DIY-Idee
Aus Alt mach Neu: Basteln mit Chipsdosen
Was man aus einer alten Chipsdose machen kann? Kirstin vom Blog Augusthimmel zeigt drei Ideen.
1) Die Lampe
Die Idee zu dieser Lampe hatte ich schon vor längerer Zeit. Mir war aufgefallen, dass Haushaltsrollen teilweise sehr schöne Prägemuster haben. Außerdem passt das Tuch einer Haushaltsrolle genau um eine Chipsdose. Eine bessere Vorlage, um die Dose zu perforieren, konnte es kaum geben. Für die Beleuchtung habe ich die Kabel einer ausrangierten Lampe verwendet. Es genügt eine Glühbirne mit minimaler Leistung. Unsere Lampe soll ja nicht zu heiß werden.
Alternativ könnte man auch eine LED-Lichterkette mit Batterie in die Dose legen. Ich konnte leider so kurzfristig keine beschaffen. Aber mir wurde versichert, dass diese Lichterketten spätestens mit der Weihnachtsdekoration in die Läden kommen.
Für die Lampe wurden auch Teile von Teelichthülsen und Verschlüsse von Tetra-Packs verwendet. Das sind Materialien, die man immer im Haus hat und die wirklich vielseitig für alle möglichen Bastelprojekte Verwendung finden können.
Bevor es los geht - alle Materialien auf einen Blick.
Besonders wichtig ist gleich am Anfang der Arbeit ein genaues Vermessen der Dose und exaktes Zuschneiden der Folie. Ich habe mich daran gewöhnt, einen Rollschneider für solche Arbeiten zu verwenden. Er schneidet sehr exakt.
Das Aufkleben der Folie geht übrigens viel einfacher, wenn man die Dose vorher leicht anfeuchtet. Die Folie bleibt glatt und klebt genauso gut. Anschließend einen Bogen Haushaltsrolle eurer Wahl mit Klebestreifen befestigen. Jeder Supermarkt hat eine andere Sorte Haushaltrolle mit anderer Prägung. Es lohnt sich zu schauen, wo man sein Lieblingsmuster findet.
In jedes zweite Loch wird nun mit einer richtig großen Stopfnadel ein Loch gestochen: Nadel einstechen, ein bischen drehen, damit das Loch eine schöne Form bekommt, fertig. Damit die Finger heil bleiben, habe ich die Nadel mit einem kleinen Lederrest umwickelt. Das geht sehr viel einfacher. Man muss nicht das gesamte Muster übertragen. Auch einzelne Elemente, locker angeordnet, können sehr interessant aussehen.
Die Nadel noch nicht weglegen! Wir brauchen sie noch, um in den Metallboden der Dose ein Loch zu stanzen. Dazu die Größe der Öffnung vorzeichnen und ganz dicht Loch an Loch einstechen. Das geht zwar etwas schwerer als durch Pappe - aber es ist gut machbar.
Wenn die Fassung eingeschraubt ist, kann man das Kabel mit Klebeband fixieren. Damit die Lampe nicht wackelt, werden halbierte Tetra-Pack-Verschlüsse aufgeklebt. Der Kleber sollte gut durchtrocknen. Dazu am besten die Dose beschweren.
Jetzt fehlt nur noch etwas Dekoration. Dazu aus leeren Teelichthüllen die Seitensteifen grob ausschneiden und dann noch mal etwas feiner nachschneiden. Die Wachsreste entfernen, indem man kochendes Wasser darüber gießt; evtl. wiederholen. Anschließend die Metallstreifen mit einem Tuch gut abtrocknen und mit der Fingerkuppe glatt streichen. Jetzt kann doppelseitiges Klebeband aufgeklebt werden. Die Seite, die noch etwas unregelmäßig ist, wird mit einer Zackenschere in Form gebracht. Wenn die Streifen an der oberen und unteren Kante augeklebt sind, ist die Lampe fertig.
2) Die Minikommode
Aus der Chipsdose ist hier eine Minikommode geworden. Runde Kommoden haben mir schon immer gefallen. Das geht auch in klein, dachte ich mir. Das Ergebnis ist auch wegen der Farbe ein richtiger Eyecatcher.
Für die Kommode habe ich Zierelemente aus Teelichthüllen gemacht. Teelichthüllen sind sehr weich, so dass man das Material gut bearbeiten kann: mit einer Schere schneiden, mit einem Locher lochen, mit einer Nadel durchstechen. Ein echtes Multitalent!
Bevor es los geht - alle Materialien auf einen Blick.
