Babybrei - selbstgemacht!

Soll ich den Babybrei selber kochen? Welches Gemüse, Obst und Getreide eignet sich am besten für Babybrei? Wie Sie Ihr Baby gesund ernähren - mit Babybrei-Rezepten zum Nachkochen.

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In diesem Artikel:

Ernährungsplan: Wann kommt was?

Im ersten Lebensjahr wird Babys Ernährung in drei Abschnitte unterteilt: In den ersten vier bis sechs Monaten bekommt ein Baby mit Mutter- oder Fertigmilch alles, was es für seine Entwicklung braucht. Ab dem 5. bis 7. Lebensmonat ist es Zeit, Babybrei zuzufüttern. Und ab dem 10. Lebensmonat können Säuglinge an das Familienessen gewöhnt werden.

Das Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund (FKE) hat einen "Ernährungsplan für das 1. Lebensjahr" entwickelt. Die Übersicht finden Sie hier.

Babys Ernährung: Do's

Ein Baby sollte mindestens 6 Monate voll gestillt werden - wenn doch Fertigmilch gegeben wird, dann möglichst lange "Pre"-Milch verwenden, sie enthält als Kohlenhydrat nur Milchzucker (wie die Muttermilch). Alle anderen Milchsorten ("1" oder "2") enthalten auch Stärke oder andere überflüssige Zucker.

Wer viele Allergien in der Familie hat, sollte besonders lange stillen und erst spät, ganz langsam und schrittweise zufüttern. Wer nicht stillt: unbedingt "HA"-Milch füttern - bei diesen hypoallergenen Milchpulvern ist das Eiweiß aus der Kuhmilch stark aufgespalten, so dass es nicht mehr so allergieauslösend ist. Auch Getreidebreie werden dann statt mit Kuhmilch mit HA-Milch angerührt. Einem Baby mit einer Kuhmilchallergie muss jedoch noch andere Milch aus der Apotheke gefüttert werden - unbedingt mit dem Kinderarzt besprechen!

Viele Wasserwerke bieten für Schwangere oder Eltern von Kleinkindern einen kostenlosen Check des Leitungswassers im Haus an, ansonsten in der nächsten Apotheke nachfragen. Wer keine Bleileitungen und eine gute Wasserqualität hat, kann Babynahrung gut mit abgekochtem Leitungswasser zubereiten, ansonsten Mineralwasser mit dem Zusatz "für Säuglingsernährung geeignet" verwenden. Dieses Wasser enthält besonders wenig Nitrat, Natrium und Fluorid.

Weniger ist mehr! Wenn das Baby seinen ersten Babybrei bekommt, die einzelnen Lebensmittel nacheinander und ganz langsam einführen, am besten nur ein Lebensmittel pro Woche. Nach monatelangem Milchtrinken ist ein neuer Geschmack spannend genug, Babys brauchen noch keine Abwechslung auf dem Löffel.

Selber fürs Baby kochen! Wer noch zögert, kocht den Kartoffel-Gemüse-Fleisch-Brei einmal selbst und probiert ein fertiges Gläschen zum Vergleich. Der Geschmackssinn wird schon sehr früh geprägt, und selbst gekochter Babybrei schmeckt einfach anders als die Gläschen-Konserve. Wer Gläschen gibt, sollte ganz genau auf die Zutatenliste schauen, in vielen Gläschen-Menüs sind viel mehr Zutaten drin als gut und nötig. Auf möglichst wenig Zutaten achten.

Das Baby genau beobachten. Je nach Persönlichkeit braucht es vielleicht schon etwas früher seinen ersten Babybrei (aber nicht vor dem 4. Monat), oder es ist noch länger mit seiner Milch zufrieden und wächst gut. Auch die Mengen variieren erheblich: einige Kinder verzehren fast 50 Prozent mehr Babybrei als ihre Altersgenossen, sind dabei aber nicht schwerer oder größer. Solange das Baby gut wächst und zufrieden ist, ist alles in Ordnung.

Für den Vollmilch-Getreide-Brei bitte Vollmilch mit 3,5 Prozent Fett verwenden. Babys brauchen die Energie aus dem Fett, erst nach dem ersten Geburtstag sollten die Milchprodukte auch für Kinder fettarm sein. Bei der Milch ist es egal, ob es frische Vollmilch oder H-Milch ist, sie unterscheiden sich in Mineral- und Vitamingehalt nicht voneinander. Absolut ungeeignet ist Vorzugs- oder Rohmilch für Babys, sie kann krankmachende Keime enthalten.

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  • Text: Annette Leitz
    Foto: Thomas Neckermann
Letzte Kommentare
  • Nils Heitman
    am 30.09.11 um 18:33
    Hallo.
    Wir sind mit der Kuhmilch ebenfalls vorsichtig gewesen. Herkömmliche Trinkmilch (<a href="http://www.smartmomcooldad.de/kuhmilch-fuer-baby/" target="_blank">Kuhmilch für Baby</a>s) ist wegen ihrer Zusammensetzung im ersten Lebensjahr für die Ernährung des Säuglings nicht geeignet. Grund ist der hohe Protein- und Mineralstoffgehalt sowie ein zu geringer Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Eisen und Jod.
    Ein zusätzlicher Verzehr von Milch und Milchprodukten kann durch eine Verdrängung von vollwertigen Beikostmahlzeiten mit hohen Gehalten an Kohlenhydraten und anderen erwünschten Bestandteilen die Qualität der Nährstoffzufuhr sowie eine ausgewogene Ernährung beeinträchtigen.
  • Kathin
    am 09.03.11 um 21:38
    Hier eine aktuelle Infobroschüre als PDF

    http://www.in-form.de/cln_090/SharedDocs/Downloads/FolienbeitragSauglingsernaehrungGesundInsLeben,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/FolienbeitragSauglingsernaehrungGesundInsLeben.pdf

    http://www.bmelv.de/cln_173/SharedDocs/Downloads/Ernaehrung/HandlungsempfehlungenNetzwerkJungeFamilien.pdf?__blob=publicationFile

  • BRIGITTE.de-Team
    am 09.03.11 um 14:36
    Liebe Kathrin,

    Sie meinen vermutlich die Studie, die Wissenschaftler vom Institute of Child Health der University of London kürzlich im "British Medical Journal" veröffentlicht haben. Dort wird tatsächlich empfohlen, nach dem vierten Monat zuzufüttern. Die Studie ist allerdings nicht unumstritten, da einige der Forscher Gelder von Babynahrungs-Herstellern erhalten haben sollen.

    Insgesamt sind sich Experten uneinig, wie lange gestillt werden sollte. Die Nationale Stillkommission und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte empfehlen 4 Monate, die WHO und Hebammenverbände 6 Monate. Das Forschungsinstitut für Kinderernährung empfiehlt, den Zeitpunkt davon abhängig zu machen, wann das Kind Interesse an fester Nahrung zeigt.

    Herzliche Grüße,
    Ihr BRIGITTE.de-Team

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