Gartentipps
Erste Hilfe fürs Grün: Was tun gegen Schädlinge?

Erste Hilfe fürs Grün: Was tun gegen Schädlinge? Teaser: Von A wie Ameise bis Z wie Zikade: Hier erfahren Sie alles über die häufigsten Schädlinge und Krankheiten bei Pflanzen - und wie Sie sich dagegen wehren.

  • Ameisen
    Ameisen sind keine Schädlinge, aber lästig sind sie trotzdem. Sie tauchen oft zusammen mit Blattläusen auf, mit denen sie eine Art Zweckgemeinschaft bilden.
    Was sie anstellen: Ameisen vertreiben die natürlichen Feinde der Blattläuse und holen sich im Gegenzug deren Honigtau. Zusätzlich nisten sie gern unter Wegeplatten, so dass diese kippelig werden können.
    Was tun: Ameisenstraßen, die an Bäumen empor zu Blattlauskolonien führen, lassen sich mit Leimringen (Fachhandel) unterbrechen, die um den Stamm gebunden werden. Zudem meiden Ameisen Steinbeläge, die in Splitt statt Sand verlegt wurden.
  • Buchsbaumfloh
    Lange galten Buchsbäume als harte Kerle, denen nichts etwas anhaben konnte. Mittlerweile tritt doch das eine oder andere Zipperlein zu Tage, darunter eine löffelartige Verformung ihrer äußeren Blätter. Verursacher ist ein auf Buchs spezialisierter Floh.
    Was sie anstellen: Der Speichel des Flohs wölbt die Blattränder auf, so dass der Winzling in der Mulde ungestört saugen kann. Dabei scheidet er Honigtau aus, der die Blätter klebrig und unansehnlich macht.
    Was tun: Die befallenen Triebspitzen im Spätsommer stark zurückschneiden und das Schnittgut beseitigen.
  • Chlorose
    Fehlt den Blättern das Spurenelement Eisen, verfärben sie sich gelb. Nur die Blattrippen bleiben zunächst noch dunkelgrün. Diese Mangelernährung, z. B. bei Rhododendren und Rosen, nennt man Chlorose.
    Was sie anstellen: Die Gelbfärbung zeigt an, dass die Pflanzen kein grünes Chlorophyll mehr bilden können, der Stoffwechsel kommt zum Erliegen, und die Pfl anzen sterben langsam ab.
    Was tun: Meist ist im Boden ausreichend Eisen vorhanden, doch die Pflanzen können es nicht aufnehmen, weil der Säuregehalt des Bodens nicht stimmt. Es reicht daher nicht aus, Eisen zu düngen. Gleichzeitig muss die Erde für die Pflanzen saurer gemacht werden, z. B. durch ein Untermischen von reinem Torf.
  • Dickmaulrüssler
    Vor allem Rhododendren sind von den schwarzen Käfern bedroht. Meist wird man erst darauf aufmerksam, wenn es für die Pflanzen schon zu spät ist. Dann hängen die Blätter schlaff herab, so als ob sie Wasser bräuchten.
    Was sie anstellen: Ab Mai nagen Dickmaulrüssler an den Blatträndern. Dieser harmlose "Buchtenfraß" ist ein erster Hinweis auf den Käfer. Da er nachts aktiv ist, bekommt man ihn jedoch kaum zu sehen. Fatal sind hingegen die weißen Käferlarven, die sich im Boden von den Wurzeln ernähren. Ohne Wurzelsubstanz können die Pflanzen kein Wasser mehr aufnehmen und vertrocknen.
    Was tun: Es ist müßig, die schwarzen Käfer in der Dunkelheit absammeln zu wollen. Viel effektiver sind spezielle Nützlinge (parasitäre HM-Nematoden von Neudorff ), die in Wasser gelöst zwischen Mitte August und Anfang Oktober mit einer Gießkanne verteilt werden.
