Gärtnern
Rasenpflege: Tricks für den Traumrasen

Sie dachten, Rasenpflege sei das leichteste Spiel beim Gärtnern? Leider nicht. Doch mit dieser Rasenpflege wird auch Ihr grüner Teppich so schön wie ein englischer Rasen.

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Es sollte von satter Farbe sein, dicht wie ein Veloursteppich und frei von jeglichem Kraut - doch warum ist das so schwierig?

Eine Rasenfläche, so glaubt man, ist der pflegeleichteste Teil eines Gartens. Mit ein bisschen Mähen ist die Sache schon erledigt. "Ein bisschen Mähen"? Das ist arg untertrieben. Da aber die Männer diese Arbeit gern übernehmen, schlägt sie nicht wirklich zu Buche.

Doch was ist mit dem Moos? Haben Sie schon einen Rasen ohne diese fiesen grünen Fussel gesehen - englische Verhältnisse lassen wir hier außen vor? Na sehen Sie. Und in der Nähe von Bäumen fallen die spärlichen Grashalme ganzen Heerscharen gedrungener Moospolster anheim. Da ist auch der liebe Gatte machtlos. Denn die handelsüblichen Moosvernichter, die er gern eimerweise darüberstreut, beseitigen das Problem nur vorübergehend. Nach wenigen Wochen regenerieren sich die Moose aus den im Boden vorhandenen Sporen, die grünen Halme hingegen lassen weiter auf sich warten. Was also tun?

Die wichtigsten Rasenregeln

  • Alles fängt beim Saatgut an. Langjährige Züchtung hat beste Rasensorten hervorgebracht. Dieses wird aber nur von Markenfi rmen angeboten (z.B. Wolf, Kiepenkerl). Lassen Sie die Finger von Allerweltsmischungen wie "Berliner Tiergarten". Sie bestehen meist aus billigen Saatgutabfällen. Gutes Saatgut lässt eine dichte Rasennarbe heranwachsen, vorausgesetzt, der Boden wurde gut gelockert und von Unkräutern befreit.
  • Düngen, mähen... Um sich diese dichte Narbe zu erhalten, braucht das liebe Grün dreimal im Jahr (April, Juni, September) eine ausgewogene Ernährung, am besten einen Rasenlangzeitdünger, und eine regelmäßige Rasur - während der Hauptwachstumszeit mindestens einmal wöchentlich. Wenn es heiß wird, muss gewässert werden.
  • ... und kratzen. Egal, ob Sie mulchmähen, also den Rasenschnitt liegen lassen, oder ihn abtransportieren - mit der Zeit bildet sich zwischen den Gräsern Filz, der das vitale Wachstum beeinträchtigt. Dieser muss einmal im Jahr, am besten ab Mitte April, wenn der Boden sich wieder erwärmt hat, mit einem Vertikutierer herausgekratzt werden. Anschließendes Nachsäen und Düngen ist ganz wichtig.

Und wenn das Moos doch immer gewinnt?

Einige Standorte sind für Rasengräser einfach ungeeignet. Eine vernünftige Grasnarbe entsteht langfristig nur, wenn die Gräser dem anderen Grünzeug überlegen sind. Im Schatten nutzen aber weder Mähen, Düngen, Wässern und Vertikutieren noch spezielle Saatmischungen. Dort hat das Moos einen Konkurrenzvorteil. In kahle vermooste Böden sollten Sie daher am besten hübsche Bodendecker pfl anzen, die gut mit wenig Licht zurechtkommen, etwa Elfenblumen, Storchschnabel, Immergrün, Kaukasus-Vergissmeinnicht und Ysander. Beherzigen Sie das alles, dürfen Sie ruhig nach England schielen und vergleichen. Aber dann sage keiner mehr, Rasen mache wenig Arbeit.

  • Artikel vom 17.06.2010
    Foto: Getty Images
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