kleinen Rollen in etwa 20 Minuten fertig packen, dauert es anschließend noch einmal etwa 1 bis 1,5 Stunden, bis sie direkt aus dem Schortopf auf den Teller kommen können. Doch es lohnt sich zu warten, denn dieser Klassiker schmeckt einfach richtig lecker.

Im ersten Schritt werden die Rouladen abgespült und trocken getupft, dann mit Senf, Salz und Pfeffer gewürzt, mit Speckscheiben und jeweils zwei Gurkenstreifen belegt. Zu guter Letzt die Lauchzwiebeln in Streifen schneiden und die Zwiebeln oben drauf platzieren. Dann die Rouladen fest aufrollen und mit Rouladen-Nadeln oder Holzspießchen feststecken. Jetzt die Rouladen im Schmortopf in Butterschmalz kräftig braun anbraten und dann mit noch mehr Lauchzwiebeln, Rinderfond und Wein oder Saft im geschlossenen Schmortopf etwa eine Stunde lang bei kleiner Hitze schmoren lassen. In unserer Kochschule zeigen wir Schritt für Schritt, wie es geht. Zum Rezept: Rinderrouladen

Kohlrouladen - gute alte Hausmannskost kochen

Fast ebenso beliebt wie Rinderrouladen sind die Kohlrouladen mit Weißkohl und Hackfleischfüllung. Das kann logistisch zu einer kleinen Herausforderung werden, schließlich wird hier der ganze Kohlkopf bearbeitet. Ein großer Kochtopf und eine stabile Fleischgabel sind also unverzichtbar. Eine genaue Anleitung, mit der ihr Kohlrouladen zubereitet, die schmecken wie die gute alte Hausmannskost aus Muttis Küche, gibt es hier: Zum Rezept: Kohlrouladen. Mit diesen beiden klassischen Rouladen-Rezepten seid ihr immer auf der richtigen Seite, wenn ihr ein Wohlfühl-Sonntagsessen kochen wollt.

Schmackhafte Experimente mit Rouladen

Darüber hinaus gibt es aber auch viele Rezepte, die zum Experimentieren mit den unterschiedlichsten Zutaten einladen. Ob ihr neues Gemüse ausprobieren, die Füllung variieren oder die Beilagen austauschen wollt - lasst eurer Fantasie freien Lauf. Denn es müssen nicht immer Kartoffeln und Soße sein. Wusstet ihr zum Beispiel, dass man Rouladen auch sehr gut mit grünem Spargel servieren kann? Probiert doch mal Hähnchenfilet-Röllchen mit Ratatouille, eine moderne, gesunde Interpretation des Rouladen-Gedankens.

Oder ihr wagt euch an ein exotisches Rezept, wie unsere Putenrouladen mit Mango-Chutney in Kokossoße. Sommerlich leicht und mediterran wird es mit den Zucchini-Hack-Rouladen mit frischen Tomaten. Die deftige Winterküche macht dann Lust auf Wildrouladen mit Wirsing und Polenta. Auch vegetarische Kohlrouladen und ihre vegetarischen Freunde, die Paprika-Rouladen mit Blumenkohl, schmecken so richtig lecker.

Ist man erst einmal auf den Geschmack gekommen, gibt es viele köstliche Möglichkeiten, Rouladen häufiger in den Speiseplan zu integrieren - und nicht alle sind schwere Hausmannskost. Doch wenn euch ein leises Heimweh überkommt, gibt es nichts Besseres als Rouladen, die schmecken wie bei Mutti zu Hause.

  • Text: Frauke Prien
    Fotos: Thomas Neckermann

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