Gulasch: Das perfekte Rezept

Gulasch ist ein Klassiker, von dem es viele Rezepte gibt. Wir haben uns in der BRIGITTE-Versuchsküche auf die Suche nach dem besten Rezept für Gulasch gemacht. Hier ist es! Und dazu: köstliche Beilagen und Varianten.

Bei vielen Gerichten wird über ihre Herkunft gestritten, beim Gulasch ist sie eindeutig: Es kommt aus Ungarn und war das Essen der Rinderhirten. Bei der Art der Zubereitung gehen die Meinungen allerdings auseinander. Rind, Schwein oder beides? Muss Speck mit ins Gulasch oder Kümmel?

Wir haben uns für eine ebenso großartige wie schnörkellose Version entschieden - und unser Gulasch-Rezept ist so gut, dass es garantiert in Ihre Klassiker-Schublade kommt. Zum Zubereiten brauchen Sie ein bisschen Zeit, aber das hat ein so köstliches Gulasch auch verdient. Egal ob Sie nun ein Sonntagsessen, ein praktisches "Ich-koch-schon-mal-vor-Gericht" oder ein schönes Freundesmahl daraus machen wollen.

Zutaten für 4 Portionen Gulasch

75 g geräucherter durchwachsener Speck (am besten Bio), 750 g Zwiebeln, 750 g gemischtes Gulasch (je zur Hälfte Rind und Schwein, am besten Bio), 30 g Butterschmalz, Salz, frisch gemahlener Pfeffer, 2-3 EL Tomatenmark, Edelsüß-Paprikapulver, 4 Stängel Thymian, 1 kleiner Zweig Rosmarin, 250 ml trockener Rotwein oder Traubensaft, 400 ml Rinderfond (Glas), 2-3 EL Mehl, 125 g saure Sahne

Das Rezept: Gulasch zubereiten

1. Den Speck in kleine Würfel schneiden. Die Speckwürfel in einem großen Topf oder Bräter knusprig ausbraten und herausnehmen.

2. Die Fleischwürfel mit Küchenkrepp gut trocken tupfen. Etwas Butterschmalz zum Speckfett in den Topf geben und die erste Portion Fleisch darin bei sehr starker Hitze rundherum kräftig braun anbraten. Die Gulaschwürfel dabei gut wenden, dann herausnehmen. Wieder etwas Butterschmalz im Topf erhitzen und die nächste Portion nehmen - bis alles Fleisch nach und nach angebraten ist. Immer erst die nächste Portion braten, wenn das Fleisch wirklich braun ist, nur so entwickeln sich Röststoffe.

3. Die Zwiebeln abziehen und grob würfeln. Das restliche Butterschmalz im Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin anbraten.

4. Wenn die Zwiebeln hellbraun sind, die Speck- und Fleischwürfel mit in den Topf geben und alles mit Salz, Pfeffer und dem Tomatenmark würzen. Nochmals zwei bis drei Minuten unter Wenden braten. Paprikapulver darüberstäuben. Kräuter abspülen, trocken schütteln und hacken oder zum Bouquet garni binden. Kräuter, Wein und Fond dazugeben und alles aufkochen lassen. Das Gulasch im geschlossenen Topf etwa 90 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren.

5. Mehl und saure Sahne verrühren und unter Rühren in die kochende Flüssigkeit gießen. Noch weitere fünf bis zehn Minuten bei kleiner Hitze kochen lassen. Das Gulasch mit Salz, Pfeffer und Paprika würzig abschmecken.

Fertig in 2 Stunden 10 Minuten Pro Portion ca. 565 kcal, E 47 g, F 30 g, KH 17 g Dazu am besten kurze Nudeln Tipps Wer mag, schneidet 4 kleine Gewürzgurken in Scheiben und mischt sie unter das Gulasch. Gulasch lässt sich gut einfrieren.

Ausdrucken, Portionen berechnen, Einkaufszettel schreiben, ins Kochbuch aufnehmen - das Rezept für das perfekte Gulasch finden Sie auch in unserer Rezept-Datenbank!

Video-Kochschule für Gulasch

Fabio Haebel liebt sein Gulasch klassisch - mit ordentlich Zwiebeln, Rindfleisch und Speck. Im Video zeigt er Schritt für Schritt, wie das Rezept gelingt.

