Bastelideen für Weihnachten
Baumschmuck: Selbstgemachtes aus der Redaktion
Haben Sie sich schon Gedanken über Ihren Baumschmuck gemacht? Die BRIGITTE-Redaktion war schon fleißig und hat hübschen Baumschmuck gebastelt. Schließlich gibt es im Advent noch genügend anderes zu tun ...
Inga Leister (Redaktion BRIGITTE.de): Wozu alle meine linken Hände in der Lage sind? Zu diesen Weihnachtsbaum-Anhängern, wundert mich selber. Ich kann nicht basteln und ich habe seltenst Zeit für so ein Gedöns. Aber zum Glück gibt es Menschen, die nicht nur wunderschöne sondern auch wunderschön einfache Ideen haben, nämlich in der Weihnachts-Bloggerei.Die Anleitung für die Anhänger klang so leicht, dass ich mich ausnahmsweise getraut habe. Der sechs Jahre alte Sohn meines Freundes hat gleichfalls begeistert mitgematscht. Weißen, lufttrocknenden Ton hatte ich übrigens nicht bekommen und dafür Fimo Air genommen. Wie man sieht, sieht's auch so schön aus.
Nicole Lötters (Redaktion BRIGITTE): Den Trend, Zeitungspapier als Bastelmaterial zu verwenden, finde ich sehr poetisch. Deshalb habe ich aus dem zarten Papier eine nostalgische Kugelform ausgeschnitten - und diese als Schablone für elf weitere Papiere benutzt. Alle ausgeschnittenen Formen habe ich genau übereinandergelegt, in der Mitte gefaltet und in der Falz zusammengenäht. Wer mag, fädelt unten noch Perlen auf oder knotet Bänder an. Übrigens habe ich beim Basteln eine neue interessante Seite an der "Financial Times Deutschland" entdeckt: die wunderbar warme braun-rosa Farbe.
Doris Ehrhardt (Redaktion BRIGITTE): Als ich für eine Freundin ein Mitbringsel zum Adventstee brauchte, kam mir die Idee, Schlüsselanhänger aus Filz weihnachtlich zu besticken. Weil sich meine Freundin immer nach weißen Weihnachten sehnt, fand ich Schneeflocken passend für sie. Der Anhänger mit Sternen ist mein eigener, den hänge ich mir an den Baum. Als eher pragmatisch als praktisch veranlagter Mensch habe ich die Filzanhänger aber nicht selbst gemacht, sondern von dem kleinen Stickservice www.umgarnung.de in meinen Wunschfarben nähen und besticken lassen (kostet ca. 6,50 Euro). Die Flocken sind aus eisblauem Garn, die Sterne aus goldenem. Haben die Schlüsselanhänger am Baum ausgebaumelt, kommen sie für den Rest des Winters an den Schlüsselbund. Oder am Koffer als Identifizierungshilfe mit in den Skiurlaub – hat ja sonst keiner!
Susanne Arndt (Redaktion BRIGITTE.de): Bei uns ist Weihnachten ein Fest für die Kinder; wir Großen glauben nicht mehr an den Weihnachtsmann. Und deshalb schmücken wir unseren Baum mit Kinderfotos aus der Familie - und mit kleinen Anhängern, die die Kinder gebastelt haben. Die Fotos kleben wir auf bunte Papierreste, die sich übers Jahr in den Schubladen angesammelt haben. Bei diesem kleinen Weihnachts-Recycling entsteht wieder Platz fürs neue Jahr.
Hannah Garbers (Praktikantin BRIGITTE): Für meinen Teelicht-Stern benötigt man leere, handelsübliche Teelichter und eine Nadel. Aus dem Rand des Teelichts werden mit einer Schere Zacken ausgeschnitten und diese dann zu einem flachen Stern umgeklappt. Mit einer Nadel kann man je nach Belieben Löcher als Deko reinpieksen und ein Loch, um einen Faden durchzufädeln. Denn der Stern soll ja schließlich am Weihnachtsbaum baumeln.
