Bei vielen Gerichten wird über ihre Herkunft gestritten, beim Gulasch ist sie eindeutig: Es kommt aus Ungarn und war das Essen der Rinderhirten. Bei der Art der Zubereitung gehen die Meinungen allerdings auseinander. Rind, Schwein oder beides? Muss Speck mit ins Gulasch oder Kümmel?
Wir haben uns für eine ebenso großartige wie schnörkellose Version entschieden - und unser Gulasch-Rezept ist so gut, dass es garantiert in Ihre Klassiker-Schublade kommt. Zum Zubereiten brauchen Sie ein bisschen Zeit, aber das hat ein so köstliches Gulasch auch verdient. Egal ob Sie nun ein Sonntagsessen, ein praktisches "Ich-koch-schon-mal-vor-Gericht" oder ein schönes Freundesmahl daraus machen wollen.
Zutaten für 4 Portionen Gulasch
75 g geräucherter durchwachsener Speck (am besten Bio), 750 g Zwiebeln, 750 g gemischtes Gulasch (je zur Hälfte Rind und Schwein, am besten Bio), 30 g Butterschmalz, Salz, frisch gemahlener Pfeffer, 2-3 EL Tomatenmark, Edelsüß-Paprikapulver, 4 Stängel Thymian, 1 kleiner Zweig Rosmarin, 250 ml trockener Rotwein oder Traubensaft, 400 ml Rinderfond (Glas), 2-3 EL Mehl, 125 g saure Sahne
Das Rezept: Gulasch zubereiten
1. Den Speck in kleine Würfel schneiden. Die Speckwürfel in einem großen Topf oder Bräter knusprig ausbraten und herausnehmen.
2. Die Fleischwürfel mit Küchenkrepp gut trocken tupfen. Etwas Butterschmalz zum Speckfett in den Topf geben und die erste Portion Fleisch darin bei sehr starker Hitze rundherum kräftig braun anbraten. Die Gulaschwürfel dabei gut wenden, dann herausnehmen. Wieder etwas Butterschmalz im Topf erhitzen und die nächste Portion nehmen - bis alles Fleisch nach und nach angebraten ist. Immer erst die nächste Portion braten, wenn das Fleisch wirklich braun ist, nur so entwickeln sich Röststoffe.
3. Die Zwiebeln abziehen und grob würfeln. Das restliche Butterschmalz im Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin anbraten.
4. Wenn die Zwiebeln hellbraun sind, die Speck- und Fleischwürfel mit in den Topf geben und alles mit Salz, Pfeffer und dem Tomatenmark würzen. Nochmals zwei bis drei Minuten unter Wenden braten. Paprikapulver darüberstäuben. Kräuter abspülen, trocken schütteln und hacken oder zum Bouquet garni binden. Kräuter, Wein und Fond dazugeben und alles aufkochen lassen. Das Gulasch im geschlossenen Topf etwa 90 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren.
5. Mehl und saure Sahne verrühren und unter Rühren in die kochende Flüssigkeit gießen. Noch weitere fünf bis zehn Minuten bei kleiner Hitze kochen lassen. Das Gulasch mit Salz, Pfeffer und Paprika würzig abschmecken.
Fertig in 2 Stunden 10 Minuten
Pro Portion ca. 565 kcal, E 47 g, F 30 g, KH 17 g
Dazu am besten kurze Nudeln
Tipps Wer mag, schneidet 4 kleine Gewürzgurken in Scheiben und mischt sie unter das Gulasch. Gulasch lässt sich gut einfrieren.
Ausdrucken, Portionen berechnen, Einkaufszettel schreiben, ins Kochbuch aufnehmen - das Rezept für das perfekte Gulasch finden Sie auch in unserer Rezept-Datenbank!












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am um
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Christina
am 20.11.11 um 12:10
Hier mal zu den Kommentaren einen Erfahrungsbericht. Ich habe letzte Woche das Rezept ausprobiert und kann nur sagen, dass es einfach genia ist. Es schmeckt nicht bitter, solange hat das Paprikapulver keine Zeit, anzubrennen. Der Traubensaft (Wein ging nicht wegen der Kinder) passt prima. Ich hatte zuerst meine Bedenken, weil der Saft ja doch viel süßer ist, als Wein. Aber die Bedenken waren unberündet. Heraus kommt ein Gulasch, das geschmacklich ganz toll ist. Die saure Sahne und das Mehl würde ich beim nächsten Mal vielleicht weglassen. Konsistenz und Geschmack fand ich auch schon vorher super.
