Weihnachtsgewürze: Wie gut das duftet!

In der Adventszeit wird zu Hause so viel gebacken wie sonst nie. Die wichtigsten Weihnachtsgewürze von A bis Z.

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Anis, auch süßer Kümmel genannt, sind die grünen, getrockneten Samen der Anispflanze. Das typische, leicht lakritzige Aroma liefert das ätherische Öl Anethol. Je nach Sorte schmeckt Anis süß-aromatisch bis würzig-herb. Anis wird meist gemahlen als Gewürz für die Klassiker Anisplätzchen, Pfeffernüsse und Springerle verwendet.

Ingwer: Die Würze steckt in den Wurzeln der Ingwerpflanze, die zur Familie der Gewürzlilien gehört. Ingwer schmeckt zitronig-scharf. Als Backgewürz wird die Wurzel getrocknet, gebleicht, geschält und gemahlen und kommt dann in Ingwerplätzchen, Lebkuchen (englisch Gingerbread = Ingwerbrot) und Printen. Frischer Ingwer wird gern in der asiatischen Küche verwendet. Kandierter Ingwer, in Zucker eingelegter Ingwer und Ingwerstäbchen, mit Schokolade überzogen, sind eine beliebte Süßigkeit.

Kardamom gehört zur Ingwer-Familie. Verwendet werden die unreifen Samen, die aus Blüten am Seitentrieb der Pflanze stammen. Kardamom schmeckt aromatisch und süß-scharf und ist unverzichtbar bei Gewürzplätzchen, Spekulatius und im Punschgewürz. Die Kapseln um die Kardamomsamen schützen ihr Aroma. Deshalb die Samen immer erst kurz vorm Verwenden aus den Kapseln lösen. Gut schmeckt auch eine Prise Kardamom im Kaffee oder in heißer Schokolade.

Koriander ist eng mit Kümmel, Fenchel und Dill verwandt. Die Samen riechen getrocknet nach Zitrone und Moschus und schmecken nach Orangenschale, Zimt und Muskat. Sie werden gemahlen bei der Weihnachtsbäckerei verwendet, z. B. in Lebkuchen und Printen. Mit Koriandersamen werden viele arabische und indische Gerichte gewürzt. Die frischen grünen Blätter werden auch die "Petersilie Asiens" genannt. Vor allem in der Thai-Küche kommen sie ganz oft vor.

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  • Fotos: Thomas Neckermann
    BRIGITTE Heft 23/2006
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