  • Efeuspinnmilbe
    Spinnmilben sind mit ihren etwa 0,5 mm Körperlänge ohne Lupe kaum zu erkennen. Auffälliger sind ihre feinen Gespinste, mit denen sie die Blätter überziehen. Eine dieser Spinnmilbenarten kommt speziell an Efeu vor.
    Was sie anstellen: Spinnmilben saugen punktuell das Chlorophyll aus den Blättern, so dass diese mit kleinen, hellen Sprenkeln überzogen werden. Einzelne Efeublätter verfärben sich mit der Zeit graubraun und vertrocknen schließlich. Die rotbraunen Weibchen und orangeroten Larven findet man vor allem an der Blattoberseite.
    Was tun: Trockene Orte, etwa Efeu an geschützten Hauswänden, sollte man vermeiden. Gegen leichten Befall helfen Mittel wie Neudosan (Neudorff) und Naturen (Scotts Celaflor).
  • Florfliege
    In unseren Breiten kommt rund ein halbes Dutzend verschiedene Florfliegenarten vor. Sie haben anders als richtige Fliegen zwei Flügelpaare, die von einem Netz filigraner Adern durchzogen sind. Ihre gewölbten Augen schillern farbig, weshalb diese Insekten auch "Goldaugen" heißen.
    Wie helfen sie: Florfliegenweibchen legen bis zu 500 Eier und hängen diese in die Nähe einer Blattlauskolonie an lange Stiele. Jede flügellose braune Larve vertilgt etwa 500 Blattläuse und dazu zahllose Spinnmilben, Woll- und Schmierläuse, bevor sie nach ca. drei Wochen zu einer Florfliege wird.
    Was tun: Erwachsene Florfliegen leben von Honigtau und Pollen, sie brauchen also Blühendes zum Leben. Gewähren Sie den Tierchen über Winter Unterschlupf, den sie oft in warmen Häusern suchen.
  • Grauschimmel
    Feuchte Witterung begünstigt diese Pilzerkrankung, vor allem bei empfindlichen Pflanzen. Betroffen sind meist Erdbeeren, Tomaten, Gurken und viele gefüllt blühende Pflanzen, etwa Rosen und Dahlien, wenn sie lange dem Regen ausgesetzt sind.
    Was er anstellt: Typisch ist der graue Belag, der sich wie ein feiner Haarwuchs oberfl ächlich breit macht. Darunter ist das Gewebe weich und faulig. Früchte, Blüten, Blätter und Stängelteile werden befallen.
    Was tun: Alles ist hilfreich, was die Pfl anzen trocken hält. Wenn möglich, rückt man sie bei Dauerregen unter ein Dach. Erdbeerfrüchte sollten frei hängen oder auf Stroh gepolstert werden. Regenfeste Rosensorten wählen, deren Blüten nicht verkleben. Stickstoff nur in Maßen düngen.
  • Himbeerkäfer
    Wenn Sie den Aufschrei der Kinder kennen: "Iiiiiiih, in den Himbeeren sind ja Würmer", dann haben Sie schon Bekanntschaft mit dem Himbeerkäfer gemacht. Seine Larven verbringen im Inneren der Früchte ihre Jugend. Auch Brombeeren werden von ihnen heimgesucht.
    Was sie anstellen: Im Mai verlassen die fünf Millimeter großen braunen Käfer ihr Winterquartier im Boden. Dann fressen sie sich an Himbeerknospen satt. Ab Juni legen die Weibchen ihre Eier in die Blüten. Von da aus bohren sich die Larven einen Weg in die reifenden Früchte.
    Was tun: Pflanzen Sie Himbeeren in die Sonne. Die Käfer können morgens von den Ruten geklopft und in einer Schüssel aufgefangen werden.
  • Igel
    Igel gehen in der Dunkelheit auf die Jagd nach Nahrung. Man sieht sie selten, dafür hört man sie manchmal schnaufend und raschelnd durchs Unterholz streifen.