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BRIGITTE.de-Team
am 16.11.11 um 13:41
Liebe Userinnen und User,
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Birgit
am 16.11.11 um 11:43
Noch eine kleine Anmerkung zu Heiner's Kommentar: ich gebe ihm völlig Recht. Allerdings endet "Bio" auch schon vor dem Schlachthof, wenn die Tiere nicht auf eine "humane" Art und Weise geschlachtet werden. Daher ist es noch wichtiger beim Kauf heraus zu finden, wie, wo und von wem die Tiere geschlachtet wurden. Da ist unsereiner als Käufer und Kunde gefordert! Daher gehe ich zum Metzger meines Vertrauens und zahle auch gerne mehr!
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BRIGITTE.de-Team
am 14.11.11 um 18:03
Liebe Julia,
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Heiner
am 13.11.11 um 13:06
A C H U N G:
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julia
am 13.11.11 um 12:47
Hallo,
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Heiner
am 10.11.11 um 23:14
Hallo,
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wall
am 10.11.11 um 19:44
Gulaschfleisch: vom Rind: am besten Wadschinken wegend er vielen Sehnen und Flaxen. Die müssen sie durch Kochen weichkriegen: Nach ca 2,5 - 3 Stunden entwickelt sich asu dem sehnigen Teil Gelatine, die ist wunderbar weich und macht den Saft geschmeidig! Mahlzeit
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wall
am 10.11.11 um 19:42
Befürchte, daß dieses Gulasch bitter wird: ab dem Zeitpunkt der Zugabe des Paprikapulvers bis zum Ablöschen mit Fond, Wasser, Wein ... dürfen nicht mehr als 30 Sekunden vergehen!
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chris
am 08.11.11 um 10:49
"Gulaschfleisch" ist so ziemlich alles, woraus man diesen Eintopf zubereiten kann.
mehr (12)Ich wünsche allen Testerinnen einen guten Appetit!
Viele Grüße!
wir bitten Sie, bei den Kommentaren beim Thema zu bleiben. Vielen Dank!
Liebe Grüße
das BRIGITTE.de-Team
den Traubensaft bzw. den Wein können Sie auch weglassen bzw. durch Brühe oder Fond ersetzen, weil man die Flüssigkeitsmenge braucht. Eine leicht säuerliche Note gehört zum klassischen Gulasch für viele dazu. Manche schnippeln sogar kleine Gewürzgurken mit ins Gulasch, aber das ist Geschmackssache.
Liebe Grüße
das BRIGITTE.de-Team
Mit dem Wort "BIO" sollte man/frau sehr vorsichtig sein.
BIO hört da auf, sobald das verarbeitete Tier das Schlachthaus verlässt.
Was dann die fleischverarbeitende Betriebe in das Fleisch hineindonnern (Chemie, Medikanente), bleibt echt dahingestellt.
Am besten von einen Fleischer, (Landschlachterei) der das komplette Tier verarbeitet und die sind heutzutage echt rar.
Also überlegt Euch gut, wo ihr das Fleisch kauft.
ist der Wein bzw. Traubensaft nötig? Ich mag keinen Wein im Essen und kann mir Traubensaft geschmacklich im Gulasch schwer vorstellen.
Vielen Dank und einen schönen Sonntag
Julia
möchte hier nur einen Tipp abgeben.
Bauchspeck schneiden bereitet unter Umständen große Schwierigkeiten, wenn man/frau kleine Würfel schneiden soll.
Ich habe da eine recht gute Lösung gefunden.
Den Bauchspeck 1 Tag vorher kaufen, lauwarm abspülen, trockentupfen und auf ein Vesperbrett (auf die Schwartenseite) legen. Dann ab in das Gefrierfach oder -schrank. Wenn man den Speck braucht, ist er natürlich sehr fest. Nun kann man diesen Speck mit einem sehr scharfen Wellenschliffmesser (kein Säge- oder Brotmesser) sogar hauchdünne Scheiben schneiden. Die Schwarte kann man/frau auf dieser weise auch leichter von Speck trennen. Die Würfeln gelingen fast von alleine, wenn man mit einem solchen Messer schneidet.
Sorry wegen meiner Gramatik. Ich bin gehörlos und habe etwas Schwierigkeit mit der Sprache.
Zweitens: die Zwiebeln müssen viel länger gebräunt werden, das dauert und hier sollte man bei der Temperaturregelung etwas vorsichtig sein.
"Gulasch ist ein Ragout, dass aus Rinds-, Lamm-, Schweine-, Kalbs-, Pferde- oder Hammelfleisch zubereitet wird." heißt es auf einer Website, die sich ausschließlich mit Gulaschrezepten beschäftigt und wie man auch aller Orten nachlesen kann. Uns selbst Wild ist kein Problem.
Hierbei geht es um die Stückigkeit des Fleischs und darum, dass es zum Schmoren geeignet ist. Mehr ist nicht von Nöten.
Wenn man sich nicht auskennt, kann man sagen, was man zubereiten möchte und bekommt es verkauft. WEnn man die Größe der Stücke selbst entscheiden möchte, sollte man es nicht schneiden lassen und das statt dessen selbst auf Wunschgröße tun.
Alles klar? :-)