DIY-Idee
Schiebetür bauen: Von der Kellertür zur Wohnzimmertür
Wibke vom Blog Fingerfabrik zeigt, wie man aus einer alten Tür eine Schiebetür im Vintage-Look bauen kann.
Die Nachricht, dass mein Blog für den BRIGITTE-Kreativ-Blog-Award nominiert ist, hat mich im Urlaub erreicht. Ich war gerade in Polen. Da ich dort keine konstante Internetverbindung hatte, sind so ziemlich alle virtuellen Geschehnisse an mir vorbeigezogen. Zum Glück war meine liebe Bloggerfreundin Kerstin von "Sanvie" so nett, mir Bescheid zugeben. Meine Freude war groß, dann wurde ich aber auch etwas nervös. Zum Glück trägt in solchen Momenten die entspannte Urlaubsstimmung aber ungemein zur Gelassenheit bei! Ich habe einfach einen Wein aufgemacht und die Füße weiter in die Ostsee getunkt ...
Jetzt aber ran ans Thema. Die Jury hebt in ihrer Nominierung hervor, dass ich aus Alltagsgegenständen überraschende kleine Kunstwerke zaubere. Ich kann das aber auch in groß, ehrlich. Und es gab da schon immer etwas Großes, das ich mir für unser Wohnzimmer gewünscht habe. Eine Schiebetür.
Aber keine puristische aus Glas, sondern eine aus Holz. Etwas Altes, passend zu unserem Haus. Eine Scheunentür!
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Eine richtige Scheunentür hatte ich nicht griffbereit, aber wir haben die alten Kellertüren unseres Hauses aufgehoben. Die Aufhängung sollte auch an ein Scheunentor erinnern. Im Baumarkt bin ich aber leider nicht fündig geworden. Zum Glück gibt es bei uns im Norden auf dem Land aber die "Raiffeisenmärkte", Geschäfte, die den modernen Landwirt (oder die DIYerin von heute) glücklich machen. Ich weiß nicht, wie solche Läden im Süden der Republik heißen, aber dort gibt es sicher vergleichbare Geschäfte.
Ihr braucht also eine alte Tür. In meinem Fall eine alte Kellertür. Toll stelle ich mir aber auch schöne Kassettentüren aus Altbauten oder große, alte Fensterläden vor. Wichtig ist nur, dass die Breite mit dem entsprechenden Durchgang übereinstimmt. Sollte die Tür etwas kürzer sein als der zu schließende Türrahmen, ist das kein Problem. Einfach mit einem entsprechenden Holzstück verlängern. Habe ich auch so gemacht.
Dann braucht ihr noch Farbe für die Metallteile und Holzfarbe. Die Eisenbeschläge brauchte ich, um bei meiner Tür das Holzstück zum Verlängern anzubringen.
Zur Wandmontage habe ich einen langen Balken (6 x 8 cm) genommen und ihn mit massiven Schrauben in gewünschter Höhe an die Wand gedübelt. Die Rollen und die Laufschiene bekommt ihr in besagtem Geschäft.
Als Erstes muss eure Tür geputzt werden, blitzeblank. Ich nehme für solche anstrichvorbereitenden Maßnahmen immer Anlauger. Das hat den Effekt, dass die Oberfläche schön angeraut wird und man sich das aufwendigere Schleifen sparen kann. Bei mir haben bisher alle Anstriche wunderbar gedeckt und auch gehalten.
Ich habe dann zunächst die Metallteile (die an der Tür und die Metallbeschläge zum Befestigen der Holzverlängerung) schwarz angesprüht.
Im zweiten Arbeitsgang habe ich die Tür und die Holzverlängerung hellgrau angestrichen. Zwei Mal!
Wenn alles gut getrocknet ist, die Holzverlängerung mit den Metallbeschlägen an die Tür schrauben (zwei Beschläge an der Vorderseite, zwei Beschläge an der Rückseite). Dann die Rollen oben an der Tür mit Schrauben befestigen. Die Schiene an dem Balken festschrauben und die Tür in der Schiene einhängen.
Ich habe von unten kleine Lastenrollen an der Tür angebracht. Normalerweise kann man am Boden eine Führungsschiene für die Tür anbringen. Das wollte ich aber nicht, da der Boden unversehrt bleiben sollte, falls wir irgendwann mal wieder umbauen... Die Lastenrollen erfüllen aber den gleichen Zweck. Die Tür lässt sich leicht schieben und hält die Spur.
Die Trockenzeit habe ich genutzt und noch schnell einen alten Rahmen, gefüllt mit freundlichen Familiengeistern, passend umgesprüht.
Zum Schluss habe ich den Balken weiß gestrichen. Tada, fertig! Ich liebe meine neue Tür! Und ehrlich, es ist wirklich nicht besonders schwer. Ein klein bisschen handwerkliches Geschick vorausgesetzt, kann man aus den unscheinbarsten Sachen etwas wunderbares Neues schaffen. Ach, zur Montage des Balkens benötigt ihr eine zweite Person. Ich hatte dafür meinen Herzensmann. Ihm gebührt an dieser Stelle also auch etwas Aufmerksamkeit.
Hier nochmal die Sicht vom Flur aus ...
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