    Wie helfen sie: Auf ihren kurzen Beinen trippeln Igel halb blind durch die Gegend. Dafür sind Gehör und Geruchssinn umso besser ausgebildet. Damit spüren sie Insekten, Würmer und vor allem Schnecken auf.
    Was tun: Lassen Sie an mehreren Stellen im Garten Haufen aus Zweigen und Laub liegen. So können sich die Tiere verstecken, finden im Herbst und Winter einen warmen Unterschlupf und bleiben dem Garten treu.
  • Johannisbeerblasenlaus
    Sieht das Laub etwas verkrüppelt aus, dann sind diese Läuse daran schuld. Die etwa drei Millimeter kleinen Übeltäter verbergen sich in den Aufwölbungen an der Blattunterseite. In erster Linie sind rote Johannisbeeren davon betroffen.
    Was sie anstellen: Die Läuse saugen Zellsaft, was die Pflanzen schwächt. Zusätzlich führt ein Speichelsekret zu den Blattdeformationen.
    Was tun: Wen die verunstalteten Blätter stören, spritzt ein Mittel gegen saugende Insekten an die Blattunterseiten, z. B. Neudosan (Neudorff ).
  • Kommaschildlaus
    Auf den ersten Blick sehen Kommaschildläuse wie kleine Schlammspritzer aus: braun, rundlich, gewölbt. Mit ihren miesmuschelförmigen Panzern haften sie an Blättern, Nadeln und Zweigen. Betroffen sind Obstbäume, Rosen, Oleander und Zitrusarten.
    Was sie anstellen: Sie schlürfen den Zellsaft und hemmen so die Entwicklung der Pflanzen. Augenfällig ist vor allem eine klebrige Flüssigkeit (Honigtau), die sich glänzend auf den Blättern niederschlägt.
    Was tun: Die Läusekolonien mit einem ölhaltigen Pflanzenschutzmittel (z. B. Naturen von Scotts Celaflor) einsprühen. Kübelpflanzen zusätzlich mit Schädlingsfrei Careo Combi-Stäbchen (Scotts Celaflor) spicken. Den schädlichen Wirkstoff schlucken die Schildläuse mit dem Pflanzensaft.
  • Lilienhähnchen
    Wer sie zum ersten Mal sieht, hält die roten Käfer noch für hübsche Kerlchen. Ihre leuchtenden Körperstellen sie auf den Lilien weithin sichtbar zur Schau. Erlebt man, was sie anrichten, fühlt man sich irgendwie betrogen.
    Was sie anstellen: Die Käfer sind unersättlich. Sie vertilgen große Blattmengen und lassen nur Angenagtes zurück. Meist knicken auch die Blüten ab, weil selbst die Stängel nicht verschmäht werden. Die Larven, die sich unter braunen Kothaufen verstecken, sind ebenso gefräßig.
    Was tun: Die Käfer absammeln und dann zerdrücken. Doch Vorsicht: Bei Berührung lassen sie sich schnell zu Boden fallen und müssen dann von dort aufgelesen werden.
  • Marienkäfer
    Marienkäfer gehören zu den Guten im Garten. Doch wussten Sie, dass ihre Larven genauso nützlich sind? Es sind schwarze Krabbeltiere in der Form flacher Maden, mit sechs Beinen und orangefarbenen Flecken.
    Wie helfen sie: Käfer und Larven sind ganz wild auf Blattläuse. Bis zu 150 Läusemahlzeiten gönnt sich ein Käfer täglich. Der Nachwuchs bringt es bis zur Verpuppung auf rund 800 Läuse.
    Was tun: Am liebsten verkriechen sich Marienkäfer, ebenso wie die nützlichen Schlupfwespen und Ohrwürmer, in dunklen Ritzen. Bieten Sie ihnen Unterschlupf in Schilfrohrbündeln, Lochsteinen und Holzstämmen, in die Sie unterschiedlich große Löcher bohren.
