Die Magnolie - Star des Frühlings
Der Zweig einer Magnolie ähnelt mit seinen Verästelungen einer bizarren Skulptur. Viele elegant geformte, von feinem Pelz überzogene Verdickungen verstärken diesen Eindruck. Das knorrige Geäst bringt kleine Wunder hervor: Die Knospen schwellen mehr und mehr an, zwischen zwei pelzigen Schuppen blitzt plötzlich makelloses Weiß oder puderiges Rosé hervor. Allmählich schält sich dann die Blüte aus der Ummantelung, die voll entfaltet aussieht, als wäre sie aus Porzellan. Die Eleganz der Blüten gilt in China als Sinnbild weiblicher Reinheit, Schönheit und Süße. Von dort kamen die Magnolien vor etwas mehr als 200 Jahren nach Europa; die Gattung wurde nach dem französischen Botaniker Pierre Magnol benannt. Zu den bekanntesten Arten zählen die Tulpenmagnolie mit kelchförmiger Blütenkrone und die Sternmagnolie mit einem Kranz duftender Blütenblätter. Die Knospen beider Arten öffnen sich im Frühjahr, bevor das Laub aus dem Holz hervorbricht. Im Garten benötigen die Sträucher eher feuchten Boden und einen geschützten Platz, damit die Blüten nicht den Spätfrösten zum Opfer fallen. Sollen Zweige in der Vase lange halten, dürfen sie nicht kürzer als einen Meter sein, da sie die Nährstoffe aus dem Holz beziehen.













