Fisch ist vielen Kindern nicht ganz geheuer: Die weiche Konsistenz und der intensive Geschmack sind ungewohnt, dazu kommt die Angst vor Gräten. Vor allem bei den Kleinen hilft es, wenn Fischgerichte möglichst wenig nach Fisch aussehen. Sie bekommen ihn in Form ihrer Lieblingsgerichte serviert - als Pfannkuchen, Frikadelle oder Bolognese-Soße. Je älter die Kinder werden, desto mehr können sie sich mit "richtigem Fisch" anfreunden. Probieren Sie es aus!
Denn wie bei Erwachsenen sollen auch bei Kindern mindestens einmal pro Woche Fischgerichte auf den Teller kommen. Dafür gibt es gute Gründe: Fisch enthält reichlich ungesättigte Fettsäuren, darunter die wertvollen Omega-3-Fettsäuren (vor allem Meeresfisch). Nahrungsmittel aus dem Meer zählen zu den wenigen natürlichen Lebensmitteln mit hohem Jodgehalt. Jod ist wichtig für die Schilddrüse. Hinzu kommt das Spurenelement Selen, dass das Immunsystem stärkt und hilft, schädliche Schwermetalle aus dem Körper zu binden und auszuscheiden. In Fisch stecken außerdem Vitamin D und viele B-Vitamine.
Allerdings sind viele Fischarten inzwischen überfischt. Greifen Sie am besten zu Karpfen, Hering, Seelachs und Makrele und achten Sie ansonsten auf die Kennzeichnung des Marine-Stewardship-Council. Für alle, die mehr über das Thema wissen wollen: Der WWF bietet einen Einkaufsführer Fisch zum Download an.
Pfannkuchen mit Räucherlachs
Der Pfannkuchen mit Lachsstücken hat ein lustiges Gesicht aus Tomatenaugen und Gurkenmund - welches Kind könnte da widerstehen?
Fischfrikadelle mit Möhrenspaghetti
In Frikadellenform ist der Fisch gut getarnt und schmeckt auch kleinen Skeptikern. Dazu passen hauchdünne Möhrenstreifen und Kartoffelbrei.
Spirelli-Nudeln mit Tintenfisch-Bolognese
Nudeln und Tomatensoße, das mögen alle Kinder gern. Statt Hackfleisch kommen aber diesmal Tintenfisch-Tuben in die Soße.












wir wissen, dass viele Kinder am liebsten nur Nudeln mit Ketchup essen. Wir sind allerdings der Meinung, dass man sie durchaus behutsam an neue Lebensmittel heranführen kann - und da Fisch gesund ist, lohnt sich die Mühe. Die Fischgerichte für kleine Kinder verpacken Fisch daher in typische Kinder-Lieblingsgerichte wie Pfannkuchen, Frikadellen oder Bolognese. So lernen sie den Geschmack in einem vertrauten Kontext kennen.
Herzliche Grüße
Ihr BRIGITTE.de-Team
sehr netter Hinweis mit dem MSC! Warum aber werden dann in den Rezepten keinerlei Fische darin eingesetzt (ausser Makrele, Seelachs), die tatsächlich auch als MSC Fisc erhältlich sind? Thunfisch? Wäre mir neu...
Frutti di mare? Nie gehört, als MSC Ware....
warum wird man das Gefühl nicht los, das die Rezepte einfach nur umbenannt wurden? Ich kann mir leider nicht vorstellen, welche Mutti sich heute hinstellt und den lieben Kleinen ein Frutti di Mare Risotto zaubert oder selber einen MakrelenDip herstellt. Vielleicht irre ich mich, aber die Rezepte gehen doch klar an der eigentlichen Zielgruppe vorbei, und treffen eher Eltern, die sich für "kleine Gourmets" halten. Sorry, meine Meinung.
Wo bleiben einfache Rezepte, die sich auch z.B. für Berufstätige umsetzen lassen (achja,....nicht die Brigitte-Zielgruppe)? Es grüßt, ein Fischkopf ;-)