Warenkunde: Alles über Nüsse

Wissenswertes über Nüsse, von Cashew bis Walnuss: Wo kommen sie her und was ist drin? Plus: viele Tipps für Einkauf und Lagerung.

Cashewkerne

Cashewkerne sind eigentlich die Samen der Cashew-Äpfel: Diese gelben oder roten Früchte wachsen auf bis zu zwölf Meter hohen Bäumen. Nach der Ernte werden die Cashewkerne im Ganzen getrocknet und maschinell geschält. Hauptanbaugebiete sind Indien, China Brasilien und Ostafrika.

Cashews schmecken sehr mild und angenehm. Sie enthalten das wasserlösliche Vitamin B1, natürlich ungesättigte Fettsäuren, pflanzliche Eiweiße, Ballaststoffe und Mineralstoffe wie Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphor und Niacin.

100 g Cashewkerne haben 568 kcal und 42 g Fett.

Macadamia

Macadamianüsse kommen nur geschält in den Handel - ihre Schale ist so hart, dass man sie nur mit Spezialwerkzeugen knacken kann. Die meisten Macadamia-Plantagen sind in Australien, Südafrika und Hawaii.

Macadamia-Nüsse besitzen eine besonders günstige Zusammensetzung von einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, was sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirkt. Darüber hinaus enthalten die etwas mehr als haselnussgroßen Früchte viel Eiweiß, Vitamin B, Calcium, Eisen und Phosphor.

100 g Macadamianüsse haben 676 kcal und 73 g Fett.

Pistazien

Die hohen Pistazienbäume werden weit über hundert Jahre alt und liefern nur alle zwei Jahre die grünen leckeren Nüsse. Die besten kommen aus Sizilien, aber auch die Türkei und Kalifornien sind Exportländer. Qualitätsmerkmal für gute Pistazien ist ihre knallgrüne Farbe. Pistazien müssen lachen, sagt ein persisches Sprichwort - sie sind nur gut, wenn ihre Schale geöffnet ist.

100 g Pistazienkerne haben 574 kcal und 52 g Fett.

Paranüsse

Die riesigen Bäume können bis zu 60 Meter hoch werden und wachsen hauptsächlich im Amazonasgebiet. 30 Jahre brauchen die Bäume, bis die ersten Früchte, die die Größe von Kokosnüssen haben, reifen.

Die länglichen Samenkerne, die späteren Paranüsse, werden aus den Schalen geholt und trocknen unter der Sonne. Paranüsse sind sehr fettreich und werden schnell ranzig.

100 Gramm Paranusskerne haben 660 kcal und 67 g Fett.

Pinienkerne

Die länglichen glänzenden Pinienkerne sind die Samen des Pinienbaums, einer Kiefernart, die im Mittelmeerraum wächst. Daher gibt es auch sehr viele italienische Rezepte mit Pinienkernen - das wohl bekannteste ist das klassische Pesto Genovese. Die Kerne werden aus den Pinienzapfen geholt.

Pinienkerne werden durch den hohen Fettgehalt schnell ranzig - auch weil sie kein schützendes Hautmäntelchen haben wie Mandeln oder Walnüsse. Haltbarer werden sie, wenn sie kurz in der Pfanne ohne Fett geröstet werden.

100 g Pinienkerne haben 575 Kcal und 51 g Fett.

Haselnüsse

Eine Nuss, die keine weite Reise bis in unsere Küchen zurücklegen muss: Haselnüsse wachsen in ganz Europa, sogar vor unserer Haustür. Große Mengen werden auch in den USA angebaut. Haselnüsse werden bei uns im Herbst geerntet. Man kann sie als ganze Nüsse, Nusskerne, gehobelte, gemahlene und gehackte Haselnüsse kaufen. Nougat und Haselnusscreme basieren auf Haselnüssen.

Um die Frische der Nüsse festzustellen, schüttelt man sie. Wenn sie nicht klappern, sind sie frisch.

100 g Haselnusskerne haben 636 kcal und 62 g Fett.

Walnüsse

50 Gramm Walnüsse decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Omega-3-Fettsäuren, damit liefern sie mehr davon als zum Beispiel Lachs. Außerdem enthalten sie Folsäure. Walnussbäume wachsen in Europa, vor allem im Mittelmeerraum, wo sie im Herbst geerntet werden. Die meisten Nüsse kommen aber aus den USA.

Die großen Nüsse gibt es ganzjährig in der Schale und als Hälften geschält. Gemahlen werden sie so gut wie gar nicht angeboten. Walnüsse sind vielseitig: Besonders gut schmecken sie zum Käse, auf Salat und im Kuchen. Und liefern mit wenig Aufwand ein Menge Gesundheit - man sagt, dass nur fünf Walnüsse täglich reichen, um die Arterien freizuhalten!

100 g Walnusskerne haben 654 kcal und 63 g Fett.

Erdnüsse

Sie sind die einzigen Nüsse in unserer Auswahl, die nicht auf Bäumen und Büschen wachsen, sondern unter der Erde. Botanisch gesehen sind Erdnüsse keine Nüsse, sondern Hülsenfrüchte.

Die meisten Erdnüsse kommen aus Amerika. In erster Linie als Knabberei geröstet und gesalzen beliebt, werden sie zum Backen weniger verwendet. Sie schmecken im rohen Zustand leicht bitter. Deshalb sind auch die Erdnüsse in der Schale immer getrocknet bzw. geröstet. Ein großer Teil der Ernte fließt in die Speiseöl-Produktion und auch in die in Amerika besonders beliebte Erdnussbutter. Von allen Nüssen enthalten Erdnüsse am meisten Magnesium.

100 g Erdnusskerne haben 561 kcal und 48 g Fett.

Pecannüsse

In Form und Größe sind Pecannüsse den Walnüssen ähnlich. Auch sie haben eine unebene Oberfläche. Pecannüsse wachsen auf sehr hohen, bis zu 300 Jahre alten Hickorybäumen im Süden Nordamerikas. Die fettreichen Nüsse waren früher Hauptnahrung der Indianer.

Bei uns ist die Pecannuss nicht sonderlich verbreitet, vor Weihnachten bekommt man sie im Supermarkt. Aber im amerikanischen Pecan-Pie ist sie immer dabei, ebenso wie in vielen amerikanischen Cookie-Rezepten.

100 g Pecannüsse haben 692 kcal und 72 g Fett.

Mandeln

Mandeln sind die ältesten Nüsse der Welt - und die am meisten verbreiteten. Man liebt ihre hübsche Blüte, man mag sie im Ganzen, geschält, gestiftelt, gemahlen und gehackt. Die bis zu zehn Meter hohen Bäume wachsen in Europa und Kalifornien.

Mandeln sind sehr vielseitig: Man braucht sie für Marzipan, Mandelöl wird sowohl in der Küche, als auch in der Kosmetik verwendet, man knabbert sie als Rauch- und gesalzene Mandeln, auf dem Jahrmarkt als gebrannte Mandeln. Man unterscheidet süße und bittere Mandeln.

Bittermandeln enthalten ein blausäurehaltiges Gift und sind nicht zum Verzehr geeignet. Man braucht sie lediglich zum Aromatisieren. Und Vorsicht: schon der Verzehr von fünf rohen Bittermandeln kann bei empfindlichen Personen und Kindern tödlich wirken.

100 g Mandelkerne enthalten 569 kcal und 54 g Fett.

Text: Burgunde Uhlig Fotos: Thomas Neckermann

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