Fünf-Gänge-Menü: Einladung ins Bordeaux
Die passenden Weine zum Bordeaux-Menü
Top-Sommeliere Natalie Lumpp empfiehlt:
"Zu einem Erlebnis wird das Menü mit Weinen aus dem Bordelais, dem berühmtesten Anbaugebiet der Welt. Die Region im Südwesten Frankreichs mit ihrer Rebfläche von rund 100.000 Hektar (das entspricht der gesamten Anbaufläche Deutschlands) steht für Tradition und Qualität, Bordeaux ist ein Symbol für große Weine! Die sehr teuren Eliteweine machen aber nur einen kleinen Prozentsatz aus. So sind die Weine aus den weniger bekannten Teilen des Bordeaux - wie Listrac, Moulis, Cotes de Bourg, Cötes de Blaye oder Lalande de Pomerol - noch zu günstigeren Preisen zu haben.
Ergänzend zur Vorspeise und Suppe sollten Sie einen Bordeaux Blanc wählen, einen weißen Bordeauxwein. Wichtig ist, dass 'sec', also trocken, auf dem Etikett steht. Meist kommen die weißen Bordeaux aus dem Graves-Gebiet und schmecken sehr würzig, fast erdig.
Zum Entrecôte sind die kraftvollen roten Bordeauxweine ideal. Sie haben oft eine kräftige Tanninstruktur - dann hat man das Gefühl, der Wein macht eine pelzige Zunge. In Verbindung mit Fleisch (Eiweiß) wirkt er jedoch samtig und rund im Gaumen. Das wird der Rote auch, wenn Sie ihn dekantieren. Durch das Umfüllen in eine Karaffe reichert sich der Wein mit Sauerstoff an und wird weicher im Geschmack.
Bei einer Käseauswahl zum Dessert wird es richtig interessant, wenn Sie noch einen Schluck vom Rotwein aufbewahren und auch einen Dessertwein einschenken: Comte und Ziegenkäse harmonieren gut mit dem Roten, Roquefort wird mit einem Barsac, Monbazillac oder Sauternes zu einem Traum! Die edelsüßen Weine (nach den einzelnen Ortschaften benannt) sollten nicht klebrig süß sein. Mit dem Zitronentörtchen wird solch ein Wein wirklich betörend."