Zutaten für vier Portionen Gulasch

12 Zwiebeln (500 Gramm) Öl 500 Gramm Rindfleisch 200 Gramm gewürfelter Speck 1 Knoblauchzehe Grobes Meersalz 20 Gramm kalte Butter 1 Esslöffel Mehl 100 Milliliter Rotwein 100 Milliliter Wasser Piment 1 Teelöffel zerstoßener Kümmel Zerstoßene Wacholderbeeren Lorbeerblätter

Gulasch zubereiten - Schritt für Schritt erklärt

1.Schälen Sie die Zwiebeln und schneiden Sie sie in Streifen. 2.Erhitzen Sie das Öl in einem Topf und braten das Fleisch und den Speck unter Rühren an. 3.Geben Sie die Zwiebelstreifen in den Topf. 4.Zerdrücken Sie die Knoblauchzehe, vermischen Sie sie mit etwas groben Meersalz und geben Sie die Mischung zum Fleisch. 5.Geben Sie die kalte Butter und das Mehl in den Topf, rühren Sie alles kurz durch und löschen dann mit Rotwein und etwas Wasser ab. 6.Geben Sie jetzt Piment, Kümmel und Wacholderbeeren in den Topf. 7.Decken Sie das Gulasch ab und lassen es bei mittlerer Hitze knapp vier Stunden köcheln.

Fertig in 270 Minuten

Tipp:

Sie können das Gulasch gegen Ende der Garzeit mit weiteren Zutaten wie Kartoffelwürfeln, Paprikastreifen oder Pilzen verfeinern.

Zwei leckere Varianten

Ungarisches Gulasch

Was dieses Gulasch besonders ungarisch macht? Die roten Paprikaschoten! Durch Chilischoten und Rosenpaprikapulver wird es besonders pikant. Wer mag, schmeckt mit gemahlenem Kümmel ab. Zum Rezept: Ungarisches Gulasch

Szegediner Gulasch

Szeged (oder deutsch: Szegedin) ist eine Großstadt im Süden Ungarns. Ob man hier auf die Idee kam, Gulasch mit Sauerkraut aufzupeppen? Oder geht das Rezept auf den ungarischen Dichter József Székely zurück, wie andere Quellen behaupten? Wir wissen es nicht. In einem aber sind wir sicher: Szegediner Gulasch müssen Sie probiert haben! Zum Rezept: Szegediner Gulasch

Beilagen zum Gulasch

Kartoffelstampf mit Aceto

Gestampfte Kartoffeln treffen auf Balsam-Essig - eine schlichte Köstlichkeit. Damit die Beilage richtig gut wird, sollten Sie Essig bester Qualität verwenden. Zum Rezept: Kartoffelstampf mit Aceto

Petersilien-Knödel

Mini-Kartoffelknödel mit Lauchzwiebeln und glatter Petersilie - eine Express-Beilage, die in nur 15 Minuten fertig ist. Zum Rezept: Petersilien-Knödel

Paprika-Polenta

Maisgrieß und rote Paprika werden mit Knoblauch und Paprikapulver pikant abgeschmeckt. Wer mag, streut noch geriebenen Parmesan darüber. Zum Rezept: Paprika-Polenta

Rindfleisch aus der Keule ist schön mager und wird auch gern für Schmorbraten und Rouladen genommen. Fürs Gulasch wird es gewürfelt. Etwas durchwachsener und damit fetter ist das Fleisch aus der Rinderschulter. Egal, welches Fleisch Sie nehmen, Bio-Qualität ist am besten. Die Zwiebeln sollen goldgelb und trocken sein. Gern etwas größer, dann fließen beim Schälen weniger Tränen. Rotwein und Rinderfond geben Flüssigkeit und Geschmack. Nehmen Sie am besten einen dunklen, kräftigen Wein, z. B. Chianti, Bordeaux oder Cabernet Sauvignon. Der Rinderfond ist selbst gemacht, aus Konzentrat (z. B. Paste, Pulver) oder kommt fertig aus dem Glas. Das Bouquet garni ist hier aus Rosmarin und Thymian. Binden Sie die Kräuter mit Küchenband zusammen, dann lassen sie sich später leichter entfernen. Oder sie kommen gleich gehackt ins Gulasch. Durchwachsener Speck muss vor allen Dingen trocken und fest sein. Hände weg von weichem, nassem Speck! Auch hier gilt: Speck vom Bio-Schwein ist besser. Tomatenmark aus Dose oder Tube - egal. Die konzentrierte Tomatenpaste gibt immer eine gute Note und darf eigentlich bei keinem Schmorgericht fehlen.