Eine Minikommode soll entstehen, darum werden zunächst die Ausschnitte für die Schubladen markiert und die Schubladen-Fronten ausgeschnitten. Die Klebefolie wird auf die Dose mit den Löchern geklebt. Die Stellen über den Öffnungen in der Dose werden dann kreuzweise eingeschnitten, der überstehende Rand auf ca. 1,5 cm gekürzt und nach innen geklebt. Dabei die Folie schön straffziehen.
Die Schubladenfronten werden verstärkt mit gleich großen Teilen, die aus der zweiten Dose geschnitten werden. Die drei Teile untereinander verkleben und anschließend mit Klebefolie bekleben.
Die eigentlichen Schubladen werden aus schwarzem Tonkarton zugeschnitten. Bitte vorher genau messen und sicherheitshalber erst ein Probestück kleben. An die Schubladen kommt noch ein Streifen aus Tonkarton, der halbrund zusammengeklebt wird. Daran passt die Schubladenfront, die nun ebenfalls festgeklebt wird.
Auch hier zum Abschluss noch etwas Verzierung: Die runde Unterseiten von Teelichthüllen werden sauber ausgeschnitten, von Wachsresten befreit und dann über einer kleinen Reibe gestanzt. Die kleinen Taler lassen sich mit doppelseitigem Klebeband gut aufkleben.
3) Die Stiftedose
Die Dose in Schwarz soll nur durch ihre Farbe und ihre Form wirken. Sie ist daher sehr schlicht - aber trotzdem funktional. Es passen viele Stifte hinein, durch die magnetische Seite sind Büroklammern schnell zur Hand und durch die transparente Seite fällt genügend Licht in die Dose, um alles schnell zu finden.
Und wenn der Deckel geschlossen ist, sieht alles super aufgeräumt aus.
Der Deckel der Dose besteht aus zwei Teilen. Der untere Teil passt genau in die Deckelöffnung. Der obere, gößere Teil sorgt dafür, dass der untere Teil an seinem Platz bleibt und deckt auch kleinste Schlitze zuverlässig ab. Durch die beiden Schichten ist der Deckel schön stabil und so groß, dass man ihn gut greifen kann.
Bevor es los geht - alle Materialien auf einen Blick.
In Schwarz soll eine Deckeldose entstehen. Dazu zunächst die Umrisse der Deckelöffnung auf der Dose markieren. Diese dann vorsichtig ausschneiden. In meinem Beispiel ist der Deckel sehr groß, da hier Stifte hineinpassen sollen. Für den ausgeschnittenen Deckel aus der zweiten Chipsdose eine Verstärkung schneiden. Diese sollte an jeder Seite ca. 2 cm länger und breiter sein. Deckel mit Klebefolie bekleben. Überstehende Folie sorgfältig am Rand des Deckels entlang abschneiden. Man kann auch für Deckel und Dose verschiedene Farben nehmen. So wird der Kontrast besser sichtbar.
Die Dose dann komplett mit Folie bekleben. Über der Öffnung in der Dose die Folie kreuzweise einschneiden, Ränder zurück schneiden und in das Innere der Dose kleben. Für eine magnetische Außenwand einfach kleine Magnete von innen gegen die Metallseite legen. Sie haften dort von allein und müssen nicht geklebt werden. Von außen bleiben Büroklammern und Nadeln haften. Damit die Dose nicht wegrollt, bekommt sie Füße aus Tetra-Pack-Verschlüssen. Diese kann man mit einem Edding silbern anmalen und dann ankleben. Den Kleber gut trocknen lassen!
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am um
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san
am 09.01.13 um 18:09
Endlich Ideen, was ich mit den leeren Dosen machen kann. Danke
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Isabel
am 23.09.12 um 21:31
Profidesign? Avantgarde? Müllkunst? Bauhaus? Völlig egal, mir gefällt's! Auch wenn ich null Ahnung von Kunst habe, die Sachen von Augusthimmel gefallen mir. Vor allem, dass ich sie nachbauen kann, finde ich prima. Gut, ich hab's noch nicht versucht, aber es reizt mich schon. Alles Gute Augusthimmel, ich drück Dir die Daumen!
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Anhalter
am 23.09.12 um 21:22
Aber Hallo! Solche Basteleien mache ich sonst nur mit meiner kleinen Tochter. Allerdings entsorge ich die "Kunstwerke" meist unauffällig wieder. Diese Kreationen dagegen sind ein echter Hingucker. Da muss ich mit meiner Tochter noch ein bisschen üben. Ich wünsche Augusthimmel viel Erfolg!
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Barbarella
am 16.09.12 um 18:22
Das nenne ich wirklich kreativ! Da kann ich nur mit offenen Augen dastehen - das man aus so einfachen Alltagsgegenständen was tolles neues machen kann - Klasse!
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