3. November

Becherpulli: Geschenkidee für Kaffeejunkies

Susanne vom Blog Hamburger Liebe hat Becherpullis gestrickt - schließlich werden Latte und Chai heutzutage aus henkellosen Gläsern getrunken. Eine heiße Angelegenheit!

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"Mein Verlangen nach einem Strickzeug in der Hand, sobald die Temperaturen unter 15 Grad fallen, ist in diesem Herbst besonders ausgeprägt. Bestrickt wird, was sich bei drei nicht im Schrank versteckt hat. Unter Nadelstärke 9 geht hier in diesem Herbst und Winter gar nichts – da werden die Finger nämlich schon beim Stricken gewärmt und müssen sich zwischendurch nicht dauernd an der heißen Teetasse wärmen. Apropos ...

Seitdem Latte Macchiato oder Chai-Tea in Mode gekommen sind, werden diese am liebsten in Gläsern serviert. Die haben aber keinen Henkel und man verbrennt sich nicht selten die Finger. Die gute Nachricht: Dank der Erfindung von Becherpullis (fallen nur beinahe unter die Rubrik "Dinge, die die Welt nicht braucht") kann man den Latte nicht nur trinken, ohne sich die Finger zu verbrennen, es sieht auch noch stylisch aus! Besonders, wenn die Pullis im Brit-Love-Look gestrickt sind."

Das brauchen Sie für die Becherpullis:

  • dicke weiße Wolle (hier Linea Pura von Lana Grossa)
  • Nadelspiel Größe 9
  • Lochzange
  • Wollfilz (hier Daimer Wollfilz von Mymaki, erhältlich bei http://de.dawanda.com; Farbe 12 Lichtblau)
  • Wollreste in Rot und Weiß
  • stumpfe Sticknadel
  • evtl. Textilsprühkleber

Die Anleitung für die Becherpullis:

Aus dicker Wolle wird zuerst eine Maschenprobe gestrickt. Dafür werden ca. 15 bis 20 Maschen angeschlagen und im gewünschten Muster gestrickt. Meine Becherpullis sind glatt rechts gestrickt.

Danach wird der Umfang des Teeglases gemessen und die Maschenprobe im gedehnten Zustand umgerechnet. Ich habe 26 Maschen angeschlagen und auf die 4 Nadeln verteilt.

Dann strickt man reihum soweit, bis die gewünschte Höhe erreicht ist. Achtung: Wenn der Becherpulli "angezogen" ist, verliert er durch die Dehnung ein bisschen an Höhe.

Für das Brit-Love-Modell wird nach dem Abketten und Vernähen der Fäden ein Herz aus Wollfilz ausgeschnitten.

In die Mitte stanzt man mit der Lochzange mit dem größten Stanzer ein Loch. Durch dieses Loch werden die Fäden für die Union-Jack-Streifen gestickt und so wird das Herz auf dem Becherpulli befestigt. Wer mag, kann das Herz vorher mit Textilsprühkleber auf dem Becherpulli fixieren.

Zuerst wird die weiße Wolle mit jeweils einem Faden mit einer stumpfen Sticknadel wie eine 8 durch das Loch gezogen und dabei das Herz auf dem Becherpulli fixiert. Danach wird der rote Faden durchgezogen. Die senkrechten und waagerechten Linien werden zweifädig, die diagonalen Linien mit einem Faden gestickt. Die losen Fadenenden werden auf der Rückseite sauber vernäht. Fertig!

Tipp: Wer den Becherpulli noch mit einer Abrutschsicherung ausstatten will, dreht ihn einfach auf links und macht eine feine Linie aus Alleskleber am oberen Rand. Die muss natürlich erst vollständig trocknen, ehe man der Pulli wieder umdreht. Aber so hält der Pulli auch rutschsicher an glatten Gläsern.

Fehlt nur noch eine schöne Verpackung!

PS: Und weil das so viel Spaß gemacht hat, muss selbst der Zucker bei uns nicht mehr frieren. Auf diese Art und Weise kann man natürlich auch leere Flaschen oder Dosen zu hübschen Vasen oder Übertöpfen umfunktionieren. Ich sagte ja bereits: "Alles, was sich nicht bei drei im Schrank versteckt ..."

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Susanne vom Blog Hamburger Liebe lebt - wo sonst!? - mit ihrer Familie in ihrer Lieblingsstadt Hamburg. Sie liebt und designt Stoffe, fotografiert und illustriert.

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  • Artikel vom 25.10.2011