Backen

Waffeln: Heißes aus dem Eisen

Wir feiern mit den Schweden den Waffeltag: das beste Grundrezept und neun Rezepte für süße und herzhafte Waffeln aus der BRIGITTE-Küche.

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Foto: Thomas Neckermann

Ganz frisch gebacken, noch heiß und dick mit Puderzucker bestäubt - Waffeln kann kaum jemand widerstehen! Schon allein ihr Duft lässt uns das Wasser im Mund zusammenlaufen ...

Den ganzen Tag so viele Waffeln essen, wie man will, klingt daher ziemlich gut, finden wir. Deshalb sind wir gern bereit, eine schwedische Tradition aufzugreifen: Am 25. März feiern wir den Waffeltag. Dass die Schweden den Waffeln einen Tag widmen, ist womöglich ihrer undeutlichen Aussprache geschuldet. Denn am 25. März wird der christliche Feiertag Mariä Verkündigung begangen, auf Schwedisch "Vårfrudagen" - und das klingt so ähnlich wie "Våffeldagen".

Dieses Missverständnis ist den Schweden allerdings ziemlich schnuppe: Sie feiern ihren "Våffeldagen" überall, wo es Waffeln gibt - im Café, im Restaurant und zu Hause. Die Waffeleisen laufen heiß und Berge von Waffeln werden vertilgt, üblicherweise mit Konfitüre und Schlagsahne. Mitfeiern ist ganz leicht, den Waffeln sind schnell gemacht - mit unserem Grundrezept für Waffelteig:

250 g weiche Butter, 200 g Zucker und 1 Prise Salz mit den Quirlen des Handrührers cremig schlagen. 4 Eier, 1/2 TL abgeriebene Zitronenschale, 150 g Mehl, 150 g Speisestärke und 1 Messerspitze Backpulver dazugeben und alles zu einem glatten Rührteig verarbeiten. Das Waffeleisen fetten und dann aus dem Teig Waffeln backen.

Das Geheimnis unserer Waffeln: Sie enthalten viel Butter und bleiben deshalb auch nach dem Abkühlen schön weich. Zu den Waffeln können Sie Schlagsahne, Vanilleeis, heiße Kirschen oder Apfelmus servieren - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und für den unwahrscheinlichen Fall, dass Waffeln übrig bleiben, können Sie sie sogar einfrieren.

Wichtig: Heizen Sie das Waffeleisen ordentlich vor und fetten Sie es mit geschmacksneutralem Pflanzenöl (z. B. Sonnenblumenöl oder Rapsöl) ein, sonst kleben die Waffeln fest.

Waffelteig lässt sich auch prima variieren, mit Buttermilch, Crème fraîche, Rum, Zitrone oder Zimt. Und: Waffeln schmecken auch herzhaft, zum Beispiel mit Käse oder mit Kräutern. Überzeugen Sie sich selbst: Das Team der BRIGITTE-Versuchsküche hat sich neun Rezepte für Waffeln ausgedacht.

Backtipps

  • Teige mit Backpulver am besten sofort backen, durch zu langes Stehen kann der Teig sonst an Backkraft verlieren.
  • Für Eischnee immer eine fettfreie Schüssel nehmen, sonst gelingt er nicht.
  • Mürbeteig immer gründlich verkneten, bis keine Fettflöckchen mehr sichtbar sind. Die schmelzen beim Backen und geben kleine Löcher.
  • Wird eine größere Menge Sahne mit dem Handrührer geschlagen, am besten in zwei Portionen aufteilen. Sonst dauert es zu lange und die Sahne wird nicht richtig fest.
  • Biskuit immer über Kopf in der Form auf dem Kuchengitter abkühlen lassen, damit von unten Luft an den Teig kommt und sich die Feuchtigkeit nicht staut.
  • Für abgeriebene Zitronenschale nur die gelbe Schale abreiben und möglichst nicht die darunterliegende weiße Haut. Diese weiße Haut schmeckt oft etwas bitter.
  • Mürbeteig vorm Backen mehrmals mit einer Gabel einstechen, damit sich keine Luftblasen bilden können.
  • Buttercreme beim Abkühlen gelegentlich umrühren, damit sich keine Haut bildet, oder Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche legen.
  • Eier, Zucker und Salz für Biskuit mindestens 8 Minuten dickcremig schlagen. Die Eimasse sollte ganz feinschaumig und nicht mehr flüssig sein.
  • Beim Eiertrennen darauf achten, dass kein Eigelb zum Eiweiß in die Schüssel kommt. Selbst mit wenig Eigelb lässt sich das Eiweiß nicht mehr richtig steif schlagen.
  • Für Rührteig erst Butter, Zucker und Salz hell und cremig schlagen, dann die Eier unterrühren und Mehl und Backpulver am Schluss nur ganz kurz rühren. So bleibt der Teig schön locker.
  • Eischnee hat die richtige Festigkeit, wenn sich an den Schneebesen kleine Eischneespitzen bilden und der Eischnee beim Umdrehen der Schüssel standfest bleibt.
  • Mürbeteig nach dem Kneten kalt stellen. Er wird durch den hohen Fettanteil schnell weich - kalt lässt er sich besser ausrollen.
  • Blattgelatine immer einzeln in kaltem Wasser einweichen. Werden die Blätter als dicker Stapel ins Wasser gelegt, können sie außen verkleben und quellen dann in der Mitte nicht mehr.
  • Für Biskuitteig Mehl sieben und mit einem Schneebesen unterheben. Dabei nicht so viel rühren, weil der Teig sonst seine Luftigkeit verliert und nicht mehr schön aufgeht.




Apfel-Schoko-Waffeln

Die Waffeln mit säuerlichen Äpfeln und süßer Schokolade sind zum Anbeißen lecker - besonders mit Zimtzucker.

Zum Rezept: Apfel-Schoko-Waffeln

Waffeln mit Buttermilch

Die Waffeln schmecken dank Buttermilch so luftig leicht und frisch, damit gewinnen Sie jeden Waffel-Cup - und ganz sicher auch die Gunst Ihrer Kinder.

Waffeln mit Buttermilch

Kernige Vollkorn-Waffeln

Haferflocken, Kokosraspeln, Honig und Vollkornmehl machen die Waffeln zu einem vollwertigen Genuss - dazu schmeckt Pflaumenmus oder Mohnjoghurt.

Zum Rezept: Kernige Vollkorn-Waffeln

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  • Texte: Angelika Unger
    Rezepte: Annette Leitz
    Fotos: Thomas Neckermann
    Styling: Nicole Müller-Reymann
    Requisiten: Froschkönig, www.froschkoenig-hamburg.de