Expertentipps
Mein Garten im Frühling: Jetzt geht's los!

Was Ihr Garten im Frühling braucht, erklärt Expertin Friederike von Ehren - und gibt wertvolle Tipps für einen Start in ein blühendes Jahr.

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Foto: Stefan Körber/Fotolia.com

Zehn Tipps für die Gartenplanung

  • 1. Erstellen Sie, zumindest in groben Zügen, ein Gesamtkonzept, auch wenn Sie die Ideen schrittweise umsetzen werden.
  • 2. Gliedern Sie den Garten, schaffen Sie Räume. Und bleiben Sie in den einzelnen Gartenräumen bei einem Thema, wie z.B. "Bauerngarten", "Rosengarten", "Staudenrabatte in blau-weiß-gelb".
  • 3. Jetzt ist der Standort wichtig: Wie ist die Erde? Die Besonnung? Danach richten sich die Auswahlmöglichkeiten für alle Pflanzen. (Tipp: Viele Gartencenter bieten eine Bodenberatung an.)
  • 4. Zuerst sollten die dominanten großen Pflanzen (Solitärs) eingeplant werden, dann Hecken, zuletzt niedrige Pflanzen wie Bodendecker und Stauden.
  • 5. Wenn Sie eine Liste Ihrer Lieblingspflanzen haben, suchen Sie dazu passende Nachbarn aus. Ein sehr langsam wachsendes sollte nicht neben einem schnell wuchernden Gewächs stehen, da es sonst womöglich verdrängt wird.
  • 6. Auch was die Größe des Gartens betrifft, spielt das Wachstum eine Rolle: Bei kleineren Gärten zum Beispiel sind langsamwüchsige Pflanzen sinnvoll, dann müssen Sie auch nicht so oft mit der Gartenschere ausrücken.
  • 7. Verwenden Sie immer größere Stückzahlen von Stauden, Rosen, Hortensien, auch Rhododendron, damit ein Bild entsteht. Einzelpflanzen wirken zu unruhig. Ideal sind Gruppen mit ungeraden Stückzahlen: 3,5,7.
  • 8. Zu einem gelungenen Garten gehören auch immer die "unbelebten" Accessoires, wie Bänke, Brunnen, Obelisken, Kübel. Damit können Sie den Garten auch gut strukturieren und bestimmte Stellen spannend betonen.
  • 9. Planen Sie für alle Jahreszeiten Pflanzen und Gehölze: Vorfrühlingsblüher, Herbstfärbung, Sommerblüte, Winterblüher etc.
  • 10. Lassen Sie sich bei Bedarf von Garten-Fachleuten beraten. Es wird sich lohnen.

Die Vorbereitung

Rhododendron

Zunächst ein kleiner Check: Haben Sie alle Geräte, die Ihnen die Arbeit im Garten erleichtern? Zur Grundausstattung gehören: Spaten, Hacke, kleine Schaufel, Rechen und Schere. Wenn Sie nicht nach englischer Art mit der Nagelschere über Ihre Wiese robben wollen, empfiehlt sich auch ein Rasenmäher. Damit Sie von diesem lange etwas haben, sollten Sie ihn möglichst trocken lagern.

Nun zur Arbeit im Frühling: Wichtig ist zunächst, dass Sie die Beete von Unkraut befreien und die Erde auf die Saison vorbereiten, indem Sie sie düngen oder mit nährstoff- und mineralienreichem Kompost vermengen. An den Stellen, wo Sie neue Pflanzen säen oder einpflanzen wollen, sollten Sie die Erde außerdem mit einer Harke auflockern. Achten Sie beim Dünger darauf, dass er auch für die entsprechende Sorte geeignet ist. Denn für jede Pflanzenart gibt es spezielle Mittel, deren Nährstoffverhältnis auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist.

Die Expertin

Seit Johannes von Ehren 1865 in Hamburg eine Baumschule gründete, ist das Gartenhandwerk fest in der Familie verwurzelt. Neben der Baumschule gibt es seit 1995 mit dem Garten von Ehren auch ein Center für Privatkunden. Dort bietet Leiterin Friederike von Ehren alles, was der Pflanzenliebhaber begehrt: eine große Auswahl an Pflanzen, geschmackvolle Kombinationen, klassische Accessoires und eine ausführliche Beratung.

Gleiches gilt übrigens für die Erde: Jede Pflanze stellt unterschiedliche Ansprüche an den Boden. Ein normaler Rhododendron etwa braucht einen sauren Boden, der reich an organischen Ablagerungen ist, eine Rose hingegen einen sehr nährstoffreichen Boden. Lassen Sie sich daher am besten vor dem Pflanzen im Fachhandel beraten. Viele Gartencenter bieten übrigens auch eine Bodenberatung an; Sie müssen nur eine Probe aus Ihrem Garten mitbringen und die Fachleute sagen Ihnen, welche Pflanzen hierfür geeignet sind.

Um Ihren Rasen frühjahrsfit zu machen, behandeln Sie ihn am besten mit einem hochwertigen Langzeitdünger (zum Beispiel von Cuxin) - dieser gibt die Nährstoffe erst nach und nach frei, wodurch Sie sich für den Rest der Saison das Düngen sparen können. Wenn Sie es ganz besonders gut mit Ihrem Rasen meinen, können Sie ihn zudem mit einem "Vertikutiergerät" (sieht ähnlich aus wie ein Rasenmäher) bearbeiten - dadurch wird er aufgelockert und von vertrockneten Halmen, Wurzeln, Moos und Unkraut befreit.

Außerdem steht jetzt an: Zurückschneiden von Gehölzen, Rosen und Obstbäumen. Kübelpflanzen umtopfen.

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