Paprikapulver gehört dazu. "Edelsüß" macht einen milden Geschmack, "Rosenpaprika" einen schärferen. Auf alle Fälle soll das Pulver eine schöne rote Farbe haben, dann ist es frisch und ergiebig. Pfeffer & Salz - besonders beim Abschmecken macht die Qualität den Unterschied. Wir nehmen deshalb groben schwarzen Pfeffer, frisch aus der Mühle oder dem Mörser. Und gutes Meersalz. Saure Sahne mit 10 Prozent Fett macht das Gulasch mild, muss aber zum Andicken mit etwas Speisestärke oder Mehl verrührt werden, damit's nicht ausflockt. Schmand oder Crème fraîche mit ihren über 20 Prozent Fett flocken nicht aus und machen die Soße meist auch ohne Mehl oder Speisestärke schön sämig. Schweinefleischwürfel werden aus der Keule (die magere Variante) oder aus der Schulter oder der dicken Rippe geschnitten. Mehl brauchen wir zum Andicken (siehe Punkt 9), es macht die Soße dicker, runder und sämiger. Mehl muss immer ein paar Minuten mitgekocht werden, damit es nicht "stumpf" schmeckt. Butterschmalz verträgt hohe Temperaturen, und die brauchen wir beim Anbraten. Alternativ passt auch Pflanzenöl.

Fotos: Thomas Neckermann Produktion: Marie-Louise Barchfeld Styling: Kirsten Schmidt

Kommentare (20)

Kommentare (20)

  • Anonymer User
    Anonymer User
    Hallo, ich habe mich wegen meinem Mann auf diesen Versuch eingelassen und heute Euer perfektes Rezept nach gekocht, aber ehrlich meins schmeckt mir besser. Die saure Sahne , Mehl und Speck brauche ich normalerweise nicht. Ja und Knoblauch hatte ich einfach noch dran gemacht.
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Moin,

    ich habe gestern dieses Rezept nachgekocht und war begeistert. Richtig lecker! Auch ich habe versehentlich scharfe Paprika verwendet und fand das nicht schlecht. Beim nächsten mal geb ich klassisch noch ein bisschen Kümmel dazu.

    Die Rezpetbeschreibung finde ich super, so dass auch ein ungeübter Koch sich ranwagen kann. Und zum Thema 'die ist keine klassisches/ungarisches Gulasch'... Steht in das in der Beschreibung oben??? Hauptsache LECKER. Danke BRIGITTE :-)

  • Anonymer User
    Anonymer User
    Hallo zusammen, ich habe bereits mehrere Varianten Gulasch gekocht und fand diese hier richtig lecker! Mein Mann "Fleisch ist mein Gemüse" war sehr zufrieden. Die Vielfalt der Möglichkeiten etwas zu kochen ist doch gut. Apropos Vielfalt: habe versehentlich mit scharfem Paprika gewürzt, war auch nicht schlecht.

  • Anonymer User
    Anonymer User
    Hallo! Das Rezept scheint gut zu sein, geht aber, wie einige bereits feststellten, an der Sache vorbei, da es sich um ein Pörkölt handelt. Das Abbinden mit saurer Sahne ist die Karlsbader Variante und eine spezielle Zubereitungsart, die bei einem normalen Pörkölt nix verloren hat. Kümmel und Knoblauch fehlen.
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Kochen ist für mich eine Kunst und Geschmackssache. Man kann seine Kochkunst an bereits bestehende anlehnen oder was eigenes kreieren und andere daran teilhaben lassen. Sich über Herkunft, Rezeptur usw zur streiten ist für mich müßig und führte zu nichts. Das Rezept hier ist für mich absolut lecker. Andere Rezept die mir als Gulasch serviert wurden (auch in Ungarn)waren alle lecker, immer mit ein eigenen Charakter. Jedesmal ein neues Erlebnisse. Das macht für mich diese Kunst aus.

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