Für die gehäkelten Eicheln braucht man vom Waldspaziergang mitgebrachte "Eichelhüte", braune, silberne oder auch bunte Wolle zum Häkeln, eine Häkelnadel (z.B. Stärke 2,5), Watte und Sekundenkleber. Um die Eichelfrucht zu häkeln, habe ich mit drei Luftmaschen angefangen und dann kreisförmig mit festen Maschen weiter gehäkelt.
Um die Form einer Eichelfrucht hinzubekommen, habe ich in einige einzelne Maschen der Vorreihe ab und zu zwei feste Maschen gehäkelt. Man häkelt so lange kreisförmig weiter, bis man in etwa die Größe einer Eichel hat, die in eines der gefundenen Eichelhütchen passt. Die gehäkelte Eichel wird mit Watte gefüllt. Das Hütchen mit ein wenig Sekundenkleber an die Häkelfrucht kleben. Etwas andrücken, trocknen lassen und um es an den Baum zu hängen, einfach einen Faden um den Stiel am Hütchen binden.
Insa Winter (Redaktion BRIGITTE.de):
Mein Foto-Weihnachtsornament habe ich auf stylespion.de entdeckt und gelingt garantiert auch Bastelanfängern. Einfach ein hübsches Foto auswählen. Am besten ein Motiv wählen, das nicht zu kleinteilig ist und eine etwa gleichmäßige Farbe hat. Blumenfotos eignen sich hervorragend. Das Foto vertikal gleichmäßig in 1,3 cm breite Streifen schneiden. Die Streifen aufeinander legen und an beiden Enden ein Loch stanzen. Ich besitze keinen Lochstanzer und habe einfach meinen normalen Locher genommen. Oben und unten eine Briefklammer durch das Loch stecken. Dann die Streifen zu einem Halbkreis knicken, so dass die Löcher bzw. Briefklammern parallel liegen. Jetzt kann man die Fotostreifen zur Seite ziehen und eine Kugel formen. Zum Schluss noch ein Bändchen an eine der Briefklammern befestigen und an den Baum hängen. Die ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Bildern gibt es hier.
Baumschmuck aus aller Welt
Christa Möller (Redaktion BRIGITTE): Es fing in San Francisco an. Beim Stöbern in einem kleinen Laden in China Town entdeckte ich die Cable Car als Weihnachtsbaumanhänger – und habe sie auf der Stelle gekauft, obwohl wir ca. 30 Grad Grad im Schatten hatten, weihnachtliche Gefühle gegen Null tendierten und meine Familie mich für völlig verrückt erklärt hat ("die kriegst du nie heil nach Hause!"). Seitdem sammle ich: die fette Glitzer-Kugel habe ich in der großen Dubai-Mall gekauft, die Boots kommen aus Fredericksburg in Texas, wo wir unsere amerikanische Familie besucht haben, der neueste Anhänger kommt aus New York, vom Empire State Building. Am Weihnachtsmorgen wird dann alles aufgehängt - unser Baum ist kein Stück durchgestylt, aber er ist so richtig schön bunt. Und wir denken an unsere schönen Reisen und freuen uns!
Dorothea Votteler (Konzeption|Design|Produktion): Ich liebe Origami. Kein Kleben, Schneiden oder Anmalen. Nur Falten. Schlicht und schön. Damit diese Sternchen am Baum halten, musste ich sie allerdings noch mit Nadel und Faden traktieren - ausnahmsweise.
Michèle Rothenberg (Redaktion BRIGITTE.de):
Ich bastle ganz gerne, bin aber meistens zu faul, Material dafür zu besorgen. Lieber recycle ich Dinge, die schon zu Hause sind. Zum Beispiel alte Federbälle. Diesen hier habe ich einfach mit Gold- und Silberstiften bemalt und an eine Goldkordel gehängt. Wer will (und nicht zu faul ist), kann den Anhänger auch noch variieren und ein kleines Glöckchen reinhängen oder Engelshaar ankleben.

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