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Hunde-Erziehung
Hundeprofi Martin Rütter: Sitz, platz, aus!

Was in Martin Rütters TV-Sendung "Der Hundeprofi" passiert, ist Thema auf den Hundewiesen des Landes. Aber viele seiner Fans haben gar keinen Hund. Wie macht Martin Rütter das?

Der Hundeversteher Martin Rütter, 41, wuchs ohne Hund in Moers auf, der Vater leitete eine Spedition, die Mutter war Erzieherin. Als Kind las er alles über Hunde, auch im Unterricht - und flog mehrfach von der Schule. Ursprünglich wollte er Sportmoderator werden, schmiss aber mit 22 sein Publizistikstudium und belegte Kurse in Tierpsychologie. Seine "Hundeprofi"-Sendungen sehen mehr als 1,5 Millionen Menschen.

Der Hundeversteher Martin Rütter, 41, wuchs ohne Hund in Moers auf, der Vater leitete eine Spedition, die Mutter war Erzieherin. Als Kind las er alles über Hunde, auch im Unterricht - und flog mehrfach von der Schule. Ursprünglich wollte er Sportmoderator werden, schmiss aber mit 22 sein Publizistikstudium und belegte Kurse in Tierpsychologie. Seine "Hundeprofi"-Sendungen sehen mehr als 1,5 Millionen Menschen.

Zum Beispiel Chihuahua-Rüde Norbert. Total verwöhnt, hört nicht mal auf seinen Namen. "Scheich im Teich" nennt Martin Rütter so einen. Beim ersten Dreh zur laufenden "Hundeprofi"-Staffel hat das ganze Team so über Norbert gelacht, dass dem Kameramann die Kamera aus der Hand fiel. Martin Rütter hat dann den Besitzern die Regeln erklärt: tägliches Training. Ein Stück Futter, wenn der Hund auf seinen Namen reagiert. Erst in der Wohnung, dann draußen. Durchziehen, egal bei welchem Wetter. Aber beim nächsten Dreh ein paar Wochen später war es kein bisschen besser. Und Rütter, sonst kein Lauter, musste Klartext reden. Training - oder ihr fliegt aus der Sendung. "Richtig angeschnauzt hab ich die", sagt er. Dabei könnte man meinen, dass ein sturer Hund und seine unbelehrbaren Halter ein Glücksfall fürs Fernsehen sind. Schließlich geht es um Unterhaltung, den Eckpfeiler jedes TV-Coachings, ob Tier, Kind oder Schuldner. Aber genau das will Rütter nicht: "Wer in meiner Sendung war, soll danach noch einkaufen gehen können. Die Leute dürfen sich ungeschickt anstellen, die sollen sich ja entwickeln. Aber wir liefern niemanden der Kamera aus."

Martin Rütter, 41, ist der Geist, der über den Hundewiesen schwebt. Samstags um 19.10 Uhr coacht er auf Vox Problemhunde, vor allem aber ihre Halter. "Wenn ich an die Leute nicht rankomme", sagt er, "hat das ganze Training keinen Zweck." Er beobachtet erst mal, das Kinn auf die Handfläche gestützt. Man sieht dann, wie es in ihm arbeitet, alle Sinne auf Hund und Mensch gerichtet. Meistens weiß er schon nach 30 Sekunden, was falschläuft. Und wie man Abhilfe schafft. Immer. Rütter, das ist das personifizierte Versprechen: Jedes Problem ist lösbar.

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  • Text: Meike Dinklage
    Foto: Katrin Binner
    Ein Artikel aus der BRIGITTE 25/11
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