Gemüseküche
Spinat-Rezepte ganz in Grün

Ob Risotto mit Spinat, Spinat-Lasagne mit Lachs oder Spinat-Salat mit Himbeeren - unsere Rezepte mit Spinat werden euch begeistern.

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Spinatquiche

Spinatquiche

Eine Quiche ist ein typisches Gericht in der französischen Küche und wird in der klassischen Variante mit Speck, Käse, Zwiebeln, Eiern und Sauerrahm gefüllt. Wir machen sie mit Spinat und Tomaten. Zum Rezept: Spinatquiche

Mit Spinat so stark wie Popeye werden

Was haben wir als Kinder nicht alle Spinat in rauen Mengen gegessen - kein Wunder, man hatte uns ja auch versprochen, dass wir davon stark wie Popeye werden würden. Das liege am vielen Eisen, hieß es damals. Büchsenweise goss sich der schnittige Seemann das gesunde Grün hinter die Binde, bevor er sich seinem Erzfeind stellte und seine angebetete Olivia aus so mancher Gefahr rettete. So wurde das ungeliebte grüne Gemüse zum Dauerbrenner bei Generationen von Kindern, der zwar nicht schmeckte, aber dennoch tapfer unter Spiegelei und Fischstäbchen vergraben wurde. Ein Marketing-Erfolg sondergleichen!

Ein Rechenfehler schrieb Geschichte

Später wurde dann bekannt, dass hinter der Legende vom muskelbildenden Spinat ein Rechenfehler steckt: Statt 35 Milligramm enthalten 100 Gramm frischer Spinat nur 3,5 Milligramm Eisen. Doch auch das ist nun wieder überholt, denn eine Studie aus Schweden hat inzwischen festgestellt: Spinat und anderes nitrathaltiges Gemüse stärken tatsächlich die Muskeln. Denn auch mit den korrigierten Werten enthält Spinat immer noch mehr Eisen, als viele andere Gemüsesorten.

Etwa 200 bis 250 Gramm Spinat müsste man für einen deutlichen Effekt dafür zu sich nehmen, jedoch in Kombination mit regelmäßiger, intensiver sportlicher Betätigung. Keine einfache Aufgabe, mit unseren leckeren Spinat-Rezepten aber kein Ding der Unmöglichkeit. Denn Spinat ist ein sehr vielfältiges Blattgemüse, das sich in Quiche genauso gut macht, wie im Spinatsalat, zu Pasta, in Lasagne, als Beilage zu Steak und Lachs, in Gratins mit Tomaten, in Curry oder in grünen Smoothies. Spinat ist nicht nur ein Allround-Talent, sondern auch noch richtig lecker - und sehr gesund!

Kleine Warenkunde zum Spinat

Schon lange, bevor man in unseren Breiten Spinat auf den Tisch brachte, war ein Vorläufer des heute bekannten Spinats in Persien beliebt. Die Araber brachten den "isbanāh" spätestens im 9. Jahrhundert nach Spanien, wo er als "espinaca" in die Küche und in die Hausapotheke aufgenommen wurde. Im frühen 15. Jahrhundert wurden seine Heilkräfte erstmals im Kräuterbuch des Leonhart Fuchs erwähnt. Dort heißt es, das Blattgemüse helfe bei Verdauungsstörungen, sei aber auch äußerlich anwendbar. Damals wurde Spinat als Mittel gegen Blähungen eingesetzt; seine Samen fanden Verwendung als Abführmittel. Auch bei Nierensteinen, Fieber, Entzündungen der Lunge und des Darms griff man zu Spinat - ebenso wie bei Atemproblemen, Leberentzündungen und Gelbsucht.

Gesunde Ernährung mit Spinat

Heute ist Spinat fester Bestandteil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Die im Spinat enthaltenen Nitrate unterstützen den Körper bei der Produktion von Stichstoffmonoxid, der unter anderem für den Sauerstofftransport im Blut zuständig ist. Er gilt außerdem als Entzündungshemmer und soll Thrombosen vorbeugen und die Blutgefäße erweitern, was wiederum vor Schlaganfällen und Herzinfarkten schützt.

Zusätzlich senkt Stichstoffmonoxid den Blutdruck und wird zur Behandlung von Diabetes und Herzleiden eingesetzt. Spinat enthält außerdem Beta-Carotin, Vitamin C und E sowie Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Jod, Phosphor, Vitamin A, Folsäure und Carotinoide - und ist damit ein echtes Powerkraut.

Das heißt, selbst wenn wir durch den Verzehr von Spinat nicht so stark werden wie Popeye, gibt es doch genügend Gründe, regelmäßig Spinat in unsere Ernährung zu integrieren. Vor allem Sportler sollten darauf achten, dass sie häufig Spinat essen. Das erhöht die Effektivität der Mitochondrien, was wiederum den Sauerstoffverbrauch beim Workout reduziert und das Muskelwachstum erleichtert.

Spinat in eine gesunde Ernährung integrieren

Spinat ist ein Gemüse, das sich auch wunderbar selbst anbauen lässt. Selbstversorger freuen sich über den Winterspinat, ein wichtiges Frühjahrsgemüse. Er wird zwischen Mitte September und Anfang November gesät und dann frühzeitig im neuen Jahr geerntet. So kann man schon sehr zeitig im Frühjahr mit frischem, grünen Gemüse kochen. Die zweite Erntezeit liegt dann im September und Oktober. Damit ist der Spinat über große Teile des Jahres hin verfügbar - auch ohne Unterstützung von Iglo und Co.

Wer von den vielen Vorteilen des Spinats profitieren möchte, sollte ihn kurz kochen, denn Spinat enthält auch Oxalsäure, ausgerechnet jene Säure, die die Aufnahme von Eisen erschwert. Durch kurzes Kochen des Spinats wird der Anteil der Oxalsäure um bis zu 50 Prozent reduziert. Blanchieren ist deshalb ebenfalls eine gute Idee. Ein weiterer Vorteil: Der Spinat behält seine Farbe und Konsistenz. Danach einfach mit Salz und Pfeffer würzen.

Roher Spinat - gut oder gefährlich?

Darüber hinaus empfiehlt es sich, Blattspinat hin und wieder roh zu sich zu nehmen. Das klappt zum Beispiel im Salat oder im Smoothie gut, wo ihr die vielen Vitamine sogar trinken könnt. Da roher Spinat jedoch ein höheres Maß an Oxalsäure enthält, sollte man es damit aber nicht übertreiben.

Unsere vielseitigen Spinat-Rezepte zeigen viele Inspirationen für eine möglichst abwechslungsreiche Ernährung mit dem grünen Gemüse, die das gesamte Spektrum von Salat bis Lasagne und verschiedene Arten der Zubereitung abdecken. Viele der Rezepte sind auch für eine Diät gut geeignet und unterstützen euch beim Abnehmen. Wir sind uns sicher: Für jeden ist ein schönes Rezept dabei!

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