  • Nährstoffmangel
    Voraussetzung für die Gesundheit der Pflanzen ist eine ausreichende Versorgung mit den Hauptnährstoffen Stickstoff, Kalium und Phosphor. Bei Blumen in Töpfen macht sich häufig zuerst Stickstoffmangel bemerkbar. Das Laub wird dann hellgrün.
    Was er anstellt: Fehlende Nährstoffe schwächen die Pflanzen. Sie blühen dann nicht mehr so üppig, Laub und Nadeln werden abgestoßen, Rosen sind anfälliger für Krankheiten.
    Was tun: Alle Gartenpflanzen, vor allem aber solche im Topf, brauchen jedes Jahr frische Nährstoffe. Die Angaben auf den Verpackungen der Düngemittel bieten eine gute Orientierung für die nötigen Mengen. Überdüngte Pflanzen verlieren hingegen ihre Widerstandskräfte.
  • Obstmade
    Hinter den blassen Maden, die es sich in Äpfeln gut gehen lassen, stehen graubraune Schmetterlinge, die Apfelwickler. Diese Falter schwirren ab Juni in den Abendstunden aus, um ihre Eier an Blätter und junge Früchte zu heften. Knapp zwei Wochen später schlüpfen die Raupen, die landläufig Obstmaden heißen.
    Was sie anstellen: Die Raupen bohren sich in die Früchte, nisten sich im Kerngehäuse ein und verunreinigen das Fruchtfleisch mit ihrem Kot. Die Früchte sind ungenießbar und fallen vorzeitig vom Baum.
    Was tun: Befallene Früchte vom Boden aufsammeln und vernichten. Schon im Juli kriechen die ersten Raupen zum Baum zurück, um sich zu verpuppen. Man lockt sie unter eine Wellpappe, die man dem Baumstamm als Manschette anlegt. Dort kann man die Puppen absammeln.
  • Pfirsichblattlaus
    Grüne Pfirsichblattläuse sind nicht wählerisch. Auf ihrer Sommertour lassen sie kaum ein Gewächs aus, suchen Obstbäume, Rosen, Blumen und Gemüse heim. Sie sind die am weitesten verbreiteten Blattläuse.
    Was sie anstellen: Die Läuse tauchen wie aus dem Nichts auf, schlürfen zu Hunderten dicht an dicht den Saft aus dem Pflanzengewebe und verschwinden nicht selten so überraschend, wie sie gekommen sind. Ihr Speichelsekret führt häufig auch zu Blattkräuselungen. Manchmal werden so auch Viren übertragen, die aus anderen Pflanzen stammen.
    Was tun: Zunächst ganz gelassen bleiben. Spätestens nach zwei Wochen sind die Pflanzensauger nämlich schon wieder weg. Zumindest haben dann die natürlichen Blattlausfeinde die Situation oft schon im Griff. Wer die Geduld verliert, darf spritzen, aber bitte nur nützlingsschonende Mittel wie Neudosan (Neudorff).
  • Quecke
    Von oben betrachtet erscheint die Quecke ganz harmlos. Was können diese weichen Grashalme schon Arges tun? Unterirdisch hingegen wandert ein dichtes Geflecht spitzer Wurzelausläufer in alle Richtungen. Jedes Fitzelchen wird zu einem neuen Herd, was das Gras zu einem der hartnäckigsten Wurzelunkräuter macht.
    Was sie anstellen: Besonders gern unterwandert die Quecke Steinbeläge und sprießt dann aus allen Fugen. Sie kann unterirdisch sehr lange Strecken zurücklegen, um dann im Herzen der Lieblingsblumen wieder aufzutauchen. Beete, aus denen die wuchernden Wurzeln nicht rechtzeitig herausgezogen werden, sind meist verloren.
    Was tun: Abreißen nützt nichts. Es müssen alle Wurzelenden aus der Erde herausgefingert werden. Dazu lockert man den Boden zunächst mit einer Grabgabel. Auf gepflasterten Flächen gilt Roundup (Scotts Celaflor) als letzte Chance, ein Unkrautvernichter, der bis in die Wurzeln vordringt.
