DIY-Idee
Monotypie: Bildergalerie leicht gemacht
Wussten Sie schon, was Monotypie ist? Éva vom Blog Emil und die großen Schwestern zeigt, wie man damit zur Künstlerin wird.
Bildergalerie mit Monotypie
Was für eine Überraschung und Ehre, dass ich hier dabei sein darf!
Nachdem ich die fantastischen Anleitungen von den bisher nominierten Blogs angeschaut habe, war ich ganz schön eingeschüchtert. Was sollte ich noch Tolles zeigen, was es noch nicht gab? Und was kann ich eigentlich am besten? Zeichnen! Zeichnen kann ich und noch besser kann ich anderen das Zeichnen beibringen, das tue ich doch täglich.
Deshalb kommt hier eine kleine Anleitung, die euch in kürzester Zeit in wahre Künstler verwandelt. Schummeln darf man dabei ein bisschen, aber dieses Geheimnis könnt ihr für Euch behalten ...
Lasst uns loslegen! Ein Bild, oder doch gleich eine kleine Ahnengalerie? Die Technik heißt "Monotypie". Hört sich schon ganz professionell an, oder? Es ist eine künstlerische Drucktechnik, ein "Einmaldruck", jedes Bild ist ein Unikat. So kommt ihr zu einem schönen Ergebnis, auch wenn ihr keine Erfahrung im Zeichnen habt!
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Ihr braucht:
- Eine Druckplatte - z.B. eine Glas- oder Plexiglasplatte. Habt ihr ein Tisch mit Glasplatte? Perfekt. Aufpassen mit ungeschliffenen Glasscheiben aus Bilderrahmen, sie sind höllisch scharf! Lieber alte Regalböden oder Tischplatten nehmen, die sind meist geschliffen. Meine habe ich im Sperrmüll gefunden.
- Eine kleine Gummiwalze (Linolwalze)
- Linolfarbe. Ich benutze meistens Schwarz, es gibt aber viele tolle Farben (in Künstler- oder Bastelläden zu kaufen)
- Fotokopien von Fotos. Lasst sie im Copyshop auf die Größe hochziehen, in der ihr das fertige Bild haben wollt. Ihr könnt auch Bilder aus Illustrierten nehmen.
- Verschiedene Papiere, aber nicht viel dicker als Druckerpapier:
Braunes Packpapier, graues Recycling-Papier, Geschenkpapiere, Seiten von alten Schul- und Notenheften, Tortenpaiper, etc. ...
- Bleistift oder Kugelschreiber
- Bilderrahmen
- Evtl. Masking Tape und bunte Stifte oder Marker
Wenn ihr alles bereitgestellt habt, gebt ihr einen Tropfen Linolfarbe auf die Glasplatte. Aber wirklich wenig!
Rollt die Farbe mit der Walze in alle Richtungen dünn aus. Die Farbe muss von der Seite betrachtet dünn und matt glänzend aussehen.
Ist es doch zu viel geworden, legt ein Stück Zeitungspapier darüber und nehmt die überschüssige Farbe damit ab. Nach den ersten Drucken werdet ihr ein sicheres Gefühl für die Farbmenge entwickeln.
Nun legt ihr das ausgewählte Papier vorsichtig und ohne Druck auf die Farbfläche. Platziert jetzt die Fotokopie oder den Zeitungsauschnitt darüber.
Jetzt nimmt ihr den gut angespitzten Bleistift oder Kugelschreiber und mit etwas kräftigerem Druck paust ihr das Bild ab. Nicht vergessen, besonders bei Schriften: Das Resultat ist spiegelverkehrt! Versucht, dabei die Handfläche nicht so stark abzulegen. Jetzt schaut mal das Bild an. Toll, oder?
Tipp: Ihr müsst nicht jede einzelne Linie nachzeichnen - und versucht, mit schwungvollen Linien zu arbeiten.
Bei der Papierauswahl denkt einfach daran, was auf dem Bild soll.
Tante Trude an der Kaffeetafel? Dann nehmt Tortenspitze, die Bäckereitüte oder das hübsche Papier von der Konditorei. Das frisch eingeschulte Kind kann z.B auf ein Karopapier gezeichnet werden ... Lasst eurer Fantasie freien Lauf. Hier müsst ihr keinen schonen. Hat der liebe Mann vor Kurzem ein Knöllchen bekommen, zeichnet ihn auf seinen Strafzettel! Tut er bestimmt nie wieder!
Ihr könnt die Bilder aber auch mit witzigen Collage-Elementen verzieren. Bonbonpapiere, Texte, Sticker aus dem alten Sticker- oder Poesiealbum finden sicherlich auch Verwendung.
Fertig? Dann sammelt alle Rahmen zusammen, die ihr finden könnt, mit und ohne Glas und setzt die Bilder rein. Ich lege die Anordnung auf dem Boden liegend fest und nagele erst dann.
Es muss nicht unbedingt alles brav gerahmt sein. Fehlt das Glas von dem alten Rahmen? Hängt es trotzdem auf! Das Bild könnt ihr mit doppelseitigem Klebeband reinkleben oder mit Masking Tape befestigen. Greift ruhig auf ungewöhnliche Rahmen zu, wie ein altes Tablett, ein Schukarton, etc...

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am um
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Teresa
am 18.02.13 um 18:37
Ahh Okey :) dann liegt es doch daran! ! Vielen lieben Dank für die Antwort! ! :)
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Éva Csomós/Emil und.
am 18.02.13 um 14:32
Liebe Teresa, es liegt an der Farbe. Die Technik funktioniert, wie es wirklich sein soll nur mit Linolfarbe. Die ist etwas "öliger" und verhindert das Verkleben. Richtige Ölfarbe ist leider auch nicht gut geeignet, weil sie ewig trocknet. Linolfarbe gibt es in kleine Tuben schon für 3-4 € in verschiedene Farben. Ich benutze am liebsten die von Schminke in der 250 ml Flasche. Selbst nach Jahren trocknet sie nicht ein und hat eine perfekte Konsistenz zum ausrollen. Gibt auch in kleine Tuben.
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Teresa
am 13.02.13 um 20:45
Erst mal tolle Technik, wollte das unbedingt ausprobieren ! Gesagt getan, nur mein problem ist, dass mein papier auf dem der druck sein soll, immer auf der druckplatte festklebt und sich nicht mehr richtig lösen lässt :(( ergebnisse sind dementsprechend..gibt es einen trick oder an was könnte es liegen? verwende allerdings acrylfarbe! gruß
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Shakiko
am 08.08.12 um 13:59
Handwerklich sehr interessant und schön, so eine alte Technik mal wieder zu beleben. Optisch ... na ja, wer's mag.
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Zeitgeist Living
am 27.07.12 um 15:01
Eine wirklich schöne und erwachsene DIY Idee. Lehrreich und informativ. Mir gefällts. Ich drück Dir die Daumen. Lg. Tonja
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Claudia
am 20.07.12 um 00:08
genial! Als Malerin bin ich total begeistert
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Julia
am 19.07.12 um 14:13
Perfekt & einfach !
mehr (7)Liebe Grüße Teresa
Viel Spaß beim Werkeln. Liebe Grüße, éva
Super Idee