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Einkochen: Jetzt geht's ans Eingemachte!

Wie funktioniert Einkochen?

Rote Paprika, zarte Birnen, duftende Erdbeeren und süße Pflaumen - am liebsten möchtet ihr alles? Nur zu! Wir zeigen euch, wie ihr den Sommer konservieren könnt: durch Einkochen! Mit selbst gemachter Marmelade, Konfitüren und Chutneys verlängert ihr den Geschmack der schönsten Zeit des Jahres bis in den Winter hinein.

Beim Einkochen werden Obst und Gemüse stark erhitzt und sterilisiert. Das geschieht in einem speziellen Einkochglas mit Gummiring. Der Deckel wird mit Federklammern fixiert. Dabei dehnt sich die Luft im Glas aus, kann aber zwischen Glas und Deckel wie durch ein Ventil entweichen. Entwickelt hat diese speziellen Gläser übrigens der Unternehmer Johann Carl Weck, nach dem sie auch Einweckglas und die Technik Einwecken genannt wird.

Beim Abkühlen der Gläser zieht sich die Luft zusammen und erzeugt so einen Unterdruck, der den Deckel fest ans Glas saugt. Dadurch wird das Eindringen von Keimen in die Lebensmittel verhindert. Eingemachtes ist so bis zu einem Jahr haltbar - wenn die Gläser kühl, dunkel und trocken lagern. Also, legt los und konserviert den Sommer!

Welches Obst und Gemüse eignet sich zum Einkochen?

Verwendet zum Einmachen und für Konfitüre nur einwandfreies frisches Obst und Gemüse! Überreifes Obst oder Gemüse könnte gären und so das Eingekochte verderben. Wenn ihr Obst aus dem eigenen Garten verwendet: Ihr könnt die Früchte auch einfrieren und dann Konfitüre kochen, wenn ihr genug geerntet habt. Die Einkochzeit der verschiedenen Sorten variiert übrigens sehr stark. Die richtige Zeit findet ihr immer im jeweiligen Rezept.

Obst für Konfitüre immer erst putzen und dann wiegen - sonst stimmt die Zuckermenge nicht und die Konfitüre gerät zu süß.

Wie muss ich die Gläser fürs Einkochen vorbereiten?

Fürs Einkochen braucht ihr Einkochgläser in verschiedenen Größen mit Gummiringen und Federklammern, einen Automatiktopf, Einkochtopf oder großen Topf mit gut schließendem Deckel. Außerdem: ein Einlegerost (evtl. Kuchengitter) und - wichtig - ein Thermometer!

Gläser für Konfitüren, Gelees, Chutneys und Kompott müssen nicht unbedingt sterilisiert werden - aber absolut sauber müssen sie natürlich sein! Am besten nach dem Abwaschen in einem großen Topf mit kochendem Wasser kurz sprudelnd kochen lassen. Dann mit einer Zange herausnehmen und umgedreht auf sauberen Geschirrtüchern abtropfen lassen.

Die zu den Gläsern passenden, intakten Gummiringe mit einem Schuss Essig zwei bis drei Minuten sprudelnd kochen. In heißem klarem Wasser nachspülen und bis zum Gebrauch darin liegen lassen. Die Gummiringe nie in Kontakt mit Spülmittel bringen!

Lebensmittel richtig einkochen

Damit die Konfitüre-Gläser nicht zerspringen, wenn die heiße Flüssigkeit eingefüllt wird: saubere Gläser heiß ausspülen und beim Einfüllen auf ein nasses Geschirrtuch stellen. Dann die Deckel mit Drahtbügeln bzw. Klammern und Gummiringen fest verschließen und abkühlen lassen. Sie können entfernt werden, sobald die Gläser vollständig abgekühlt sind.