  • Rosenblattkrankheiten
    Drei Pilzerkrankungen machen vielen Rosen zu schaffen. Erstens die schwarzen Flecken vom Sternrußtau. Sie sehen aus, als wäre Tinte auf das Laub gespritzt. Zweitens ein weißer Belag auf der Blattoberfläche, der Echte Mehltau. Drittens die rostroten Pusteln an der Blattunterseite, die von Rosenrost hervorgerufen werden.
    Was sie anstellen: Schnell wird das ganze Laub von den Pilzsporen erfasst. Im schlimmsten Fall stehen die Rosen schon im Juli ohne Blätter da, werden Jahr für Jahr schwächer und blühen immer weniger.
    Was tun: Da die Züchtung in Deutschland seit rund zehn Jahren zunehmend Wert auf gesunde Rosen legt, wählen Sie am besten jüngst entstandene Sorten. Hilfreich ist das Prädikat ADR-Rose, das nur an die gesündesten Neuzüchtungen verliehen wird. Befallene Sorten sind nur zu retten, wenn man wiederholt etwa Pilzfrei Saprol Neu AF (Scotts Celaflor) oder Baymat WG (Bayer) spritzt.
  • Schnecken
    Gerade in feuchten Jahren können Schnecken einem das Gärtnern verleiden. Im Gegensatz zu anderen Übeltätern haben sie in null Komma nichts ganze Pflanzen auf dem Gewissen - innerhalb einer einzigen Nacht.
    Was sie anstellen: Am liebsten machen sie sich über Jungpflanzen her. Typisch ist der Schabefraß, der auf Blättern Löcher hinterlässt. Am Boden und auf den Pflanzen bleiben silbrig glänzende Schleimspuren und grüne Kothäufchen zurück.
    Was tun: Darüber sind schon ganze Abhandlungen geschrieben worden. Das sicherste Mittel ist nach wie vor Schneckenkorn. Aber auch Bierfallen und Kaffeesatz, den man um die Pflanzen streut, haben sich bewährt.
  • Tomatenfäule
    Hat man mit viel Liebe eigene Tomatenpflanzen aufgepäppelt, werden die Früchte häufig von dunklen Flecken befallen, die das Fruchtfleisch darunter zu einem harten Kloß machen. Die Fäule wird von einem Pilz verursacht, der besonders bei feuchtem Wetter zum Zug kommt.
    Was sie anstellt: Meist zeigen zuerst die Blätter graugrüne, später dunkelbraune Flecken und einen weißgrauen Pilzbelag auf der Unterseite. Später greifen die Flecken auf Stängel und Früchte über. Befallene Pflanzen sollten vernichtet werden.
    Was tun: Die Pflanzen möglichst trocken halten. Gerade beim Gießen nur die Erde um die Wurzeln, nicht Laub und Früchte benetzen. Wer die Pflanzen selbst heranzieht, sollte widerstandsfähige Sorten wählen.
  • Umfallkrankheit
    Dieser Pilz hat es vor allem auf junge Gemüsepflanzen abgesehen. Er dringt vom Boden aus in die Pflanzen ein und zerstört deren Leitungsbahnen. Die Gefahr einer Infektion ist groß, wenn die Erde sehr feucht gehalten wird.
    Was stellt die an: Eines Tages liegen die Keimlinge auf der Seite, und der Stängel hat sich unterhalb einer Einschnürung dunkel verfärbt. Die Umfallkrankheit heißt daher auch "Schwarzbeinigkeit".
    Was tun: Auf die Oberfläche einer Saatschale groben Sand streuen, dann trocknet sie schneller ab. Am besten gebeiztes Saatgut verwenden.
