Nudeln
Tomatensoße - jetzt selber machen!
Jetzt im Sommer schmecken Tomaten einfach am besten: Von der Sonne verwöhnt, sind sie aromatisch und fruchtig. Jetzt ist die beste Zeit, um Tomatensoße selber zu machen - aus frischen Tomaten und am besten gleich auf Vorrat!
Für eine gute Tomatensoße gilt: Weniger ist mehr. Ein Hauch Knoblauch, Olivenöl und natürlich Tomaten in der besten Qualität, die sie kriegen können - viel mehr brauchen Sie nicht, wenn Sie Tomatensoße selber machen wollen. Nur noch Geduld: Die Tomatensoße sanft köcheln lassen und dann mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.
Dieses Grundrezept für Tomatensoße lässt sich endlos variieren. Wer mag, gibt eine Zwiebel hinein, etwas Chili oder mediterrane Kräuter, Basilikum kommt gut oder Oregano. Fein gehackte getrocknete Tomaten machen die Soße besonders aromatisch. Oder probieren Sie Ihre Tomatensoße doch mal mit einem Schuss Balsamico oder Rotwein! Experimentieren Sie mit Kräutern, Gewürzen, Fleisch, Fisch oder Gemüse. In einem allerdings sind sich die Expertinnen der BRIGITTE-Versuchsküche einig: Ketchup gehört in eine gute Tomatensoße ebenso wenig hinein wie Mehlschwitze.
Spitzenköchin Lea Linster macht ihre Tomatensoße (für vier Personen) so: Zwei Zwiebeln abziehen und fein hacken, zehn reife Tomaten abspülen und grob würfeln. Sechs Esslöffel Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln glasig dünsten. Die Tomaten und drei zerdrückte Knoblauchzehen zugeben, mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und einer Prise Zucker würzen. Die Tomatensoße bei kleiner Hitze etwa 30 Minuten kochen lassen, durch ein feines Sieb streichen und abschmecken.
Wer die Tomatensoße ein bisschen stückiger mag, aber keine Lust auf Tomatenschale zwischen den Zähnen hat, häutet die Tomaten vorm Kochen. Das geht ganz einfach: Tomaten an der Unterseite kreuzweise einschneiden, mit kochendem Wasser überbrühen und anschließend mit eiskaltem Wasser abspülen. Nun lässt sich die Haut mit einem Messer abziehen.
Übrigens, wenn es keine guten frischen Tomaten mehr gibt: Für die Tomatensoße lieber Dosentomaten nehmen als wässrige Treibhausware. Wenn sie vollreif und am Tag der Ernte verarbeitet werden, enthalten Dosentomaten viele Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe und sind der holländischen Treibhaustomate geschmacklich haushoch überlegen. Am besten schmecken uns die länglichen San-Marzano-Tomaten. Diese Tomatensorte, am Fuß des Vesuvs angebaut, war von einem Virus beinah ausgerottet worden und wurde von der Slow-Food-Bewegung vom Aussterben gerettet. San-Marzano-Tomaten schmecken wahnsinnig intensiv und duften köstlich, sind allerdings nicht ganz billig. Gute und preiswerte San-Marzano-Tomaten aus der Dose gibt's beispielsweise von der Rewe-Hausmarke "Feine Welt" oder über www. gourmondo.de.
Tomatenkonzentrat
Praktisch: Einmal im Sommer Tomatenkonzentrat einkochen - und sie haben eine würzige Basis im Vorrat, aus der Sie ruckzuck Suppen oder Tomatensoße machen können. Das Konzentrat ist mindestens drei Monate haltbar.
Tomatensoße Napoli
Die Variante Napoli ist die Urform der italienischen Tomatensoße. Sie wird ganz klassisch-schlicht nur mit Zwiebeln und Knoblauch gemacht und schmeckt zu Pasta, aber auch als Sugo auf Pizza.
Tomatensoße alla Puttanesca
"Alla Puttanesca" heißt wörtlich übersetzt "nach Hurenart" - offenbar mögen Freudenmädchen ihre Tomatensoße am liebsten mit Sardellen, Kapern und Oliven.
Tomatensoße all'Arrabbiata
Nichts für Empfindliche: Tomatensoße all'Arrabbiata ist scharf! Wer sie selbst kocht, kann entscheiden, wie rabiat sie sein soll - die Menge Chili macht's.













