Eisbär Knut: Rückblick auf ein kurzes Leben
Publikumsliebling, Menschenfreund, Weltstar: Knut war ein besonderer Eisbär. Am Wochenende ist er im Alter von nur vier Jahren im Berliner Zoo gestorben. Wir zeigen seine schönsten Momente.
Bfriends-Forum: BRIGITTE.de-User trauern um Knut
Das Dream-Team: Eisbär Knut war kaum auf der Welt, da war Thomas Dörflein schon an seiner Seite. Der Tierpfleger zog den Bären mit der Hand auf, nachdem dessen Mutter ihn verstoßen hatte und sein Zwillingsbruder kurz nach der Geburt gestorben war. Der bärtige Berliner war beim Publikum bald genauso beliebt wie das süße Eisbärbaby.
Riesiger Besucheransturm bei Knuts Vorstellung: Als der kleine Eisbär am 23. März 2007 zum ersten Mal der Weltöffentlichkeit präsentiert wird, ist der Andrang unfassbar. Neben normalen Zuschauern stehen auch zahllose Fotografen und Journalisten aus aller Welt bereit, die "Cute Knut" weltweit zum Star machen. In den folgenden Jahren lockt er insgesamt neun Millionen Besucher zu den Eisbären, bringt dem Zoo dank zusätzlicher Eintrittsgelder und Knut-Souvenirs einen Extra-Gewinn von rund sechs Millionen Euro.
Bär mit Ball: Knut tollte jeden Tag mehrere Stunden in der Außenanlage des Bärengeheges herum, zur Freude der zuschauenden Besucher.
Schneeweiß, Knopfaugen, runder Wuschelkopf: Forscher versuchten, die weltweite Begeisterung für Knut psychologisch zu erklären. Das Kindchen-Schema sei verantwortlich.
Per Du mit einem Weltstar: Knut sammelte früh Übung im Umgang mit Prominenz. SPD-Mann Sigmar Gabriel war sein Pate, auch andere Politiker ließen sich mit dem Fellknäuel fotografieren, weil er so knuddelig war. Nicht einmal ein Weltstar wie US-Schauspieler Leonardo DiCaprio wollte auf Knuts Unterstützung verzichten. Er zierte gemeinsam mit dem Eisbären ein Cover der amerikanischen Zeitschrift "Vanity Fair". Allerdings trafen die beiden Stars niemals aufeinander: Knut wurde nachträglich in das Bild hinein kopiert.
Auch in der Pubertät, als Knut nicht mehr niedlich und schneeweiß ist, weiß der Eisbär, was er seinen treuen Fans schuldig ist.
Zwar teilt er sich den Platz im Gehege nun mit drei anderen Bären - aber für die Zoobesucher ist Knut immer noch der Star im Revier. Er dankt mit einem freundlichen Winken.
Im Jahr 2008 verliert Knut seinen besten Freund: Thomas Dörflein stirbt mit nur 44 Jahren an einem Herzinfarkt.
Bei Menschen beliebt, bei den Artgenossen eher weniger: Knut kam mit anderen Eisbären überhaupt nicht klar. Zuerst besuchte ihn das Bärenmädchen Gianna aus dem Wiener Zoo Hellabrunn. Sie begrüßte Knut mit einer herzlichen Ohrfeige. Später kam Knut dann mit drei Eisbärinnen gemeinsam ins Gehege, unter anderem mit seiner Mutter Tosca. Aber auch hier: Ablehnung. Tierschützer erklären, der Zoo habe Knut zu sehr an Menschen gewöhnt, er könne nicht mehr mit seinen Artgenossen klar kommen.
Ein Eisbär hat Geburtstag: Zur Feier des Tages bekommt er natürlich eine Torte - allerdings eine sehr gewöhnungsbedürftige: Mit viel Fisch und gefrorenem Gemüse. Der Zoo machte diese Mini-Überraschung zur Tradition. Knut bekam jedes Jahr einen unterschiedlich gestalteten Kuchen.
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am um
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Katzenmammi
am 16.05.11 um 11:29
Knut tut mir leid. Sein Leben war nie artgerecht. Er war sozusagen ein Superstar mit allen konsequenzen. Hätte man ihn auswildern können, lebte er heute noch. Diese Tiere sind von Natur aus nicht für unser Klima geschaffen und als Vorzeigeobjekte schon garnicht. Tierschutz und Tierliebe bedeutet, die Art der Tiere zu erhalten, aber dort, wo sie herkommen. Warum müssen Zoos sie haben? Man kann sich Filme, Literatur usw reinziehen, wenn mann was wissen will, zum Schutz der Tiere sollten sie in ihrer Heimat bleiben. Das mit Knut, nur als Beispiel, war reiner Komerz.Manch einer sollte sich das Wort "Tierschutz" mal nachschlagen und überdenken, die meisten kennen das Wort, aber nicht den Sinn
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Nina
am 21.03.11 um 17:49
Aber der Rest ist egal.. super! Dank solchen Menschen gibt es Zoo´s..
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puttchen
am 21.03.11 um 17:42
Ich gehöre zu den Traurigen, die seinen Tod bedauern.
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Nina
am 21.03.11 um 17:41
Mir tut es Leid um einen Eisbären, der nicht nach Deutschland gehört, der eingesperrt leben musste und der nun hoffentlich an einem besseren Ort ist.
mehr (4)Ich kann es nicht verstehen.. traurig wie egal es anscheinend ist.
Die Welt trauert, dass er tot ist.. Aber traurig das ein EISbär im viel zu warmen Deutschland leben sollte, darüber war kaum einer traurig.. *kopfschüttel