  • Verbrennung
    Was passiert, wenn Sie sich ohne Schutz in die Sonne legen? Richtig, ein Sonnenbrand. Pflanzen ergeht es ebenso. Vor allem Zitrusbäumchen, wenn sie gerade aus ihrem Winterquartier nach draußen gestellt worden sind. Die Monate im Gewächshaus haben ihre Blattoberflächen empfindlich gemacht. Es fehlen schützende Wachsschichten, die sich erst wieder unter freiem Himmel bilden.
    Was sie anstellt: Das Chlorophyll in den Blättern wird geschädigt. Sie verfärben sich weißlich und fallen ab.
    Was tun: Pflanzen, die im Frühjahr ins Freie kommen, müssen mindestens zwei Wochen lang schattig stehen und dürfen erst dann in die pralle Sonne.
  • Woll- und Schmierläuse
    Auffällig ist eine weiße Masse, die an Zweigen, Nadeln oder Blättern von Kiefern und Ilex klebt. Sie rührt von Wachsausscheidungen, mit denen sich diese Läuse gegen Feinde schützen.
    Was sie anstellen: Die Läuse saugen den zuckerhaltigen Saft aus den Pflanzen und schwächen sie. An Apfelbaumtrieben kommt es zudem zu krebsartigen Wucherungen, was ihre Frosthärte herabsetzt.
    Was tun: Treten diese Läuse in Erscheinung, geht es den Pflanzen häufig nicht gut. Vielleicht leiden sie unter Hitze und Trockenheit. Bei den Äpfeln kann man auf weniger empfindliche Sorten ausweichen.
  • Xanthomonas
    Überwiegend eine Blattfleckenkrankheit, die durch Bakterien hervorgerufen wird. Im Unterschied zu Pilzen bilden Bakterien keinen Sporenbelag. Vielmehr zersetzen sie das Gewebe, das dann glasig oder ölig aussieht.
    Was sie anstellen: Auf Efeublättern zeigen sich braunschwarze Flecken, die rasch größer werden. Der äußere Rand ist ölig durchscheinend. Ähnlich verändert sich auch das Laub von Geranien und Begonien. Bei Hyazinthen faulen Teile der Zwiebel und verwandeln sich in Schleim.
    Was tun: Kranke Pflanzen sofort entfernen. Bakterien werden häufig mit Scheren und Messern übertragen. Diese Werkzeuge am besten mit Spiritus desinfizieren.
  • Yucca-Blattfleckenkrankheit
    Yucca-Palmen, die den Sommer über auf der Terrasse stehen, leiden in regennassen Jahren zuweilen an einer Blattfleckenkrankheit, die von Pilzen hervorgerufen wird.
    Was sie anstellt: Auf der Blattoberseite entstehen braune Flecken mit gelben, aufgewölbten Rändern. Die Befallsstellen gehen allmählich ineinander über und zeigen stecknadelgroße schwarze Punkte.
    Was tun: Die an mediterranes Klima gewöhnten Pflanzen nicht dem Dauerregen aussetzen. Befallene Blätter abschneiden.
  • Zikaden
    Auf den ersten Blick sehen Zikaden aus wie Läuse. Doch ihre Körper sind schlanker und flacher, wie die hellgrünen, bis ca. drei Millimeter großen Exemplare, die an Rosen vorkommen. Harmlose Schaumzikaden, die sich in einer Höhle aus Speichel verbergen, sind häufig an Lavendel zu sehen.
    Was sie anstellen: Entlang den Blattadern tauchen weiße Sprenkel auf, die sich über die ganze Fläche ausdehnen. Schließlich bleichen die Blätter aus und fallen ab.
    Was tun: Zum Problem werden diese Insekten meist nur dort, wo es richtig heiß ist, also vielleicht auf einer windgeschützten Südterrasse. Es helfen die gleichen Mittel wie bei der Pfirsichblattlaus. Damit sollten gezielt die Blattunterseiten behandelt werden.
  • Text: Michael Breckwoldt
    Illustrationen: Till Runkel
    Foto: Fotolia
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