Im Glas sollte dann ein starker Unterdruck entstanden sein, sodass der Deckel fest auf das Glas gepresst werden. Liegt der Deckel nur noch lose auf, kann das ein Zeichen für Verunreinigung des Glases sein. Alternativ könnt ihr dafür auch einen Einkochtopf verwenden, der ebenfalls von Johann Carl Weck, der auch das Einkochglas erfunden hat, entwickelt worden ist, den heute aber kaum noch jemand kennt.

Kann ich auch im Backofen einkochen?

Einkochen im Backofen klappt mit Obst und Gemüse in klarer Flüssigkeit (z.B. Birnen und Bohnen), dauert aber länger: Backofen auf 175 Grad vorheizen. Gläser in die mit Wasser gefüllte Fettpfanne (tiefes Backblech) stellen. Die Einkochzeit beginnt, sobald die Flüssigkeit im Glas zu perlen beginnt.

Wie lange ist Eingekochtes haltbar?

Roh gerührte Konfitüre ist im Glas nicht lange haltbar. Wenn ihr sie länger aufbewahren wollt, könnt ihr sie einfrieren. Selbst gekochte Konfitüren und Gelees könnt ihr bis zu zwei Jahren aufbewahren. Eingekochtes Obst und Gemüse ist bis zu einem Jahr haltbar.

Ihr solltet Eingemachtes unbedingt kühl, dunkel und trocken lagern. Zwischendurch regelmäßig kontrollieren, ob die Gläser noch fest verschlossen sind. Wenn nicht, haben sich Gase gebildet und den Deckel hochgedrückt. Der Inhalt ist dann verdorben und kann nicht mehr gegessen werden!

Beginnt Konfitüre zu schimmeln, die zu gleichen Teilen aus Zucker und Frucht hergestellt wurde, könnt ihr die verschimmelte Stelle großzügig entfernen.

Fotos: Thomas Neckermann; Rezepte und Produktion: Alma Westphal; Texte: Angelika Unger

Wer hier schreibt:

Angelika Unger

Kommentare (10)

Kommentare (10)

  • Anonymer User
    Anonymer User
    Wer Hilfe benötigt den richtigen Einkochautomaten zu finden, für den habe ich eine eigene WEbseite dafür erstellt :). Viel Spaß beim Einkochen! http://der-einkochautomat-test.de
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Ich bin ein riesiger Marmeladen-Fan. Habe mir hier tolle Anregungen geholt:

    http://www.leser-helfen-lesern.de/sonstiges/wer-kennt-ein-gutes-rezept-fuer-zwetschgenmarmelade



    Viel Spaß beim Einkochen :-D
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Lieber Kochmaxe,



    schauen Sie bitte mal hier, wahrscheinlich meinen Sie diese Etiketten: http://www.brigitte.de/rezepte/marmelade-und-co/etiketten-marmelade-1025808/



    War eigentlich für Apfelgelee gedacht, aber das muss ja keiner wissen :)



    Herzliche Grüße

    Ihr BRIGITTE.de-Team
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Ich hab bei Ihnen im Februar diesen jahres mal Etiketten für Apfelkompott gesehen und ausgedruckt. Jetzt finde ich sie nicht mehr. Haben Sie die rausgenommen?
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Liebe Luise,



    so ein Gelee geliert ein, zwei Tage weiter (obwohl es schon kalt ist). Vielleicht noch ein paar Tage in den Kühlschrank stellen. Falls es dann immer noch zu flüssig ist, lieber nicht mit neuem Gelierzucker aufkochen, sondern Gelierpulver nehmen und das Pulver, mit etwas Zucker verrührt, zum kochenden Gelee geben. So spart man sich viel Zucker.



    Dass Gelee und Konfitüre mal fester und mal flüssiger sind, kommt immer wieder vor, weil der Pektingehalt der Früchte jedes Jahr je nach Sonne und Reife unterschiedlich ist. Das gilt zum Teil auch für Säfte.



    Herzliche Grüße,

    Ihr BRIGITTE.de-Team

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